Der ganz normale Wahnsinn … oder … Leben mit Pubertieren! #gastbeitrag

Manchmal entdecke ich schöne Texte bei Facebook-Freunden! Dieser hier ist von Angela Jeschonek. Wie wir uns gefunden haben kann ich schon gar nicht mehr so genau sagen. Auf jeden Fall „kennen“ wir uns nur online und das schon seit vielen Jahren. Ich verfolge mit wachsender Begeisterung, was Angela so ganz nebenbei für die Flüchtlinge tut und sende Ihr an dieser Stelle einfach mal ein DICKES DANKE!

Vor allem aber sage ich Ihr DANKE, dass ich diesen Ihren Text für Euch veröffentlichen darf, denn er bringt kurz und prägnant auf den Punkt wie der Morgen in einem Haushalt mit Pubertieren abläuft. Ich wünsche Dir viel Spaß beim lesen!

Frühsport als Pubertiermutter:

– Kaffee kochen
– Kinder (3 Stück) wecken
– Feuer machen
– Kinder (2 Stück) wecken
– Kind 1 zum Frühstück nötigen
– Kind 3 zum 3. Mal wecken
– 1. Schluck Kaffee trinken
– Kind 1 zur Schule verabschieden
– nach Kind 3 suchen und es aufgelöst auf seinem Bett finden. Die Brille ist nicht auffindbar.
– Zimmer auf der Suche nach der Brille durchforsten
– Zimmer auf der Suche nach der Brille umräumen
– Puls ist jetzt im roten Bereich
– Kind 2 zur Schule verabschieden. Dieses ist jetzt beleidigt, da ich den Zustand ALLER Kinderzimmer bemängele und für das Wochenende Aufräumen verordnet habe.
– Noch einmal Zimmer und Bett minutiös durchsuchen
– Brille finden
– feststellen, dass Kind 3 die ganze Zeit träumend im Bad saß
– 2. Schluck Kaffee trinken
– Kind 3 überrascht mit der Info, dass die Bücher bis heute eingebunden in die Schule gebracht werden müssen
– roter BEREICH!
– 3. Schluck Kaffee
– Kind 3 ist mittlerweile zu spät für die Bahn
– Kind 3 kommt mit einem Zettel, was für die Arbeitsmaterialen zu zahlen ist und meint, das müsste es heute, nach Fächer getrennt, mit zur Schule bringen
– HOCHROTER BEREICH!
4. Schluck Kaffee…

to be continued…

Ich habe herzlich gelacht, denn genau diese Szenen spielen sich hier quasi fast jeden Morgen sehr ähnlich ab. Hier ist es statt der Brille der Turnbeutel oder Ähnliches, aber sonst … GENAU! SO!

Ich hatte Angela gefragt ob wir die Reichweite des Blogs nicht auch nutzen könnten um auf eines Ihrer Projekte aufmerksam zu machen. Da sie aber alles im privaten Rahmen macht und keine Organisation ist, möchte sie lieber auf www.sea-eye.org aufmerksam machen und zu Spenden für diese tolle Hilfsorganisation aufmerksam machen. Wer also wie sie helfen möchte kann hier (Website) oder hier (Facebook) gerne spenden.

In diesem Sinne: Möchtest Du auch mal was loswerden? Welche Geschichte muss unbedingt mal an die Öffentlichkeit? Schreib mir an guest[at]kiko-slevents.de, ich veröffentliche gerne auch anonym!

Warum ich meine Kinder nicht vor allem schütze!

Ich bin absolut keine Helikopter-Mama! Ich betüdel nicht, ich glucke kaum und ich kontrolliere gar nicht. Meine Kinder werden zur absoluten Selbständigkeit erzogen. Ich kreise nie um sie herum. Ich schütze sie nicht vor Gefahren, schlechten Erfahrungen oder sonstigem Übel. Zumindest heute nicht mehr. Sie haben natürlich gelernt das Straßenverkehr, große Höhen und Gift gefährlich sind. Aber ansonsten müssen sie Ihre Erfahrungen selber machen. Und natürlich bin ich da wenn sie Fragen haben und nicht weiterkommen, aber Niemals würde ich Ihnen das Handeln abnehmen. Auch verbiete ich Ihnen selten etwas auszuprobieren weil es „sowieso nicht geht“. Es gibt höchstens Tipps wie ich es machen würde.

Was ist eigentlich das Gegenteil der Helikopter-Mutter? Die U-Boot-Mama?

