Ich ziehe aus! Mein vermutlich mutigster Schritt der letzten 15 Jahre!

Ganz ehrlich? … Mir REICHTS!
ICH !!! ZIEHE !!! AUS !!!

Diese Unordnung im kinderreichen Haushalt! Diese fertigpiepsende Waschmaschine die ausgeräumt werden möchte. Der nach Einräumen schreiende Geschirrspüler! Die klingelnden Paketzustelldienste die den ausserhäusigen Nachbarn was bringen wollen, die sie NICHT, dafür aber mich im Homeoffice antreffen! Die Baustelle hinter dem Haus mit Ihren lauten Maschinen. Der Hausmeister mit dem lauten Rasenmäher vor dem Haus. Ich kann einfach nicht mehr!
Ich komme hier im Homeoffice einfach nicht zum fokussierten arbeiten! 🙁

Ich bin selbständig! Ich habe ein erfolgreiches kleines Unternehmen gegründet! ABER … ich habe eben auch eine Familie, einen Ehemann, einen Haushalt, einen ehrenamtlichen Job. Somit viele viele andere tägliche Dinge die, außer meiner Tätigkeit als Eventberaterin, ebenfalls auf und neben meinem Schreibtisch auf mich warten. UND … ablenken.

Es ist doch so: Sobald die Kinder und der GG um 07:30 Uhr das Haus verlassen haben weiß ich nicht wo ich anfangen soll! Erst der Haushalt oder erst das Büro? Meistens räume ich den Frühstückstisch ab, lüfte die Schlafzimmer schnell durch und schmeiß eine Maschine Wäsche an! Dann will ich an den Schreibtisch, denn die Zeit ohne Kinder will ich natürlich für die Firma nutzen.
Beim lüften finde ich in den Kinderzimmern aber jede Menge Dinge, die auch „noch eben schnell“ gemacht werden. Statt nur die Wäsche anzustellen lege ich „noch eben schnell“ ein paar Teile zusammen.  … und in Schränke, und sortiere noch ein wenig Schmutzwäsche im anderen Bad.

JETZT ABER!

09:00 Uhr endlich an den Schreibtisch. E-Mails lesen und beantworten. WIRLICH nur die Geschäftlichen! – Oh, die Schule/der Verein/die Praxis. – Ach, schon wieder ein Terminwechsel für den Elternabend/Ausflug/Termin. – Den trag ich schnell um! – So, JETZT ABER … – das Telefon klingelt – ach ja stimmt, ich hatte dem Kinderarzt auf den AB gequatscht. „Leithe – ja, die Impfung ist fällig – ja, die Kleene kann auch schon Mittags – ach da sind sie nicht da – mh, dann ist das erst in 6 Wochen – o.k, danke“!
So, JETZT ABER … – 316 Spam-Mails löschen – ein paar Mails beantworten – einem vorübergehenden Nachbarn höflich winken – die Waschmaschine piepst – ein paar Mails beantworten – die Waschmaschine piepst immer noch – ein Angebot erstellen und versenden – die Waschmaschine schnell in den Trockner umräumen sonst macht mich das piepsen noch wahnsinnig (wenn ich es wegprogrammiere finde ich die nässe Wäsche erst am nächsten Tag, schon ausprobiert *zwinker*) – die Bügelwäsche schon mal mit runternehmen – im Wohnzimmer noch Gläser von gestern finden und schnell in die Spülmaschine räumen – wenn ich da jetzt noch 3 Teile reinstelle kann ich die auch anmachen – oh da steht noch die Packung von gestern, die nehm ich schnell mit in die Kammer – SO! JETZT ABER!!!!! – 2 Mails beantworten – Konzeptordner öffnen – 3 Zeilen überarbeiten – in Kundenangaben eingrooven – es Klingelt an der Tür – Paket für die Nachbarn.

11:00 Uhr – Kaffee, ich brauche jetzt DRINGEND einen Kaffee. Also ab in die Küche – auf demWeg dahin ein Paar Hausschuhe wegräumen – Kaffeemaschine anschmeißen – Milch holen – Kaffee machen – oh, wieso klebt denn da die Arbeitsfläche – iih, der Spüllappen stinkt – aufhängen – neuen holen – klebrige Stelle wegwischen – oh, und wer war da mit den Patschefingern wieder am Backofen – den könnte ich auch mal wieder saubermachen – nicht jetzt, JETZT muss ich arbeiten – wieder am Schreibtisch meldet das Handy eine Erinnerung – die erledige ich noch schnell und dann …. dann muss ich auf die Toilette, und was da passiert habe ich HIER schon mal eindrucksvoll geschildert. *schmunzel*

Bis ca. 15:00 Uhr habe ich dann noch Zeit. Aber dummerweise habe ich auch irgendwann Hunger und koche Mittagessen, klingeln noch mindestens 2 weitere Paketdienste, ruft meine Mutter/Freundin/andere Menschen an, piepst der Trockner und die Spülmaschine, holt ein Nachbar sein Paket ab, will die Kaffeemaschine eine Reinigung oder ist der Artikel in der Zeitschrift auf dem Klo so spannend.

