Lego – Adventskalender selber basteln? NEIN, NIE WIEDER!!!

Jahrelang, um genau zu sein seit nun 11 Jahren befülle ich Jahr für Jahr Adventskalender für meine Kinder. Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4, dann steht … ach ne, das war ja was anderes … also erst für den GG, dann für Ihn und die TT und so weiter …

Ich war immer gegen gekaufte Exemplare

Da ich es aus meiner Kindheit kenne, dass der Adventskalender liebevoll von Mama befüllt wurde, wollte ich das auch für meine Kinder so. Ich kaufte für die heutie TeenagerTochter seinerzeit entsprechend einen befüllbaren kindgerechten Adventskalender, der mir bei einem Lagerverkauf über den Weg lief in den Einkaufswagen fiel. Der wurde allerdings nicht wie bei uns damals mit Süßigkeiten befüllt, sondern mit Haarspangen, Spielzeugen und anderen netten Kleinigkeiten, die auch alle im entsprechenden Lagerverkauf fürn „Appl undn Ei“ zu bekommen waren.

So habe ich das dann für das Spanienkind auch gehalten. Für den hat mein Vater einen Weihnachtsbaum aus einer Holzplatte geschnitten, genauso wie er als Schreinermeister das auch für uns Kinder gemacht hatte. Den haben wir dann mit Schrauben versehen und grün lackiert.

Der Sonnenschein erbte den gekauften Felix-Kalender und die Große bekam einen neuen am Treppengeländer.

 

Schon vor ein paar Jahren fingen die Kinder natürlich an zu fragen, ob sie nicht auch mal einen gekauften, also so einen ganz fertigen im Pappkarton von einem der handelsüblichen Spielzeugherstellern haben könnten. Die Große hatte damals mit 3 in Spanien so einen, fand den aber so doof, dass ich mir geschworen hatte, dass es das nie wieder gäbe. Und die sind mir eigentlich auch viel zu teuer was das Preis-Leistungsverhältnis angeht, und viel zu einfallslos, und überhaupt. *schmunzel*

Dachte ich!

Aber wenn ich ehrlich bin fehlen mir so langsam die glorreichen Ideen, was es an Überraschung für die Bande noch geben könnte. Und günstiger sind die selbstgemachten auf gar keinen Fall. Der Besuch des temporären Lagerverkaufs der Spiegelburg in der Nähe von Münster ist aus Dresden einfach nicht machbar und wenn ich hier was besorge, dann bin ich ganz schnell auch bei hier einer CD oder da einer Badekugel und dann sind es schnell 50-60 Euro pro Kind. *augenroll*

Somit habe ich im letzten Jahr welche gekauft. Bzw. das Spanienkind überredet nicht den Lego-Kalender zu kaufen, sondern sich überraschen zu lassen. Ich hatte mir überlegt ein Lego-Pack, welches er sich sehnlichst wünschte, auf die 24 Säckchen aufzuteilen.

Das war aber, wie ich nun zugeben muss, keine so leichte Nummer wie ich dachte! Man hat nämlich ja nicht nur die Aufgabe die unzähligen Teile aus der Packung in die 24 Säckchen zu packen, sondern das auch noch in logischer Reihenfolge und genau die Teile, die man als nächstes zum bauen braucht.

Ich habe also erstmal die Bauschritte gezählt und diese dann durch 24 geteilt. So hatte ich eine ungefähre Zahl, wie viele Schritte pro Tag Sinn machten um es bis Heilig Abend spannend zu machen und auch alle Säckchen des Adventskalenders füllen zu können. Ich stand ungelogen 2 Stunden in der Küche und sortierte mit einen Wolf. Ich habe das Bauwerk ja quasi gebaut, bzw. die Einzelteile herausgesucht. *augenroll*

Mit Schälchen und Tablett durchforstete ich also die gesamte Bauanleitung, suchte die Miniteilchen in der richtigen Anzahl zusammen und stopfte es in die Säckchen.

Zwischendurch stellte ich leider noch fest, dass ein paar wenige Teile fehlten, die ich direkt reklamierte und betete, dass diese geschickt werden bis das entsprechende Säckchen an der Reihe war.

