Von Spaghetti über Kinderarzt bis Hochzeit! Die 5 Freitagslieblinge! #freitags5 #36/16

Diese Woche war mal wieder voller Überraschungen! Es war wie immer nichts, wie ich es mir vorgenommen hatte. Also alles wie immer! *augenroll*

Lieblingsessen
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Gab es gleich am Montag! Der Sonnenschein bekam in der Nacht zuvor, quasi direkt nach dem Tatort, Fieber und schlief die ganze Nacht unruhig zwischen uns. Ich schlief also nicht viel, verlegte das Homeoffice ins Bett neben das Jammerkind und dort gab es dann auch Mittagessen. DAS WAR SCHÖN! 🙂 Zumindest für mich, denn sie hatte da schon keinen Hunger mehr. Es gab mein Lieblingsgericht. Gebratene Nudeln (Rest vom Vortag!) mit Rührei und Ketchup! Yammi!

Lieblingsbuch
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Eigentlich wollte ich ja mit dem neuen Buch vom Familienbetrieb beginnen, das ich letzte Woche erhalten habe, aber das hier ist so spannend und so herrlich geschrieben, das ich nicht mehr aufhören kann. Das hat meine Freundin hier vergessen und bevor ich es Ihr nachschicke lese ich das schnell. Ist zwar kontraproduktiv zum fehlenden Schlafpensum, was aber seit Dienstag mit kotzendem Kind dann auch egal war.

Das Foto hier an schlafendem-Fieberkind-Fuß! 😉

 

 

Lieblingsmoment mit den Kindern
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War auch gleich am Montag. Beim Kinderarzt! Das Pubertier hatte Termin für eine Impfung. Das Spanienkind bekam seine erste Hyposensibilisierungs-Spritze und das Fieberkind haben wir dann auch gleich vorgestellt. (Verdacht auf Mandelentzündung oder Scharlach, was sich aber nicht bestätigt hat).
Wir saßen gemeinsam auf der Bank im Warteflur und haben uns über Gott und Welt unterhalten. Einfach echt unterhalten! Sehr selten, denn normalerweise streiten sie sich wer a) neben mir sitzen darf und/oder b) welches Buch/Puzzle wer gucken/machen darf und/oder c) wer als erster dran kommt und/oder d) labern mich voll wenn ich mit der Schwester noch was zu klären habe. Diesmal nicht! Es war echt wie die Musterfamilie ausm Fernsehen. Schade, dass das keiner gesehen hat! 😉

Lieblings-Mama-Moment für mich
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Unglaublich, aber der einzige Moment in dieser Woche, den ich nur für mich hatte, war die Schulanmeldung der Jüngsten. Das Spanienkind blieb Zuhause beim kranken Sonnenschein und das Pubertier hatte (wie nun immer) superlange Schule. So fuhr ich schnell zur Grundschule um noch die Formalitäten zu erledigen. Den Probeunterricht hatte sie zum Glück durch Zufall schon in der letzten Woche erledigt. Es war schon die zweite Anmeldung für Sie, denn im letzten Jahr haben wir sie zurückstellen lassen. Wie einfach das in Sachsen war, habe ich diese Woche schon hier verbloggt. 🙂

Lieblingsbesonderheit / Inspiration
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Am Donnerstag haben unsere Nachbarn geheiratet. Und da man wie so oft keinen Reis werfen darf vorm Standesamt, hatte ich mir was anderes einfallen lassen! (Das werde ich die Tage auch verbloggen)
Wir waren natürlich etwas zu früh und die waren etwas verspätet dran, so dass der Sonnenschein und ich in Ruhe die anderen frisch verheirateten Brautpaare und Ihr Gefolge beobachten konnten. Es war himmlisch! Es war so eine friedliche Stimmung in dem kleinen Park drumherum, obwohl es an einer stark befahrenen Straße liegt. Es war alles fröhlich, es waren alle so glücklich, so gespannt, so aufgeregt. Es herrschte eine echt so wundervolle Stimmung rund um das Gebäude mit seinen alten Steinstufen und den darauf gestreuten bunten Blütenblättern. Ich bin noch heute total beseelt von diesem Glück, das dort so sehr zu spüren war. *verliebtblinzel* Ich freue mich nun sehr auf die freie Trauung morgen, zu der wir eingeladen sind!
Falls nicht noch ein Virus dazwischen kommt, denn das Pubertier liegt seit heute Nachmittag mit Fieber aufm Sofa! *augenroll*

So, das wars schon wieder mit meinen 5 Freitagslieblingen.

