Gedanken über DRESDEN … ODER … hört doch bitte auf die negativen Nachrichten auch noch zu verbreiten! #bloggerfuerfluechtlinge #dresden #nopegida

An was denkst Du, wenn du DRESDEN hörst?

Pegida? Demonstrationen? Flüchtlingsgegner? Hass? Rechtsradikale?

ABER ….

Eigentlich ist Dresden gar nicht so!

Eigentlich ist Dresden ganz normal!

Eigentlich ist der normale Alltag hier auch weiterhin normaler Alltag!

Gestern Abend z.B. der Theaterplatz! OHNE Pegida!

Gestern Abend z.B. der Theaterplatz!
OHNE Pegida!

Aber genau das stellt sich kaum Jemand vor wenn er von Dresden hört. Es können nur wenige glauben, wenn ich erzähle, dass wir alles noch immer so machen, wie auch schon vor den Spaziergängen der Pegida. Inzwischen möchten uns aber ausländische Freunde z.B. nicht mehr besuchen und der Tourismus in dieser Stadt leidet sehr! Ich lebe genau heute seit 5 Jahren in Dresden! Ich mag diese Stadt, ich kann nicht genau erklären warum, aber ich habe mich in diese Stadt verliebt. Und es ist immerhin die 15. Stadt die ich in meinem Leben in Europa bewohne. Umso entsetzter bin ich nun, wie negativ die ganze Welt denkt, wenn sie „Dresden“ hört.

Neben Pegida hat für mich die Presse einen Großteil dieser Gedanken bewirkt.

Alle Medien nutzen die Chance, mit GROSSEN Schlagzeilen Ihre Klicks, Auflagen und Verkaufszahlen zu erhöhen. Selbst in Dresden gibt es nur eine einzige Zeitung die auch von den positiven Seiten und den vielen vielen Helfern berichtet! Ich denke wenn die Presse das einfach mal komplett ignoriert hätte, dann hätte sich das bald erledigt! In Wirklichkeit laufen hier jeden Montagabend für 2-3 Stunden ein paar … Menschen …, die zur Vielzahl übrigens gar nicht aus Dresden sind, laut rufend durch die Stadt und die restlichen 165-166 Stunden in der Woche, läuft das Leben hier ganz normal weiter, wie auch bevor die „besorgten Bürger“ spazieren gingen. Es handelt sich Montags um derzeit durchschnittlich 5.000 Mitläufer! Das sind, bei derzeit über 540.000 Einwohnern dieser Stadt, noch nicht einmal ein einziges ganzes Prozent! Viele da draußen glauben aber doch, dass hier die ganze Woche die halbe Stadt aus Demos besteht.

Aufgewachsen in Nordrhein Westfalen, hatte ich in meiner Kindheit keinen Bezug zur DDR. Inzwischen gewohnt in Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg & Spanien wurde ich erst mit unserem Umzug nach Dresden mit dem Osten „konfrontiert“. Ich hatte keine Familie in der DDR, wir haben keine West-Pakete geschickt. Alles was ich über die DDR wusste, wusste ich aus Schulbüchern. Und selbst das war nicht viel, wie ich heute lerne! Erst seit ich hier lebe höre ich die Geschichten von Stasi-Anwerbegesprächen, Fluchtversuchen und heimlichem Handel UND von den anschließenden Konsequenzen. Ich erfahre von Lehrbüchern in denen die Städte / Hauptstädte des Westens unkenntlich gemacht waren. Wobei ich meine „Ost“-Freunde beruhigen kann, ich weiß viele der Hauptstädte dieser Welt auch nicht! *schmunzel*