Ich bin vermutlich ungeeignet für das Homeoffice

Wenn ich studiert hätte, wäre ich vermutlich noch immer nicht fertig, weil ich Zuhause nicht gelernt hätte. *augenroll* Das Homeoffice ist GROSSARTIG, versteht mich nicht falsch. Ich habe meine Firma bis hierher ja schließlich hier am Schreibtisch in den eigenen 4 Wänden gebracht. Aber irgendwie komme ich nun nicht weiter! Zumindest nicht effektiv.

Bisher war es extrem praktisch selbständig zu sein und Zuhause arbeiten zu können. Kein Berufsverkehr in dem ich wertvolle Zeit verschwende. Wenn ich ein krankes Kind hatte (und das Risiko eines zu haben ist bei 3 Kindern einfach echt hoch!) konnte ich einfach Zuhause weitermachen wie bisher. Kein Arbeitgeber dem ich mich „schon wieder“ erklären musste. Da ich online arbeite musste ich auch nur selten Termine absagen. Aber irgendwie reicht mir das nicht mehr! Seit die Kindergartenzeit vorbei ist, werde ich als Mutter auch gar nicht mehr SO SEHR gebraucht. Die Kinder haben einen Schlüssel und sind ganz froh wenn ich mal nicht da bin. Sind aber auch stinkig, wenn ich Nachmittags die nicht geschafften Sachen nacharbeite.

Natürlich nehme ich mir immer wieder vor am Vormittag NUR die Firma zu „bearbeiten“ und privates und Wäsche am Nachmittag zu erledigen, aber dann … ja dann kommt es wieder anders! *seufz*

Natürlich habe ich mir für jedes zu bearbeitende Thema eine eigene Ablage gemacht. Natürlich lasse ich auch den Haushalt mal liegen. Natürlich gehe ich nicht immer ans Telefon (*räusper* ist eben immer alles wichtig *augenroll*). Natürlich konzentriere ich mich ab und zu auch richtig. Aber eben nicht genug!

Ich muss das einfach komplett und rigoros trennen!
Und darum ziehe ich mit meiner die Firma heute aus!

Während dieser Artikel hier heute erscheint, sitze ich total motiviert und abgeschottet, von allem was mich bisher abgelenkt hat, in meinem neuen Büro! Ein Coworking-Platz in meiner Lieblings-Eventagentur, die eine ganz andere Zielgruppe hat als ich, wir uns aber hoffentlich perfekt Ergänzen und gegenseitig frischen Wind geben und „befruchten“. Wer das ist und wie es dazu kam erzähle ich ein Andermal. 🙂

Ich freue mich wahnsinnig auf die neuen „Kollegen“, von denen ich schon viele kenne und in mein Herz geschlossen habe, von denen ich aber in den nächsten Wochen auch noch einige neu kennenlernen werde. Seid bitte lieb zu mir, ich weiß, dass Ihr das hier lest! *kusshandzuwerf*

Ich habe ehrlich gesagt auch ein bisschen Bammel vor diesem Schritt. Geht das wirklich gut? Setzt mich das eventuell unter Druck, weil ich mich dort auch ein wenig nach denen richten muss? Lass ich die Tür auf oder mach ich sie lieber zu? Habe ich dann wirklich alle Unterlagen mit die ich vor Ort brauche? *hibbel* Schmeckt der Kaffee da überhaupt? *zwinker* … ich werde berichten!

Ein paar Fotos gibt es bis zum ausführlichen Bericht auf meinem Instagram-Account! Guck doch mal rein!

In diesem Sinne: Frohes Schaffen und drückt mir die Daumen!

Meine kleine Mütterbeichte … oder … Der kleine Spielehass möchte aus der Memoryecke abgeholt werden!

Ich muss mal was beichten! Ich habe eine Spiele-Allergie!