Guck gerne auch mal bei Anna und den anderen Bloggern rein.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!!! *träller*

Der Allergietest! Von Blutabnahmen, Haut-Pieksern und Krankenkassen! The Neverending Story!

Mit drei Kindern ist frau als Mutter ja Krankheitsthematisch so EINIGES gewöhnt. Die Chance das hier Jemand krank wird ist bei 5 Familienmitgliedern einfach sehr hoch! 🙂 In der Kinderklinik grinsen die inzwischen schon wenn sie mich sehen. Zusätzlich nehmen zwei meiner Kinder als Diabetiker-Abkömmlinge an einer Diabetis-Studie teil. Wegen regelmäßiger Blutabnahmen kommen mir die ganzen Arzt-Nachbarinnen und -Verwandten da oft sehr gelegen. 🙂

Aber immer wenn ich denke wir kennen uns nach Hufeisennieren, Doppelmilz, Pseudo-Krupp, Schönlein-Hennoch und sonstigen wohlklingenden Ausschlägen, Röchelattacken und schnellwachsenden Wucherungen an Kinderkörperteilen nun aus, fällt dem Universum was NEUES ein! … Es könnte ja sonst langweilig werden! … Überleg ma! *augenroll*

O.k. das mit den Hausstaubmilben beim Spanienkind ist nicht wirklich neu, aber nachdem wir nun seit ca. 2 Jahren die Sache mit der entsprechenden Bettwäsche (die wir in jedes Hotel mitschlörn´) und Homöopathischen Mitteln recht gut im Griff haben, hatte er bei dem ersten schönen Wetter in diesem Jahr einen völlig unerwarteten Asthma-Anfall. Mein mütterlich sorgenvoller erster Gedanke: „Och nö, nicht auch noch Heuschnupfen!“

Genetisch gesehen wissen wir wo es herkommt. Seine Onkels haben nämlich sowohl auf meiner Seite als auch auf der des Göttergatten ebenfalls Allergien & Asthma. Und auch die Cousins sind größtenteils gegen irgendwas allergisch. Das schwache Geschlecht halt! *zwinker* Was mir in dem Zusammenhang aber z.B. auch aufgefallen ist, es sind immer die mittleren Sandwichkinder, sowohl mein Bruder als auch mein Schwager. Und auch der Cousin! … aber das nur am Rande! *lach*

Die Hausstaubmilben-Allergie hatte unsere Homöopathin festgestellt, da wir wie HIER beschrieben seinerzeit leider keinen einzigen Kinderarzttermin in ganz Dresden und Umgebung bekamen.
Nun haben wir aber eine neue Ärztin in „unserer“ Kinderarztpraxis, die nun endlich einen Allergietest machen konnte. Es sollte ein Prick-Test werden, da ich aber um Überprüfung von weiteren Allergenen bat, die ich gerne gewusst hätte, gab es eine Blutabnahme. So wurde getestet auf: Hausstaub (um ganz sicher zu sein), Pollen (weil ich ja Heuschnupfen vermutete), Tierhaare (weil wir sehr gerne einen Hund anschaffen würden, ich aber auch da Reaktionen bereits in Verdacht hatte), Schalentiere (weil die Veranlagung in der Familie vorhanden ist) und sonstige Lebensmittel (weil auch da bereits viel familiär vorhanden ist).

Soweit der Plan! Nun ist es aber so, dass die Krankenkasse pro Quartal nur 5 „Punkte“ zum testen finanziert. Und da ich nicht nur Heuschnupfen zum testen haben wollte, sondern mehrere, hat dieser Bluttest für uns nur ergeben, dass er auf Auslöser reagiert, die man einatmet. Somit wussten wir dann zwar nun, dass es keine Lebensmittel sein können, aber so richtig genau war das Ergebnis dieses Tests dann so nun leider auch nicht wirklich. Ob das nun an Dusseligkeit oder Unwissenheit der Ärztin oder Praxishilfen lag, weiß ich nicht, ist mir auch egal. Fazit aber war nun: Entweder wir warten bis zum nächsten Quartal (=knapp 3 Monate, denn es war Anfang April) oder wir machen den Prick-Test, den finanziert die Krankenkasse nämlich auch noch. Gesagt getan. Und das ist es was ich Euch eigentlich erzählen wollte, denn das finde ich immer wieder voll spannend und habe Dir mal ein paar Fotos gemacht!

Ersteinmal wurde der Arm gereinigt und mit Zahlen und zwei Buchstaben beschriftet.

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Dann wurden neben den Zahlen und Buchstaben jeweils ein Tropfen des Allergens, also des Allergieauslösers (aufgelöst in Kochsalzlösung) getropft.