Frauenkirche DresdenAber je mehr ich mich mit meinen neuen Nachbarn und Freundinnen in dieser Stadt unterhalte, umso klarer wird mir warum Pegida hier so einen sehr viel größeren Zulauf und solch ein größeres Durchhaltevermögen hat als im Westen. Die Menschen hier erzählen mir, dass sie Angst haben und einfach ihre Ruhe wollen. Sie haben Angst vor dem Fremden. Angst vor erneuter gravierender Veränderung. Nach der Maueröffnung haben sie sich Vieles hart erarbeitet und das möchten Sie nun einfach genießen. Sie haben Angst, dass ihnen das, was sie sich erworben haben einfach wieder weggenommen wird. Wir aus dem Westen sind in dem Vertrauen groß geworden, dass geltendes Recht auch einfach so bleibt. Wir kennen doch gar keine Einschränkungen im Warenangebot. Wir kennen doch gar keine Tage an denen irgendetwas nicht zu kaufen war. In der DDR aber war es doch super schwer viele Dinge überhaupt zu bekommen. Alles Mögliche war zugeteilt, limitiert, oder einfach nicht zu bekommen. Anscheinend willkürlich wurde bestimmt, entzogen, vorenthalten, usw. Und mit diesem Wissen, sehe ich die Angst hier im Osten etwas anders als z.B. die Ängste, die Menschen im Westen in Bezug auf die Flüchtlingsströme haben.

Stell dir mal vor, du hast dein ganzes Leben lang auf sehr sehr Vieles verzichten müssen, wusstest aber das hinter dieser Mauer die Menschen das einfach alles haben, dürfen, können & machen. Und dann … BUMMS … ist die Mauer plötzlich weg. Und du darfst auch all das. Wenn du es anschließend geschafft hast dir in den letzten 25 Jahren einen gewissen Lebensstandard aufzubauen, hast du vermutlich als Ex-DDR-Bürger in der jetzigen Flüchtling-Krise die Angst einen Großteil einfach wieder weggenommen zu bekommen.
Dieses Grundvertrauen was ich in unsere Demokratie & Regierung hab, mit der ich aufgewachsen bin, das haben viele Menschen hier einfach nicht. Sie können nicht glauben das sich nicht auch plötzlich wieder etwas zum Negativen ändern kann.
Und nun stell dir mal vor, du hast es nach der Wende nicht geschafft. Du hast keinen Job gefunden. Du konntest dir im Osten nichts aufbauen und im Westen hat man dir auch nicht weitergeholfen. Zu DDR-Zeiten waren alle versorgt, so haben nicht alle gelernt auf eigenen Füßen zu stehen. Viele sind nun ins Bodenlose gefallen. Sie haben keine Aufgabe, sehen keinen Sinn im Leben, wenn sie überhaupt soweit denken. Und nun ist das schöne freie Leben nicht mehr hinter einer Mauer versteckt, sondern genau hier vor ihren Augen. Um mich kümmert sich keiner, mir hilft keiner, allen geht es gut, nur mir nicht. Und jetzt kommen noch DIE und die kriegen auch einfach alles?

Warum es gerade Dresden ist und nicht Magdeburg oder Leipzig, kann ich mir auch nicht genau erklären, aber ich vermute, dass es hier um die Nähe zur Landesregierung geht. In Leipzig und Magdeburg wurde es auch probiert, aber dort fand man nicht genug Aufmerksamkeit und die Sache verlief im Sande.

Was ich auch nicht verstehe ist die Tatsache warum es in der Presse so aufrecht erhalten bleibt?
Warum hört die Presse nicht auf denen eine Plattform zu bieten. Ich denke wenn die analogen und digitalen Medien es unterlassen würden über jeden negativen Pups aus Dresden zu berichten (und alle anderen es nicht auch noch teilen würden!!!) hätte Dresden die Chance wieder ein schöneres Bild in der Welt zu hinterlassen. Die Händler in der Innenstadt beklagen große Einbußen, der Tourismusverband und alle die vom Tourismus leben vermerken große Umsatzrückgänge. Zur Zeit haben nur Wenige Lust diese wunderschöne Stadt zu besuchen. Viele glauben Dresden sehe die ganze Woche so aus wie es montags im Fernsehen zu sehen.