Also nicht direkt eine Allergie gegen Spiele oder das spielen allgemein! Es ist eher so eine Neue-Spiele-für-unseren-Haushalt-Allergie. Oder vielleicht doch eine allgemeine Gesellschafts-Spiele-Allergie!? Ach lies einfach weiter und bild Dir Deine eigene Meinung.

Wir ersticken in Spielen! Es gibt sie in ALLEN Größen, Formen, Farben und Schränken im Haus. Allergieauslöser in ALLEN Ecken und RAUEN Mengen! Es fing an mit den Exemplaren aus meiner Kindheit Ich entdeckte einige Spiele auf dem elterlichen Dachboden und als ich dann Kinder hatte nahm ich sie mit. Hinzu kommen die Spiele, die man als Erwachsener besitzt. Dann erbten wir sehr viele von der Verwandtschaft mit schon älteren Kindern. Irgendwann wünschten sich unsere Kinder dann bestimmte Spiele und zuguterletzt brachte quasi jeder Besuch Gesellschaftsspiele statt Schoki & Co. mit! Finde ich ja auch toll, mache ich aus pädagogisch wertvollen Gründen ja auch ab und zu wenn wir befreundete Familien besuchen fahren, aber dadurch besitzen wir wie ich nun bei der letzten Aufräumaktion feststellen musste 5 x Memory, 3 x Mensch-Ärger-Dich-Nicht, 6 x Würfel-Puzzle, 3 x Elfer-Raus, 3 x Monopoly, 128 Kartenspiele, usw. (Die 4.628 Puzzle erwähne ich hier jetzt nur am Rande!)

Dem Merchandising-Wahn der Spielindustrie sei Dank, selbstverständlich je eines von Barbie, Cars, Hello Kitty, Star Wars, Eiskönigin, Yakari und so weiter und so weiter!

Ich habe beschlossen, ich werde nun mal nach und nach einige Exemplare aus der Sammlung verschwinden lassen und wenn´se Keener vermisst, werden sie weitergeben! *flüster* Wir spielen nämlich sowieso immer die Gleichen!
Aber PSCHT! *zeigefingeraufdielippenleg*

Und das sind nur die, die im Wohnzimmer lagern…

DAS liegt allerdings an mir! *kleinlautzugeb*

Wir haben inzwischen natürlich auch ganz viele von diesen neu erfundenen Spielen. Damit die Merchandise-Werbe-Trommel weiter rotiert werden meiner Meinung nach echt ziemlich schwachsinnige Spiele erfunden. Damit wieder Großeltern auf die entzückten Schreie Ihrer Enkel in der Spielwarenabteilung reinfallen! *augenroll* Und wer darf das wieder ausbaden? RÖSCHTÖÖÖHHSCH! ICH! Wenn meine Kinder dann Nachmittags und am Wochenende kommen mit zuckersüßem Lächeln und diesem treuen Dackelblick: „Mamaaaahhh, spiel´n wir wahaaaas?“, dann antwortet die genervte und gestresste Mutter, auch wieder ich, in den positiven Fällen mit: „Aber nur was Schönes!“ Und MEINE Kinder wissen inzwischen ganz genau was das bedeutet, nämlich dass Mama keines von diesem neumodischen Kram spielen möchte!

Just for Info: In den negativen Fällen (die leider öfter vorkommen) kommt das übliche: „Nein, Mama hat keine Zeit!“

WENN ich dann also mal Zeit habe, will ich immer nur die üblichen Spiele spielen. Irgendwann halten die mich wahrscheinlich für altmodisch! *theatralischaugenroll* Aber ich bin nicht antiquiert, ich habe bloß ein etwas überfordertes Mami-Hirn. Ich bin auch nicht zu faul, echt nicht! Ich gebe einfach offen zu, ich kann und will mir diese komplizierten Spielregeln einfach nicht mehr merken. Selbst wenn ich mich da mal reingearbeitet habe (was meistens schon das Zeitfenster, was ich zum Spielen habe, ausfüllt), dann kann ich die doch schon nächste Woche nicht mehr. Geschweige denn in 3 Monaten wenn das Spiel das nächste Mal rausgekramt wird. Ich bleibe lieber bei MauMau, SchwarzerPeter & Co.

… NACH der Aussortier-Aktion!

Ausnahme 1: Ich spiele mit keinem einzigen Kind mehr (egal welche Altersklasse) auch nun eine einzige Partie Memory, da ist vorher schon klar wer gewinnt!

Ausnahme 2: Phase 10 … das habe ich vor ein paar Jahren gelernt und bin nun süchtig!!!