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Anschließend wurde mit einem Piekser in der Mitte des Tropfen ein Loch in die Haut gepiekst, so das der eventuelle Auslöser direkten Kontakt mit dem Körper bekommt. Direkt danach wurden die Tropfen mit einem Tuch wieder aufgesaugt und wir durften für 15 Minuten zurück ins Wartezimmer. Dort beobachteten wir dann gespannt wie die Haut reagiert. Es bildeten sich nämlich an den Pieksstellen kleine und große Quaddeln, also dicke Stellen wie bei Insektenstichen.

20160502_152309Das „K“ steht für Kochsalzlösung, wenn der Körper auf diese Flüssigkeit reagiert, dann ist der gesamte Test hinfällig, weil der Körper dann eine Reaktion an allen Stellen zeigt. Denn dann ist der Auslöser nicht das Allergen, sondern die Kochsalzlösung in dem es gelöst ist.

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Das „H“ steht für Histamin, der Stoff im Körper der (unter vielen Anderem) für die Schwellung als Hautreaktion verantwortlich ist. (Extrem spannender Stoff für mich als Histamin-Intolerante *zwinker*)

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Pro Zahl gibt es dann einen anderen Auslöser (die vermutlich bei Jedem Hersteller dieser Tests anders sind und daher von mir hier nicht detailliert zugeordnet werden) und man kann anhand der Größe der Quaddel dann ablesen ob es sich um eine „echte“ Allergie handelt oder um eine „geringe“ Reaktion. Eine echte Allergie ist es erst ab einer gewissen Größe der Quaddel und dem Verhältnis, zur Größe der H-Quaddel. Wenn also die Quaddel an der 7 die Größe der H-Quaddel erreicht, dann IST es eine Allergie! Gelten tut die Größe, welche nach 15 Minuten vorhanden ist. Denn nach dem pieksen werden erst einmal alle Stellen dicker durch das pieken und nur bei allergischen Reaktionen wird es noch dicker und fängt meistens dann auch an zu jucken und eine Hautrötung tritt ein.

Wir wissen nun das der Sohn auf Beide Hausstaubmilben-Sorten extrem reagiert (was ja keine wirklich neue Erkenntnis ist), er reagiert ein klitzekleines bisschen auf Birke (was auch nicht verwunderlich ist, denn das mache ich auch) auf eine Schimmelpilzart (denen man sich aber allgemein ja nicht wirklich aussetzten sollte) und Katze (was auch nicht weiter schlimm ist, denn ich mag keine Katzen und wir kennen auch nicht viele die eine haben). Was aber bedeutet: Wir dürfen wahrscheinlich doch einen Hund haben! *freu* Das ist nämlich quasi fest geplant gewesen für nach dem nächsten Umzug, aber nach einem Asthma-Anfall nach Kontakt mit dem Hund meines Bruders erstmal gestrichen war!

Nun steht als nächstes eine Desensibilisierung (oder Hyposensibilisierung, oder Spezifische Immuntherapie – ist übrigens alles das Gleiche!) an. Ich werde weiter berichten!

In diesem Sinne: Ein Allergietest ist VOLL spannend! Hast Du auch eine Allergie?

… und die Sache mit den Logopäden! #logopädieverweigerung

Mit drei Kindern in immer wieder unterschiedlichen Städten und Ländern macht frau & mutter ja so Ihre Erfahrungen! Vor allem mit Ärzten & Therapeuten!

Heute berichte ich Dir mal meine Erfahrungen mit dem Thema Logopädie!

Das gelispelte „S“!

Das erste Mal wurde ich im Kindergarten in NRW damit konfrontiert, dass unser Kind UNBEDINGT zum Logopäden muss. Die Kindergärtnerin eröffnete mir beim Abholen meines heutigen Pubertiers, seinerzeit 4 Jahre alt, sie würde lispeln! Ich fiel aus allen Wolken und das Spanienkind, seinertzeit 1 Jahr alt, fast von meinem Arm! SOFORT sausten in meinen Mutterhirnwindungen die Gedanken Achterbahn: Warum ist mir das nicht aufgefallen? … Stimmt das? … Das hätte ich doch merken müssen! … Ich bin eine schlechte Mutter!