Bunte Fahnen an der Semperoper DresdenSchon lange frage ich mich warum unser Bürgermeister die vielen Möglichkeiten für eine klare Stellungnahme nicht annimmt. Ich glaube und hoffe aber fest, dass es ein taktischer Schachzug ist. Denn keiner weiß wie Viele mit Angst und/oder Pegida-Gedankengut in der Stadt leben und dieses nur nicht ausdrücken. Wer weiß wie Viele einfach nur in ihrer Familie Anderes verbreiten, denken, fühlen, glauben, meinen, … aber eben nicht auf die Straße gehen. Angenommen die Stadt-Obersten würde sich nun bekennen, wer weiß welche Bewegung dann vielleicht ausgelöst wird. Oder Pegida wohlmöglich einen noch größeren Zulauf beschaffen würde. Ich vermute unsere Stadt- und Landes-Regierung duckt sich nicht aus Angst zu bekennen zu welcher Seite sie stehen, sondern aus Angst vor einer noch größeren Bewegung, die diese Reaktion auslösen könnte. Der Satz von Thomas de Maizière über den sich alle aufgeregt bzw. lustig gemacht haben …. „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“ … war taktisch nicht klug, aber es ist die Wahrheit. Viele Entscheidungen von „Oben“ sind doch für sehr viele unverständlich und lösen oft noch mehr Angst aus! Ich vergleiche das gerne mit einem großen Unternehmen. Wenn man erst einmal in den oberen Etagen sitzt, dann merkt man schnell wie unklug es ist alles Wissen an alle Mitarbeiter zu verbreiten. Man weiß, dass viele Entscheidungen den Mitarbeiter ganz „unten“ in Angst & Aufregung versetzen, aber auf lange Sicht meistens Sinn gemacht haben. Also berät man sich lieber intern und verkündet nur die Entscheidung. Und ich glaube diese Entscheidung macht sich die Dresdner Regierung gerade nicht einfach. Ich hoffe zumindest dass unsere Regierung und auch der anhängende Polizeiapparat nicht so Rechts ist, wie er immer wieder von den Kritikern dargestellt wird. Ich glaube einfach sie suchen nach einer gerechten Lösung Pegida dazu stoppen ohne gegen das Recht der Meinungsfreiheit zu verstoßen, ohne eine noch viel größere Bewegung auszulösen, ohne ihr Gesicht zu verlieren und der wichtigste Punkt ist vermutlich wiedergewählt zu werden.

Wir sind  mehr als 10.000 Ehrenamtliche in Dresden.
Und das sind nur die offiziel gemeldeten! Das sind doppelt so viele wie Pegida-Anhänger die auf die Straße gehen. Von uns erzählt in der Presse da draußen aber kaum Jemand. Wir sind keine Schlagzeile wert, denn das bringt keine Auflagensteigerung. Das ist nicht sensationell. Und so bekommt ihr da draußen ein immer schlechteres Bild von dieser Stadt. Aber es ist eine so tolle Stadt mit so tollen Menschen, die aber nicht auf die Straße gehen, die klug genug sind den Stadtvätern zu vertrauen. Das hilft aber dem Tourismus nicht und es ist doch so: Eine Behauptung, ein negativer Bericht, ein Verdacht oder eine Vermutung klebt an Einem wie nichts Anderes auf dieser Welt. Selbst wenn das Gegenteil bewiesen wurde, bleibt der Schale Beigeschmack, der erstmal hervorgerufen wurde und DAS hat diese Stadt nicht verdient.
Für ein weltoffenes DresdenEs wird uns viel Mühe kosten die Stadt Dresden wieder in das richtige Licht zu rücken und ich bin dankbar für Jeden, der dabei hilft. Liebe Leser, liebe Blogger helft mir dabei! Hört auf die negativen Beiträge in den sozialen Netzwerken zu teilen! Liebe Dresdner … zeigt weiterhin Euer wahres Gesicht!