Und zum Glück sind die Kinder nun alt genug um in ganz schlimmen Langeweile-Phasen auch mal allein mit den Geschwistern oder Freunden Eines aus der Familiensammlung zu spielen. *frechgrins*

In diesem Sinne: Mal ehrlich! Wie oft spielst du mit Deinem Kind ein Gesellschaftsspiel?

Der ganz normale Wahnsinn … oder … Leben mit Pubertieren! #gastbeitrag

Manchmal entdecke ich schöne Texte bei Facebook-Freunden! Dieser hier ist von Angela Jeschonek. Wie wir uns gefunden haben kann ich schon gar nicht mehr so genau sagen. Auf jeden Fall „kennen“ wir uns nur online und das schon seit vielen Jahren. Ich verfolge mit wachsender Begeisterung, was Angela so ganz nebenbei für die Flüchtlinge tut und sende Ihr an dieser Stelle einfach mal ein DICKES DANKE!

Vor allem aber sage ich Ihr DANKE, dass ich diesen Ihren Text für Euch veröffentlichen darf, denn er bringt kurz und prägnant auf den Punkt wie der Morgen in einem Haushalt mit Pubertieren abläuft. Ich wünsche Dir viel Spaß beim lesen!

Frühsport als Pubertiermutter:

– Kaffee kochen
– Kinder (3 Stück) wecken
– Feuer machen
– Kinder (2 Stück) wecken
– Kind 1 zum Frühstück nötigen
– Kind 3 zum 3. Mal wecken
– 1. Schluck Kaffee trinken
– Kind 1 zur Schule verabschieden
– nach Kind 3 suchen und es aufgelöst auf seinem Bett finden. Die Brille ist nicht auffindbar.
– Zimmer auf der Suche nach der Brille durchforsten
– Zimmer auf der Suche nach der Brille umräumen
– Puls ist jetzt im roten Bereich
– Kind 2 zur Schule verabschieden. Dieses ist jetzt beleidigt, da ich den Zustand ALLER Kinderzimmer bemängele und für das Wochenende Aufräumen verordnet habe.
– Noch einmal Zimmer und Bett minutiös durchsuchen
– Brille finden
– feststellen, dass Kind 3 die ganze Zeit träumend im Bad saß
– 2. Schluck Kaffee trinken
– Kind 3 überrascht mit der Info, dass die Bücher bis heute eingebunden in die Schule gebracht werden müssen
– roter BEREICH!
– 3. Schluck Kaffee
– Kind 3 ist mittlerweile zu spät für die Bahn
– Kind 3 kommt mit einem Zettel, was für die Arbeitsmaterialen zu zahlen ist und meint, das müsste es heute, nach Fächer getrennt, mit zur Schule bringen
– HOCHROTER BEREICH!
4. Schluck Kaffee…

to be continued…

Ich habe herzlich gelacht, denn genau diese Szenen spielen sich hier quasi fast jeden Morgen sehr ähnlich ab. Hier ist es statt der Brille der Turnbeutel oder Ähnliches, aber sonst … GENAU! SO!

Ich hatte Angela gefragt ob wir die Reichweite des Blogs nicht auch nutzen könnten um auf eines Ihrer Projekte aufmerksam zu machen. Da sie aber alles im privaten Rahmen macht und keine Organisation ist, möchte sie lieber auf www.sea-eye.org aufmerksam machen und zu Spenden für diese tolle Hilfsorganisation aufmerksam machen. Wer also wie sie helfen möchte kann hier (Website) oder hier (Facebook) gerne spenden.

In diesem Sinne: Möchtest Du auch mal was loswerden? Welche Geschichte muss unbedingt mal an die Öffentlichkeit? Schreib mir an guest[at]kiko-slevents.de, ich veröffentliche gerne auch anonym!

Warum ich meine Kinder nicht vor allem schütze!

Ich bin absolut keine Helikopter-Mama! Ich betüdel nicht, ich glucke kaum und ich kontrolliere gar nicht. Meine Kinder werden zur absoluten Selbständigkeit erzogen. Ich kreise nie um sie herum. Ich schütze sie nicht vor Gefahren, schlechten Erfahrungen oder sonstigem Übel. Zumindest heute nicht mehr. Sie haben natürlich gelernt das Straßenverkehr, große Höhen und Gift gefährlich sind. Aber ansonsten müssen sie Ihre Erfahrungen selber machen. Und natürlich bin ich da wenn sie Fragen haben und nicht weiterkommen, aber Niemals würde ich Ihnen das Handeln abnehmen. Auch verbiete ich Ihnen selten etwas auszuprobieren weil es „sowieso nicht geht“. Es gibt höchstens Tipps wie ich es machen würde.