So füllte sich zwar der Adventskalender nach und nach, aber es dauerte ewig bis alles aufgeteilt war. Ich habe viel geflucht. Mir geschworen, dass ich DAS nur Einmal und nie wieder machen werde. Ich kann echt Jedem davon nur abraten. Ich habe an diesem Vormittag nämlich nicht alle drei Kalender eingetütet wie sonst (hier schon mal berichtet!), sondern nur diesen EINEN EINZIGEN! *stöhn*

Nach der Nummer bekam der Sonnenschein den gewünschten von Playmobil. (Ich habe Sie zu diesem aus dem Vorjahr zum Ausverkaufs-Preis überredet *zwinker*)

Und GENAUSO werde ich das in diesem Jahr auch für ALLE Kinder machen. Denn die TT wollte letztes Jahr unbedingt von mir nochmal überrascht werden. Was mir und meiner fleißigen Mutterseele ja auch echt gut tat, aber dieses Jahr werden alle drei einen gekauften bekommen. *mitdemfußaufstampf*

In diesem Sinne: Wie weit bist du denn in der Planung für Dezember 2017 ???

… Kindermund zur Abendstund!

Der Göttergatte und ich genießen gestern den ersten wirklich warmen Sommerabend bei einem Gläschen! Plötzlich steht der Sonnenschein, den wir vor über einer Stunde ins Bett verfrachtet hatten vor uns mit einem: „Mama ich hab Angst!“

Normalerweise hat sie mit dem Dachfenster nur bei Regen Angst, den konnten wir aber nun definitiv ausschließen!

Ich also: „Vor was hast Du denn Angst?“

Sonnenschein: „Mein Träumer hat gesagt er träumt nicht von Yannick!“
(Yannick war am Wochenende Ihre große Liebe! Anm.d.Red.)

Ich: „DEIN WAS?“

Sonnenschein: „Mein Träumer!“

Ich: „Wer ist das denn?“

Sonnenschein: „Na der, der die Träume bringt!“

Ich: „Und was sagt der was du träumst?“

Sonnenschein: „Der macht immer nur Werbung!“

Ich, mit mühselig unterdrücktem Lachen: „Was denn für Werbung?

Sonnenschein: „Für Anna & Elsa!“

Nachdem sie dann wieder im Bett war ratterte mein Hirn natürlich los. Woher hat die sowas? Zur Erklärung, unsere Kinder dürfen nur KiKa gucken, da kommt keine Werbung. Und das die mal mit uns abends einen Kinderfilm gucken, der durch Werbepausen unterbrochen wird, kommt superselten vor und alle sind total genervt. 🙂

Ich habe also keinen blassen Schimmer wie die auf sowas kommt!

In diesem Sinne: Was träumen denn Deine Kinder so?

… von Flugzeugen im Bauch und Flugzeugen die abstürzen!

Ich freue mich schon mein ganzes Leben lang auf die Zukunft!

Als ich noch ein Schulkind war, da habe ich mich immer auf so Sachen gefreut wie: in 2 Wochen kommen Oma & Opa zu Besuch, oder: in 4 Wochen sind endlich wieder Ferien, oder später dann: am Wochenende schlafe ich bei meiner Freundin und da schminken wir uns dann in den wildesten Farben.

Während der Ausbildung dann freute ich mich, auf den nächsten Berufsschultag (das hieß quasi Ausschlafen weil ich sonst Frühdienst hatte) oder aber auf die nächsten Ausgeh-Abende. Aber auch in die fernere Zukunft träumte ich mich. Ich wollte erfolgreich werden, ich wollte ein tolles Auto fahren, ich wollte Kostüme tragen … (statt des alten nicht anspringen wollenden Firmenwagen meiner Eltern und der Zimmermädchen-Kittel oder der Hoteluniform) … so mit Sonnenbrille aussteigen, die langen Haare zurückwerfen *schwelg* … und inzwischen weiß ich auch, dass wenn frau sich etwas WIRKLICH wünscht, dann passiert das auch! Egal ob das Universum nun seine Finger im Spiel hat oder nicht! Ich will was, also schaffe ich das! 🙂

Später im Job freute ich mich auf besondere Veranstaltungen die nach wochenlanger Planung dann endlich genauso über die Bühne gingen wie sich der Kunde und natürlich dann auch ich uns das ausgemalt hatten! Anschließend fiel ich ab und an in ein seelisches Loch, denn die intensive Vor- und Zusammenarbeit war SCHWUPP einfach beendet. Aber neuer Event, neue Zukunftsträume.