Ich schnappte mir meine Kinder und fuhr heim. Grübeln! Nachdenken! Genau hinhören! Erst mal unternahm ich gar nichts und beobachtete die Aussprache meiner Tochter. ABER, ich hörte einfach kein lispeln. Zufällig fiel in die Zeit ein Kinderarzttermin und ich sprach Ihn darauf an. Er grinste nur wissend und meinte ich solle mir überhaupt keine Sorgen machen. a) hätten wir schließlich die letzten 2 Jahre in Spanien gelebt und sie hätte vermutlich noch die Angewohnheit das „s“ mit der Zunge an die Zähne stoßend auszusprechen, das hat sie in Spanien zuhause beim Deutsch sprechen natürlich nicht gemacht, aber im Kindergarten dann eben doch! b) würde er persönlich kein Kind vor dem Zahnwechsel zum Logopäden schicken, denn dadurch würden sich meistens all solche „Sprachfehler“ von alleine regeln und c) beobachtet er schon lange, dass die Logopäden Patientenmangel hätten und die Empfehlungen für immer jüngere Kinder ausgesprochen werden. Beruhigt ließ ich alles so wie es war und es ging von ganz alleine mit der Zeit weg!

Das Nuscheln!

Gleicher Kindergarten, anderes Kind! Das Spanienkind war ebenfalls 4 Jahre alt, als mich die Amtsärztin bei einem Test im Kindergarten, dessen tollen Namen ich leider vergessen habe, darauf hinwies, dass mein Sohn nuscheln würde. Wieder fiel ich aus allen Wolken und nun der Sonnenschein fast von meinem Arm!

Ich also wieder heim! ZUHÖREN! *augenroll* Bin ich echt so eine schlechte Mutter? Der Göttergatte und ich hörten also ab sofort genauer hin. Und eines Abends war es dann ganz schnell klar. Ich schickte die Kinder hoch Ihre Zimmer aufräumen und der Sohn meinte in tiefstem rheinländischen Singsang-Slang: „Nöh, mach isch nisch!“ – Da war mir alles KLAR! … Der han in seiner Gruppe innem Kindergarten sonne röschtösche rheinländische Erzieherin, Liebelein, dat Pänz kenntet jarnet anners! Und da meine Mutter und deren Vorfahren ausm Rheinland kumme, war mir das ja mal gar nisch uffjefalle! Also widda nüscht für de Logopäde!

Drei Monate nach dem Umzug nach Dresden / Sachsen sprach mich ebenfalls die entsprechende Amtsärztin von dem dortigen Test im nun säschsischen Kindergarten an, ob mir schon aufgefallen wäre, dass unser Sohn überhaupt kein „sch“ spricht! Von DEM Gesichtsausdruck in meinem Gesicht hätte ich ja zu gerne ein Foto gehabt! Ich prustete vor Lachen dann los und erzählte was man mir 6 Monate zuvor in NRW erzählt hätte!

Spätes Sprechen und nicht vollständige Wörter

Sächsischer Kindergarten, 3. Kind. Der Sonnenschein hat im Vergleich zum Spanienkind, der schon spät war, echt SEHR SPÄT wirklich gesprochen. Natürlich hat sie sich verständlich machen können, aber Sprache war lange nicht Ihre Stärke. Kaum hatte sie nach einem langen Besuch in NRW nun endlich aufgeholt, da sprach mich Ihre Kindergärtnerin an, ob mir aufgefallen wäre wo es noch immer ein wenig hapern würde. Da ich stolz war, dass sie nun überhaupt so toll sprechen kann und man sich endlich mal mir Ihr unterhalten konnte, fiel ich zwar nicht aus den Wolken, aber doch zumindest von meinem Stolze-Mama-Thron. *traurigguck*

Ich nahm also die Möglichkeit an, dass die Logopädin, die sowieso einmal die Woche in den Kindergarten kommt um Kinder zu therapieren, sich die Lütte mal anzugucken. Ich ahnte zwar schon was kommt *mitdemfingerunterdemaugezieh*, aber warum auch nicht!

In dem „ausführlichen“ Bericht, auf zwei Klebezetteln, in mikroskopisch kleiner Schrift (anschließend war klar, wir brauchen eine Brille aber keine Logopädin!) stand nun genau aufgelistet wo es noch nicht so gut klappt (es handelte sich um die Sachen die sich in den letzten Wochen schon rapide verbessert hatten und sicherlich auch weiterhin entwickeln würden) UND …. Dass sie die Wortenden verschlucken würde!

Da brach ich dann erneut in schallendes Gelächter aus, hatte ich doch in Dresden schnell gelernt und auch schon gelesen, dass die Sachsen die Wortenden einfach weglassen. Die schönste Begründung dafür fand ich hier! „…nicht aus Faulheit, sondern der Grund ist die effektive Zeitersparnis. So können Sachsen mit weniger Aufwand und in kürzester Zeit viel mehr sagen.“

In diesem Sinne: Gib Deinem Kind die Zeit die es braucht um sprechen zu lernen.