Jetzt sitze ich hier in Tränen aufgelöst und halte ein Plädoyer für eine Stadt, die ich vorher überhaupt gar nicht kannte, die mir aber so sehr ans Herz gewachsen ist, dass ich weiter kämpfen werde!

In diesem Sinne: Teile diesen Beitrag mit allen Menschen! Um diese wundervolle Stadt zu retten! Um sie wieder nach vorne zu bringen! Um dieser Stadt wieder ins rechte richtige Licht zu rücken!

Ein Herz für Dresden

Stimmungsschwankungen in Dresden … oder … Nachbarn neu kennengelernt! #bloggerfuerfluechtlinge

Wie traurig mich einige Äußerungen meiner „alten“ Nachbarn zum Thema Flüchtlinge, also unseren „neuen Nachbarn“, machen, habe ich ja schon erzählt! Und in dieser wunderschönen Stadt bin ich zum ersten Mal in meinem Leben vorsichtig mit wem ich über meine Gedanken einfach frei spreche. Das fällt mir sehr schwer, denn ich bin ein sehr offener und ehrlicher Mensch, der ohne Hemmungen seine Meinung äußert. Mich interessiert es nicht was Andere über mich denken. Wer ein Problem mit mir hat, hat eben ein Problem, aber das ist ja dann immerhin seines und nicht meines!

Ich weiß inzwischen aber auch, dass es sehr oft die Angst vor dem Unbekannten ist, die die Menschen um mich herum zu Aussagen verleitet die mit „Ich bin ja kein Nazi, aber …!“ beginnen.
Da ich mich mit dem Thema sehr viel beschäftige und im allgemeinen ein sehr positiver Mensch bin, lasse ich natürlich auch im wirklichen Leben nichts unversucht um aufzuklären, zu beruhigen und zu erklären. Und ich glaube so Manchen habe ich inzwischen zumindest zum Nachdenken gebracht.

Die montäglichen Demonstrationen und was  in meiner derzeitigen Heimatstadt um mich herum passiert, bringt mich trotzdem oft an den Rand meiner Kräfte. Da gibt es plötzlich Bündnisse um Gebäude zu schützen, die ja sooooooo wichtig für andere Dinge sind als für DIE! Ich erfahre von angeblich aufklärenden Vorträgen, die sich aber als politisch orientierte Hetzpropaganda-Veranstaltungen herausstellen. Jeden morgen wenn der Radiowecker angeht, erwarte ich die Meldung, dass die Gebäude in unserer Nähe, die zu Flüchtlingsunterkünften umgebaut / saniert werden, angesteckt wurden. Es machen Gerüchte die Runde, was für Zustände in den Erstaufnahmeeinrichtungen herrschen und wie DIE sich da benehmen.

Es ist so schrecklich deprimierend!

Immer öfter denke ich : „Hoffentlich ziehen wir bald wieder hier weg!“

Aber auch solche Gedanken machen mich traurig, denn es gefällt mir hier ja.

Und DANN komme ich durch Zufall mit einem Nachbarn ins Gespräch, dem seine Frau von diesem Aushang im Kindergarten erzählt hat.

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Und was hat er gemacht? – Er hat bei seiner Büromaterial-Bestellung einfach für 200 Euro Blöcke, Stifte, Hefter & Co. mitbestellt und gespendet!
DANKE S. !!!

 

Keine 2 Tage später bekomme ich eine Anfrage einer Internet-Freundin aus Sachsen, die mir frisch aussortierte Sachen schicken möchte. Bei Ihr gäbe es keine Unterkünfte, und sie möchte auch was tun!
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Schwupp kommt hier ein Riesenpaket mit Klamotten und Spielzeug an!
DANKE A. !!!