Was ist eigentlich das Gegenteil der Helikopter-Mutter? Die U-Boot-Mama?

Nun sind alle drei Kinder in der Schule. Dort treffen sie auf alle möglichen Lehrer aber auch auf alle möglichen Schüler. Diese Mitschüler sind teilweise gut erzogen. Sie sind teilweise höflich, teilweise sehr nett. Mit nett meine ich nicht nur, dass sie freundlich sind, sondern dass sie sozial und zwischenmenschlich „zu gebrauchen“ sind.

Die Kinder die ich als nett bezeichne, haben gelernt im Umgang mit Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Leider gibt es aber immer mehr Mitschüler, die aus der Art schlagen. Immer öfter treffen meine Kinder in den Schulen auf Kinder die Konflikte nicht verbal lösen können, sondern gleich los schlagen. Immer öfter erlebe ich es auch, dass Eltern ihre Kinder vor Mitmenschen dieser Art schützen wollen, indem sie einen Schulwechsel, einen Klassenwechsel oder sogar einen Umzug bei solchen Problemen in Erwägung ziehen. Vorher gibt es natürlich Beschwerden an den Klassenleiter, an den Elternrat und das große Geläster im Hintergrund. Meiner Meinung nach ist es wie unterlassene Hilfeleistung. Es ist die fehlende Erziehung, die fehlenden Grenzen, dieser Kinder die von Lehrern nicht aufgefangen werden kann. Das aber glaubt die Gesellschaft leider zu oft. Das ist aber ein anderes Thema. Das führt jetzt hier zu weit.

Ich schütze meine Kinder bewusst nicht vor diesen Mitmenschen

Und zwar weil sie den Rest ihres Lebens auf diese Art Menschen treffen. Sie werden später mit Kollegen dieser Art klarkommen müssen. Und wann sollen Sie diesen Umgang lernen wenn nicht schon in der Kindheit & Schule.

Und nun zahlt es sich aus!

Die Teenager Tochter macht gerade genau diese Erfahrung. Im Dezember wird es ein Schulpraktikum geben. Hierfür sucht sie derzeit eine Praktikumsstelle. Da sie Tierärztin werden möchte, kam ihr der Tierarzt in unserer Straße sehr gelegen. Sie ging in die Praxis und fragte nach der Möglichkeit ein Praktikum zu machen. Man fragte nach dem Datum, klärte ob es möglich ist, gab eine mündliche Zusage und die Bitte eine formlose E-Mail mit dem Datum zuzusenden. Sie schrieb die Mail mit den wichtigsten Daten und der Frage wann ein Termin für die Unterschrift des Schulformulares möglich wäre. Sie wartete. Aber auch nach mehreren Wochen kam keine Antwort. Ich riet ihr sich in der Praxis zu erkundigen, ob die E-Mail angekommen ist. Man vertröstete sie, und sie wartete weiter.

Nach den Ferien nun ging sie erneut in die Praxis und erkundigt sich. Nun wusste plötzlich niemand mehr etwas. Sie solle zwischen 10:00 und 11:00 Uhr den Arzt anrufen. Da sie zu dieser Zeit natürlich in der Schule ist habe ich das ausnahmsweise für sie übernommen.

Ich wurde direkt angeschnauzt, dass unsere Tochter nicht in Ihrer Planung steht. Ich wies höflich auf die E-Mail hin und die Aussage die sie Anfangs erfahren hatte. Gleich wurde ich wieder angemacht, ich müsste gar nicht so komisch fragen. Ich versuchte es erneut ruhig zu schildern, dass sie gebeten wurde eine E-Mail zu schicken und dass wir lediglich auf diese keine Antwort erhalten haben. Schnippische Antwort: „Dann muss ich den Doktor noch mal fragen ob er was bekommen hat. Der meldet sich dann. Aber so unfreundlich wie ihre Tochter gestern war, möchten wir sie sowieso nicht.“

Ich legte sehr irritiert auf und bin sprachlos, was sehr sehr selten vorkommt. Nachmittags riet ich der TT sich eine andere Praktikumsstelle zu suchen, da sie mit dieser „Person“ sonst vermutlich die 2 Wochen zusammenarbeiten müsse. Doch nachdem am späten Nachmittag eine Kollegin aus der Arztpraxis anrief und sich für alles entschuldigte ging sie hin und kam mit unterschriebenem Vertrag zurück. Sie will trotzdem da hin, weil „Mama, die schlecht gelaunten Leute gibt es doch überall, oder?“

In diesem Sinne: Vielleicht hab ich ja doch alles richtig gemacht.