Nun sind alle drei Kinder in der Schule. Dort treffen sie auf alle möglichen Lehrer aber auch auf alle möglichen Schüler. Diese Mitschüler sind teilweise gut erzogen. Sie sind teilweise höflich, teilweise sehr nett. Mit nett meine ich nicht nur, dass sie freundlich sind, sondern dass sie sozial und zwischenmenschlich „zu gebrauchen“ sind.

Die Kinder die ich als nett bezeichne, haben gelernt im Umgang mit Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Leider gibt es aber immer mehr Mitschüler, die aus der Art schlagen. Immer öfter treffen meine Kinder in den Schulen auf Kinder die Konflikte nicht verbal lösen können, sondern gleich los schlagen. Immer öfter erlebe ich es auch, dass Eltern ihre Kinder vor Mitmenschen dieser Art schützen wollen, indem sie einen Schulwechsel, einen Klassenwechsel oder sogar einen Umzug bei solchen Problemen in Erwägung ziehen. Vorher gibt es natürlich Beschwerden an den Klassenleiter, an den Elternrat und das große Geläster im Hintergrund. Meiner Meinung nach ist es wie unterlassene Hilfeleistung. Es ist die fehlende Erziehung, die fehlenden Grenzen, dieser Kinder die von Lehrern nicht aufgefangen werden kann. Das aber glaubt die Gesellschaft leider zu oft. Das ist aber ein anderes Thema. Das führt jetzt hier zu weit.

Ich schütze meine Kinder bewusst nicht vor diesen Mitmenschen

Und zwar weil sie den Rest ihres Lebens auf diese Art Menschen treffen. Sie werden später mit Kollegen dieser Art klarkommen müssen. Und wann sollen Sie diesen Umgang lernen wenn nicht schon in der Kindheit & Schule.

Und nun zahlt es sich aus!

Die Teenager Tochter macht gerade genau diese Erfahrung. Im Dezember wird es ein Schulpraktikum geben. Hierfür sucht sie derzeit eine Praktikumsstelle. Da sie Tierärztin werden möchte, kam ihr der Tierarzt in unserer Straße sehr gelegen. Sie ging in die Praxis und fragte nach der Möglichkeit ein Praktikum zu machen. Man fragte nach dem Datum, klärte ob es möglich ist, gab eine mündliche Zusage und die Bitte eine formlose E-Mail mit dem Datum zuzusenden. Sie schrieb die Mail mit den wichtigsten Daten und der Frage wann ein Termin für die Unterschrift des Schulformulares möglich wäre. Sie wartete. Aber auch nach mehreren Wochen kam keine Antwort. Ich riet ihr sich in der Praxis zu erkundigen, ob die E-Mail angekommen ist. Man vertröstete sie, und sie wartete weiter.

Nach den Ferien nun ging sie erneut in die Praxis und erkundigt sich. Nun wusste plötzlich niemand mehr etwas. Sie solle zwischen 10:00 und 11:00 Uhr den Arzt anrufen. Da sie zu dieser Zeit natürlich in der Schule ist habe ich das ausnahmsweise für sie übernommen.

Ich wurde direkt angeschnauzt, dass unsere Tochter nicht in Ihrer Planung steht. Ich wies höflich auf die E-Mail hin und die Aussage die sie Anfangs erfahren hatte. Gleich wurde ich wieder angemacht, ich müsste gar nicht so komisch fragen. Ich versuchte es erneut ruhig zu schildern, dass sie gebeten wurde eine E-Mail zu schicken und dass wir lediglich auf diese keine Antwort erhalten haben. Schnippische Antwort: „Dann muss ich den Doktor noch mal fragen ob er was bekommen hat. Der meldet sich dann. Aber so unfreundlich wie ihre Tochter gestern war, möchten wir sie sowieso nicht.“

Ich legte sehr irritiert auf und bin sprachlos, was sehr sehr selten vorkommt. Nachmittags riet ich der TT sich eine andere Praktikumsstelle zu suchen, da sie mit dieser „Person“ sonst vermutlich die 2 Wochen zusammenarbeiten müsse. Doch nachdem am späten Nachmittag eine Kollegin aus der Arztpraxis anrief und sich für alles entschuldigte ging sie hin und kam mit unterschriebenem Vertrag zurück. Sie will trotzdem da hin, weil „Mama, die schlecht gelaunten Leute gibt es doch überall, oder?“

In diesem Sinne: Vielleicht hab ich ja doch alles richtig gemacht.

 

Mütter, von Auslauf-Modellen umzingelt!