 

Letzte Woche auf dem Frauen-Stammtisch erzählt mir eine Ärztin so lustige, positive und niedliche Anekdoten von den unendlich dankbaren Flüchtlingsfamilien die sie in Heidenau und Dresden in den Erstaufnahmeeinrichtungen behandelt hat. Und ich erfahre so viele tolle Sachen die in dieser Stadt passieren, aber noch nicht offiziell sind.
DANKE P. !!!

 

Vorgestern habe ich von GEPIDA erfahren! „Genervte Einwohner Protestieren gegen Intoleranz Dresdner Aussenseiter“ Eine großartige Idee mit Fahrradgeklingel den Gesängen der Pegida-Demos entgegen zu klingeln.
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Da werde ich dann am Montag mal hingehen, mit meiner Fahrradklingel. Vielleicht klingelts dann ja auch mal in einigen Köpfen! 🙂 Klick mal auf das Logo-Bild, dann öffnet sich die Facebook-Seite! Jeder like hilft bei der Sichtbarkeit! 🙂
DANKE AN DEN MIR NOCH UNBEKANNTEN GRÜNDER !!!

 

Und gestern bekomme ich eine Mail, von einer Frau, die ich vor ein paar Wochen erst kennengelernt habe. Sie erzählt mir von einem neuen noch geheimen Projekt und fragt ob ich mitmachen möchte! JA, möchte ich! Denn auch wenn ich meine Selbständigkeit im Moment sträflich vernachlässige, ist es mir im Moment einfach wichtiger zu helfen, statt reich und berühmt zu werden. 😉
DANKE M. !!!

 

Und dann bin ich wieder ausgesöhnt mit Dresden und Sachsen! 😉

In diesem Sinne: Wer weiß warum das Schicksal / Universum uns gerade JETZT nach Dresden verschlagen hat!

… und die Montags-Demos in meiner Stadt!

Ich habe nun lange hin und her überlegt ob ich diesen Beitrag hier veröffentlichen soll, oder nicht! Denn eigentlich bin ich als Familienmanagerin in der Öffentlichkeit nicht politisch und möchte das auch nicht werden. Aber was ich in den „normalen“ und vor allem den sozialen Netzwerken so über „meine“ Stadt lesen & hören muss macht mich unendlich traurig.

Es gibt da etwas, das muss aus meinem Hirn nun einfach an die Luft!

Wir wohnen nun genau 4 Jahre und 2 Wochen hier und fühlen uns pudelwohl! Die Stadt ist traumhaft schön und wir sind umgeben von wirklich tollen Menschen! Wir haben 2013 das Hochwasser miterlebt und waren so positiv überrascht über die Welle der Hilfsbereitschaft untereinander, die hier über die Stadt geschwappt ist, dass wir das was jetzt passiert nicht mit dieser Stadt in Verbindung bringen möchten und können!

Ja, es gibt Menschen die sich hier „anders“ benehmen und ja es gab gestern 18.000 Demonstranten, aber hey, es gibt knapp 500.000 Dresdener und die 3,6% die hier demonstriert haben, waren vermutlich gar nicht alle von hier! Es ist so traurig das so oft nur von Dresden oder den Dresdnern gesprochen wird und das Gefühl hinterlässt, wir denken hier alle so! Der Rest der Welt schaut auf diese Stadt und glaubt wahrscheinlich, dass wir hier fast alle so denken! NEIN, es sind UNTER 5%!

Für mich fing das Thema an mit einer Liste die auf Facebook von einer „Freundin“ gepostet wurde. Auf der waren Dresdener Anschriften aufgelistet, an denen in den nächsten 2 Jahren Asylantenheime entstehen sollen. Unter anderem in unserem Stadtteil und in dem Stadtteil der Grundschule meiner Kinder. Es ging weiter mit einer E-Mail an den Elternrat-Verteiler, die selbige Liste enthielt. Ich dachte mir nichts dabei und hielt es für eine reine Information. Eine Aufklärungsveranstaltung!