 

Einschulung, Glücksmomente & ein Sandwich #freitagslieblinge vom 11. August 2017

DIE #freitagslieblinge werden diesmal eine Zusammenfassung der letzten 2 Wochen. Denn durch Einschulung und vielen anderen schönen aber auch unschönen Dingen bin ich am letzten Freitag einfach nicht zum bloggen gekommen.

Die Schule hat hier schon wieder begonnen. Der Sonnenschein wurde auf die Grundschule eingeschult, das Spanienkind ist von der Grundschule auf die Oberschule gewechselt und die TT hat eine neue Klassenlehrerin bekommen. Alles äußerst spannend.
Noch viel spannender aber: Das Spanienkind hat seit Dienstag merkwürdige Symptome und wir sind total verunsichert was das sein könnte. In der Grundschule fehlen, aufgrund eines Buchungsfehlers im neuen Dresdner Bestellsystem, alle Lernmaterialien UND, aufgrund eines grundsätzlichen Fehlers im Logiksystem des Bildungsministeriums *augenroll* insgesamt 4 Lehrer und deshalb kann noch kein Stundenplan erstellt werden. *seufz*

Um so wichtiger also wieder der positive Wochenrückblich (diesmal für 2 Wochen!)! *schmunzel*

Lieblingsessen

Das war ganz eindeutig das Mittagessen nach der Einschulung am letzten Samstag. Die Location hatte ich ungesehen von der Straße aus ausgesucht. Eine irre Dachterrasse in Dresden, von der man einen Traumblick über Zwinger, Dom, Schloss bis zur Elbe hat. Wir hatten von unten die Sonnensegel gesehen und beschlossen DA wollen wir feiern! Das Essen war mir egal! DA musste es sein. Und was soll ich sagen, das Essen war köstlich! Ich hatte ein Megasandwich mit Chips, die mir aber vom Jetzt-Schulkind gleich gemopst wurden. Die wollte vor Aufregung nämlich nichts bestellen! 🙂

Lieblingsbuch

Dieses Buch habe ich meiner Mama zum Geburtstag gekauft und mit den ersten Eintragungen geschenkt. Nun fülle ich Woche für Woche weiter aus und schwelge immer wieder gerne in Erinnerungen. Meine Mom hat sich sehr gefreut und ist sehr gespannt auf die restlichen Geschichten und Anekdoten. Ich hoffe sehr, dass meine Kinder so etwas später für mich auch machen. Wenn Ihr das also irgendwann mal lest meine Lieben…! *zwinker*

Lieblingsmoment mit den Kindern

Der war eindeutig nach der Einschulung vor dem Schulgebäude. Das Spanienkind hat seine absolute Leidenschaft entdeckt. Das fotografieren! Eigentlich verstecke ich mich ja zu solchen Anlässen gerne hinter der Kamera, damit nicht alle meine rührungstränenvollen Augen sehen. Aber diesmal hatte ich keine Chance. Der Sohn fragte, der Papa erlaubte und das Ergebnis ist eine Wucht! Ich als Hobbyfotografin bin unendlich stolz auf Ihn, denn er hat absolut ein Auge dafür. Die Fotos sind supertoll geworden und er hat den ganzen Tag Alles und Jeden aufgenommen. Und auch den Moment als der Sonnenschein aus der Schule kam war Ihm sehr wichtig. Bis ich zu Ihnen durchgedrungen war im Gewühl, nahm er sie in den Arm und meinte: „Mama, ich hab alles drauf!“ Ich bin vor Stolz mal wieder geplatzt und wusste nicht wen ich zuerst knutschen sollte.

Lieblings-Mama-Moment für mich

Ich war zwar ganz und gar nicht alleine, aber dieser eine Moment. In dem die spannendsten Momente der Einschulung vorbei waren und wir zum Mittagessen mit den Schwiegereltern, Freunden und meiner Mama auf meiner Super-Location-Dachterrasse-Über-Dem-Zwinger saßen, bin ich fast geplatzt vor Glück.
Ein Moment, in dem alles stimmte. Selbst jetzt beim schreiben kommen mir wieder die Tränen.