Irgendwann träumte ich dann natürlich auch von meinem Prinzen auf dem Pferd! Der mich in sein Königreich entführt und mit mir Prinzen & Prinzessinnen bekommt. Im Traum kam natürlich auch ein Schloss vor und wer mich privat kennt, der weiß, dass auch das nach vielen Umzügen nun geklappt hat! 😀 Ok, ohne Pferd, aber wir wohnen im ausgebauten Pferdestall des Schlosses. Der Prinz kam spät, und ich musste erst ein paar Kröten küssen, aber dann entführte mich der RICHTIGE von NRW nach Süddeutschland und bevor ich eine Chance hatte überhaupt von Kindern zu träumen, war schon eines unterwegs. In der Schwangerschaft träumte ich dann von Kinderwagen schieben, Baby kuscheln, das Kinderzimmer perfekt einrichten. Dann träumte ich sehr lange vom 2. Kind und als das Universum den richtigen Zeitpunkt freigegeben hatte, träumte ich von 2 Kindern die hinten im Auto sitzen, Ausflügen mit Lauf- und Dreirad, der perfekten Familie. Alle Träume wurden erfüllt!

Diese Träume sind wie du siehst keine utopischen Hirngespinste, sondern genaue Vorstellungen wie meine Zukunft aussehen soll und was soll ich sagen, es kommt alles so wie ich es mir in meinen Tagträumen vorstelle! O.k. ich gebe zu, die Sonnenbrille ist inzwischen mit Sehstärke, die Haare sind teilweise grau und eher zum Zopf oder Dutt vertüdelt, das schnittige Auto war zwischenzeitlich ein Familien-Bus und in die Business-Kostüme passt der Wohlstands-Hintern schon lange nicht mehr! 😉

Inzwischen ist auch der Traum vom 3. Kind erfüllt worden, von Groß-Familien-Urlauben, von recht gut erzogenen Kindern, und weiterführend: das Dreirad, BobbyCar & Co. zu verkaufen …!
Momentan aktuelle Träume: Fahrradsitz verkaufen, Radtouren bei denen jedes Familienmitglied alleine fährt, alle Kinder sind in der Schule, eine Familienreise in die USA!

Ich scheine einen guten Draht ins Universum zu haben und verlasse mich darauf, dass das auch alles so kommt! Das mit den Parkplätzen klappt schließlich auch so gut wie immer! 😉

Und dann gibt es da etwas, das macht mir Angst!

Ich bin ein kleiner Monk. Es kann passieren das ich wütend werde, wenn ein Plan nicht funktioniert! Es sollte eben schon so laufen wie in meiner Vorstellung. O.k. ich habe mit der Zeit gelernt auch mit Plan B klarzukommen, aber meine Träume / Pläne / Vorhersehungen geben mir auch eine gewisse Sicherheit! Denn ich spiele auch oft Szenen in Gedanken durch für den Fall der Fälle. Plan B ist mein: „Was wäre wenn….!“

Und so habe ich im Hinterkopf eben auch einen Plan für DEN Fall der Fälle, meinen absoluten Familien-Super-Gau. Wenn dem Göttergatten mal was passiert! Ich weiß nicht wie ich reagieren würde, aber ich weiß wo alle Unterlagen sind, ich weiß um was ich mich kümmern müsste, ich weiß wie mit dem Rest meiner Welt weitergeht. Ich habe sogar ganz klare Vorstellungen welches Auto wir dann hätten (der Firmenwagen fiele ja weg und meines ist zu klein) und in welcher Stadt ich mit den Kindern dann leben würde (denn das bestimmt derzeit sein Job). Und ganz oft denke ich dann, denk nicht darüber nach, sonst passiert das noch irgendwann!

Und dann fährt er Dienstagmorgen wie so oft zum Dresdener Flughafen, steigt wie so oft in eine Germanwings-Maschine nach Düsseldorf und ich höre nur 2 Stunden später im Radio den Satz: „Eine schreckliche Katastrophe, Absturz einer Germanwings-Maschine auf dem Weg nach Düsseldorf!“ BÄMM! Kein Wort von Barcelona! Dieses taube Gefühl was meinen gesamten Körper erfasste kann ich gar nicht beschreiben! 1. Gedanke sofort: WAS? … NEIN! … Das kann nicht sein! 2. Gedanke, schleicht aus dem Hinterkopf: SIEHSTE, zu viel darüber nachgedacht. 🙁

Nach ein paar Minuten konnte ich wieder denken, habe gegoogelt und gesehen das es eine Maschine aus Spanien war, aber ich bin noch immer total geschockt, ich schalte alle Nachrichten über den Absturz ab. Mich packt immer wieder die Ohnmacht und ich frage mich ob das Universum mir was sagen möchte?

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Ich sende allen Angehörigen des Fluges 4U9525 mein zutiefst empfundenes Mitgefühl!

In diesem Sinne, heute die Bitte an das Universum:
Nur die schönen Träume sollen wahr werden, die Alpträume bleiben bitte Träume!