Kleiner Plausch unter Nachbarn was man davon denn so hält! Mir wurde langsam klar, die Leute haben Angst! Ich denke in dem Zusammenhang eher an Respekt und wie kann ich helfen!

Weiter ging es mit diversen Unterschriftenlisten beim Bäcker gegen die Heime, immer mehr Einladungen zu Bürgerversammlungen über den Elternrat der Grundschule und diverse Wurfzettel im Briefkasten mit einem online-Link und der Bitte sich an Petitionen gegen den Bau der Heime zu beteiligen. Ganz viele dieser „Gegner“ sind Menschen die während oder nach dem zweiten Weltkrieg selber hierher geflohen sind. Von Einigen weiß ich, dass sie Geld spenden um Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu holen. Ich war fassungslos sprachlos!

Ich versuche nun schon seit Tagen darüber zu schreiben und natürlich fragen auch meine Kinder was die Menschen da montags immer machen in unserer Stadt!

Ich habe Ihnen versucht zu erklären wie und wo die vielen Flüchtlinge aus den Kriegs-Gebieten in Europa landen. Und das es natürlich nicht nur den südlichen Ländern zuzumuten ist, die alle aufzunehmen, und dass daher ganz Europa beschlossen hat diese „Asylsuchenden“ zu „verteilen“. Nun treffen in diesen Heimen dann natürlich mehrere Nationen, Kulturen, Religionen, usw. aufeinander und es kommt zu Streit, Langeweile, Neid, usw. Aber in erster Linie sind diese Menschen doch auch unendlich dankbar erst einmal in Sicherheit und vorerst „angekommen“ zu sein. Dann können sie einen Asylantrag stellen und es wird entschieden ob und wo sie bleiben können. Und ich habe auch versucht den Kindern zu erklären, dass ich natürlich auch verstehen kann, dass viele Menschen in Deutschland einfach Angst haben vor dem was sich für uns verändern könnte! Aber ich finde noch immer, dass es uns in Deutschland verdammt gut geht und selbst wenn wir abgeben müssen, geht es uns noch immer sehr gut. Diese Erklärungen wurden ergänzt von einem Freund unserer Familie der aus Norddeutschland zu Besuch war, mit der Erklärung, dass es in Großstädten wie Dresden natürlich auch extrem viele Zuwanderer gibt, während es z.B. in den eher ländlichen Gegenden so gut wie gar keine Asylanten gibt!

Gestern nun habe ich beim walken diesen Aufruf entdeckt, und da habe ich mich entschieden meine Gedanken hier doch zu veröffentlichen.
(Anschrift unkenntlich gemacht, da es von einer Partei ist und ich hier keinerlei politische Werbung machen möchte, Veranstalter des Laufes sind andere Vereine!)

nopegida Denn ich muss Euch da draußen sagen:

Es gibt ganz viele Dresdner die zwar sicherlich Respekt vor der neuen Situation haben, die sich mit noch mehr Asylanten in der Stadt ergibt, sie aber in Kauf nehmen und helfen wollen. Wir werden friedlich mit- und nebeneinander weiterleben und uns nicht beeinflussen lassen von der Angst das Abendland würde islamisiert!

Einen sehr schönen Bericht zum Thema Asylantenheime in Deutschland hat meine Bloggerkollegin Ich lebe! Jetzt! geschrieben. Sie war persönlich vor Ort und hat direkt recherchiert! Sehr lesenswert! 🙂

Den ersten vernünftigen Beitrag den die „normale“ Presse hervorgebracht hat, hat Peter Schneider für die Welt geschrieben! Auch er war „vor Ort!“ 🙂

Ich liebe Dresden!
EHRLICH! 🙂

In diesem Sinne: Teilt diesen Beitrag bitte zahlreich und helft mir so, das Bild der Stadt Dresden zu retten!