Lieblingsbesonderheit/Inspiration

Noch immer arbeite ich an meiner neuen Website. Und immer wieder überlege ich natürlich wie ich mich und meine Idee im Internet präsentieren möchte. Immer wieder verfalle ich in die Sprechweise, in der ich als Verkaufsleiterin die „Geschäftspost“ beantwortet habe. Aber das kommt mir so fremd vor. Das bin ich einfach nicht mehr. Und so geschwollene Kunden möchte ich auch gar nicht. Oder doch? Wenn ich Websites von „Mitbewerbern“ sehe zweifle ich an meinem saloppen Umgangston. Aber diese Woche bin ich bei zwei Arztterminen auf meine Tätigkeit als Eventberaterin angesprochen worden und wenn ich mich dann so in „Rage“ rede, dann fühle ich mich voll in meinem Element. Und das ist nun mal Offen, Ehrlich und Humorvoll mit Augenzwinkern. Bestätigt wurde das von einem Kloschild. Ja! Von einem WC-Hinweis-Schild. DAS IST GENAU MEIN STIL! *lachtot*

In diesem Sinne: Wie war denn Deine Woche???

P.S.: Hier geht es zu Anna, die die Idee für diese wundervolle Blogparade hatte und zu den anderen Bloggern die sich an dieser Aktion beteiligen!

Mama sein ist Sportler sein … aus dem #Archiv von 2013

2013 hatte sehr sportliche Ferien für Mama & Co. bereitgehalten!

Wir, Mama & Kids, waren in meiner Heimat in NRW und haben der Oma beim Umzug geholfen. DAS wäre ja eigentlich schon körperliche Ertüchtigung genug, aber dann kam wieder mal alles anders!

Der Plan war: Der Sonnenschein geht als Gastkind in meinen alten Kindergarten wo meine Tante noch immer arbeitet und unsere Älteste auch mal ein paar Monate KiGa-Kind war, als wir aus Spanien zurück in good old Germany waren und bei meinem Vater gewohnt haben. Die heutige TT und das Spanienkind helfen beim einpacken oder beschäftigen sich irgendwie. Zu diesem Zweck hatte ich extra 2 Exemplare meiner Grossen-Ikea-Taschen voll mit Beschäftigungs-Utensilien im Reisegepäck und war doch nochmal froh, dass bisher Keiner mein großes Familienkutschen-Ungetüm kaufen wollte. So ein 6-Sitzer hat ECHT seine Vorteile, aber das Cabrio gegen das er eingetauscht werden soll eben auch, aber ich schweife schon wieder ab! Sorry!

Also, wie bereits erwähnt, kam mal wieder alles ganz anders! Manchmal frage ich mich echt warum ich mir die Mühe mit der Vorplanung überhaupt mache. *augenroll*

Der Kindergarten hat eine neue Leiterin und die ist „dagegen“! *brummel* Na gut, dann muss der Sonnenschein eben auch beim Umzug helfen und das ist mit einer neugierigen 3-Jährigen in einem Haushalt wo nun alles zum Einpacken herumsteht nicht einfach! Das hat was von der Disziplin Hürdenlauf, denn wenn Frau dann mal schnell was retten muss, ist ja meistens ein Karton im Weg! Zum Glück war uns der Wettergott hold und zumindest die „Großen“ waren ab und an auf dem Spielplatz.

Übernachtet haben wir bei anderen Familienmitgliedern, so dass wir jeden Morgen nach dem Frühstück aufbrachen zum Helfen. Und ich kann Euch sagen, bis alle mit den richtigen Schuhen und den richtigen Jacken im richtigen Kindersitz sitzen, das hat was vom Equipment-Chef einer Fußballmannschaft die ich zum Training fahre. So komme ich mir mit meinem Riesenauto ja sowieso immer vor! Dabei wäre ich ja lieber Spielerfrau …. mit gepflegten Fingernägeln und so! *zwinker*

Als wir in die „Ferien“ starteten war schon zu erkennen, dass das Spanienkind eine Erkältung bekam und litt, wie nur Männer leiden können. Nach dem ersten Umzugshelfer-Tag fiel er dann schon vor dem Abendbrot völlig fertig in die Federn (so fallen die sonst nur beim Stabhochsprung auf die Matte!) und ich wäre nach Hürdenlauf und Spielerbetreuung am liebsten gleich auch da geblieben. Aber der Rest der Bande hatte Kohldampf und wollte vom Trainer, äääh von Mama ja noch motiviert werden um auch den nächsten Wettkampf, äääh Umzugstag zu überstehen! Na und dann vollzogen wir in den nächsten Tagen den üblichen Erkältungs-Staffel-Lauf. Der Staffelstab mit den Bakterien wird dann natürlich immer weitergegeben, so dass wir auch garantiert 3 Wochen was von den Viren haben und Einer nach dem Anderen leidet. Warum auch alle gleichzeitig … wäre ja total langweilig! *schmunzel*

Na und den üblichen Triathlon kennt frau als Mutter ja auch von Zuhause: Waschen-Bügeln-Wegräumen … oder nach dem Urlaub: auspacken-sortieren-wegräumen … oder kochen-spülen-Reste essen …

In diesem Sinne: einen sportlichen Tag Euch Allen!