Auslaufmodelle

Diesen Text habe ich schon vor 3 Jahren geschrieben und heute wiederentdeckt. Viel Spaß beim lesen! 🙂

Bei mir ist eine dicke Erkältung im Anmarsch und ich habe beschlossen mich heute einfach mal auszuruhen um vielleicht verhindern zu können, dass ich mich den Rest der Woche mit Kopf-und-Glieder-und-so durch mein Leben schleppe! Aber kaum hatte ich das verkündet, nahm prompt mal wieder das Schicksal seinen Lauf!

Obwohl … erst einmal war die restliche Familie so lieb mir nicht nur den Sonntagskaffee ans Bett zu bringen, sondern gleich das ganze Frühstück! *kurzfreu* Leider blieben sie direkt Alle bei mir um mit mir im Bett zu frühstücken! *hmpf* Na gut dachte ich, wenn wir damit fertig sind verschwinden sie alle und ich kann etwas Augenpflege betreiben und die müden Lider einfach senken! *träum*

Aber denkst´e! *böseguck* Auf dem Weg zum stillen Örtchen kam ich am Wäschebad vorbei, aus dem mich demonstrativ-synchron-blinkend die Waschmaschine und der Trockner daran erinnerten das ich a) gestern Abend vergessen habe sie auszuräumen und b) die nasse Wäsche nun mal dringend umgeräumt, bzw. aufgehängt werden müsste! Bei näherem Hinsehen musste ich dann leider auch noch feststellen das vor der Waschmaschine eine Flüssigwaschmittel-Pfütze angetrocknet war und vom Bullaugenfenster abwärts eine schmierige blaue Spur verlief! *staun* O.k. eins nach dem Anderen! Erst das Örtchen, dann das Frühstück, dann die Wäsche!

Als ich ins Bett zurück schlüpfe lande ich auf Krümelgebirgsketten die sich durch mein Bett ziehen, entdecke einen Kakao-See auf dem Fußboden und die letzten Spuren vom Nutella-Brot sind mitten auf der frisch bezogenen Bettdecke. Ich muss nicht erwähnen, dass wir Frühstück im Bett NIE machen wenn das Bett eh demnächst neu bezogen werden muss, sondern IMMER wenn es frisch bezogen ist, oder?

Na gut, dann eben doch aufstehen, anziehen, Wäsche machen! *augenroll* Und die Herren unter uns hätten da ja auch noch den klitzekleinen Wunsch, ob ich vielleicht, eventuell, nur ganz kurz, mal schnell die Haare schneiden könnte! O.k., bin ja eh jetzt wach und auf!

Also das übliche Morgenritual mit den diversen Bürsten für Zähne & Haare, anschließend Schafe scheren und dann mal ran an die Wäsche! Trockner aus- und Waschmaschine umräumen ohne die Pfütze zu treffen. Dann Pfütze wegmachen um mich anschließend fragen warum ich das nicht zuerst gemacht habe. Aufstehen und schwindlig werden. Ignorieren und weitermachen! Wo zum Teufel kommt das Waschmittel her? Ich habe eine Maschine mit integriertem Flüssigwaschmittel-Tank in der Schublade die das dann selber dosiert und so. Bevor ich den Kundendienst rufe lasse ich aus beiden Tanks nun erst mal das Waschmittel ab, wovon die Hälfte natürlich wieder auf dem Boden landet. *augenroll* Ich wasche die Tanks aus und gucke dann eben heute Nachmittag nach dem trocknen, ob es nur an meiner unterlassenen Pflegeleistung lag. Die Schublade soll nämlich laut Pflegerubrik in der Gebrauchsanweisung regelmäßig gereinigt werden, und ich habe es heute zum ersten Mal gemacht und ich verrate Euch NICHT wie lange die schon für uns tätig ist! *frechgrins*Frü

Und wie immer in diesem Raum läuft mein Blogger-Hirn auf Hochtouren und mir wird klar, dass ich nur noch von AUSLAUF-Modellen umgeben bin! Letzte Woche lief Wasser aus dem Trockner (laut meinem mir angetrauten Maschinenbauingenieur pflege ich auch dieses maschinelle Hilfsmittel viel zu wenig!), die Nase unseres Sohnes läuft seit einer Woche und auch aus unserem Toiletten-Trainings-Kind läuft ab und an noch was aus!

Bin ja mal gespannt was ich nächste Woche wischen darf!

Apropos *schreck* der Kakao-See trocknet grad im Laminat fest!

Und vom Zustand der Küche nachdem die von wilden Frühstücksmachern überfallen wurde werde ich mich auch noch überzeugen müssen!

Ach, wär ich doch im Bett geblieben! *seufz*

Ich verschwinde jetzt ohne Umweg über die Küche im Bad und lasse mir eine Wanne ein! *fröhlichwink*

In diesem Sinne: Was läuft bei Dir so?