We are proudly present … Müttertiere … Anja´s Abwasch! #gastbeitrag

Meine Lieblings-Anja-Autorin von „Anja´s Abwasch“ hat mir wieder einen Text zur Verfügung gestellt. Heute schreibt sie …

… über Muttertiere

Mutter werden ist nicht schwer. Und wenn doch, tickt die biologische Uhr irgendwann so laut, dass man nicht mehr schlafen kann und die Stunden am besten sinnvoll nutzt, das Ticken zum Schweigen zu bringen.

Sogar das Schwangersein hat schöne Seiten, solange man sich in etwa merken kann, wo die Taille gesessen hat und nicht frustriert ist, dass man sie in gleicher Form meistens nie wieder sehen wird. Es sei denn man ist 18, hasst gutes Essen und hat die Goldmember-Card des örtlichen Fitnessstudios.

Ich nehme jetzt einfach mal den Fall, dass eine Frau sich bewusst entscheidet, aus ihrer Beziehung eine Familie mit Kindern zu machen. Und ihr Partner das klasse findet.
Von mir aus kann sie auch alleinerziehend sein nach einem ONS und sich trotzdem freuen. Und ja, das ganze kann auch im Labor stattfinden oder in einem Waisenhaus. Wobei letzteres, mal nebenher, die beste Alternative für die Taille ist.

Ich war (und bin) eine dieser bewussten Frauen. Engagiert, und wild entschlossen, die beste Mama zu sein, die man haben kann. So wie wahrscheinlich alle Frauen, die sich auf Kinder freuen. Und ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt! Auch wie alle Frauen.
Wenn man Mutter wird, willigt man ein, sich lebenslang Sorgen zu machen. Man wird, selbst wenn die Kinder 40 sind, noch immer darüber nachdenken, ob sie nicht zu einer Sekte überlaufen, einen Herzinfarkt kriegen, dem Alkohol verfallen, ihre Ehe ruinieren, oder ohne Fire-Wall im Internet surfen bzw. ohne Kondome Sex haben. (was eigentlich fast das gleiche ist)

Bestenfalls gibt man sich nur die Schuld daran, dass sie nicht ordentlich arbeiten, putzen, Steuerklärungen ausfüllen.
Normalerweise sollte man sich darauf verlassen, dass man seinen Kids schon alles wichtige mitgeben konnte. Nahrung, Kleidung, Ausbildung und (viel wichtiger!) Herzensbildung. Und vieles erledigt auch das Leben: z.B. dass nicht die mütterliche Mahnung, sondern der Kniefall vor einer Toilette bei Freunden, um drei Uhr morgens den Sohn/die Tochter lehrt, dass man nach einer halben Flasche Wodka nicht mehr Headbangen sollte.

Sich lebenslang sorgen zu müssen ist Stress. Sich für jedes gesellschaftliche / schulische / arbeitstechnische Fehlverhalten des Familienkollegen verantwortlich fühlen zu müssen ist Stress. Kummer zu haben ist Stress. Angst haben zu müssen, alles falsch gemacht zu haben, ist noch mehr Stress. Falls die Kinder uns also annöhlen, wir sollten ihnen doch endlich mal was zutrauen oder ihnen vertrauen, erliegt der Nachwuchs einem ganz alten Fehlschluss.
Wir zweifeln gar nicht an Ihnen! Wir zweifeln an uns!

Diese Erfahrung ist hart. Wie vor Wodka+Headbanging aber eine die man machen muss, um sie zu verstehen. Und so, wie die Party einfach cool war und man doch grinsen muss, dass man sich so abgeschossen hat, erfährt man beim Muttersein Verbundenheit, Gelächter, Staunen, Ruhe, Nähe, Wärme, Dankbarkeit, Lebendigkeit und … wow! … bedingungslose Liebe …

Meiner biologischen Uhr an dieser Stelle verbindlichsten Dank – ich liebe es jede einzelne Sekunde ein Muttertier zu sein.

Und Mama: Gut gemacht! Ehrlich!

In diesem Sinne: Ich hab da jetzt was im Auge! *schnüff* DANKE ANJA!