Der Allergietest! Von Blutabnahmen, Haut-Pieksern und Krankenkassen! The Neverending Story!

Mit drei Kindern ist frau als Mutter ja Krankheitsthematisch so EINIGES gewöhnt. Die Chance das hier Jemand krank wird ist bei 5 Familienmitgliedern einfach sehr hoch! 🙂 In der Kinderklinik grinsen die inzwischen schon wenn sie mich sehen. Zusätzlich nehmen zwei meiner Kinder als Diabetiker-Abkömmlinge an einer Diabetis-Studie teil. Wegen regelmäßiger Blutabnahmen kommen mir die ganzen Arzt-Nachbarinnen und -Verwandten da oft sehr gelegen. 🙂

Aber immer wenn ich denke wir kennen uns nach Hufeisennieren, Doppelmilz, Pseudo-Krupp, Schönlein-Hennoch und sonstigen wohlklingenden Ausschlägen, Röchelattacken und schnellwachsenden Wucherungen an Kinderkörperteilen nun aus, fällt dem Universum was NEUES ein! … Es könnte ja sonst langweilig werden! … Überleg ma! *augenroll*

O.k. das mit den Hausstaubmilben beim Spanienkind ist nicht wirklich neu, aber nachdem wir nun seit ca. 2 Jahren die Sache mit der entsprechenden Bettwäsche (die wir in jedes Hotel mitschlörn´) und Homöopathischen Mitteln recht gut im Griff haben, hatte er bei dem ersten schönen Wetter in diesem Jahr einen völlig unerwarteten Asthma-Anfall. Mein mütterlich sorgenvoller erster Gedanke: „Och nö, nicht auch noch Heuschnupfen!“

Genetisch gesehen wissen wir wo es herkommt. Seine Onkels haben nämlich sowohl auf meiner Seite als auch auf der des Göttergatten ebenfalls Allergien & Asthma. Und auch die Cousins sind größtenteils gegen irgendwas allergisch. Das schwache Geschlecht halt! *zwinker* Was mir in dem Zusammenhang aber z.B. auch aufgefallen ist, es sind immer die mittleren Sandwichkinder, sowohl mein Bruder als auch mein Schwager. Und auch der Cousin! … aber das nur am Rande! *lach*

Die Hausstaubmilben-Allergie hatte unsere Homöopathin festgestellt, da wir wie HIER beschrieben seinerzeit leider keinen einzigen Kinderarzttermin in ganz Dresden und Umgebung bekamen.
Nun haben wir aber eine neue Ärztin in „unserer“ Kinderarztpraxis, die nun endlich einen Allergietest machen konnte. Es sollte ein Prick-Test werden, da ich aber um Überprüfung von weiteren Allergenen bat, die ich gerne gewusst hätte, gab es eine Blutabnahme. So wurde getestet auf: Hausstaub (um ganz sicher zu sein), Pollen (weil ich ja Heuschnupfen vermutete), Tierhaare (weil wir sehr gerne einen Hund anschaffen würden, ich aber auch da Reaktionen bereits in Verdacht hatte), Schalentiere (weil die Veranlagung in der Familie vorhanden ist) und sonstige Lebensmittel (weil auch da bereits viel familiär vorhanden ist).

Soweit der Plan! Nun ist es aber so, dass die Krankenkasse pro Quartal nur 5 „Punkte“ zum testen finanziert. Und da ich nicht nur Heuschnupfen zum testen haben wollte, sondern mehrere, hat dieser Bluttest für uns nur ergeben, dass er auf Auslöser reagiert, die man einatmet. Somit wussten wir dann zwar nun, dass es keine Lebensmittel sein können, aber so richtig genau war das Ergebnis dieses Tests dann so nun leider auch nicht wirklich. Ob das nun an Dusseligkeit oder Unwissenheit der Ärztin oder Praxishilfen lag, weiß ich nicht, ist mir auch egal. Fazit aber war nun: Entweder wir warten bis zum nächsten Quartal (=knapp 3 Monate, denn es war Anfang April) oder wir machen den Prick-Test, den finanziert die Krankenkasse nämlich auch noch. Gesagt getan. Und das ist es was ich Euch eigentlich erzählen wollte, denn das finde ich immer wieder voll spannend und habe Dir mal ein paar Fotos gemacht!

Ersteinmal wurde der Arm gereinigt und mit Zahlen und zwei Buchstaben beschriftet.

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Dann wurden neben den Zahlen und Buchstaben jeweils ein Tropfen des Allergens, also des Allergieauslösers (aufgelöst in Kochsalzlösung) getropft.

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Anschließend wurde mit einem Piekser in der Mitte des Tropfen ein Loch in die Haut gepiekst, so das der eventuelle Auslöser direkten Kontakt mit dem Körper bekommt. Direkt danach wurden die Tropfen mit einem Tuch wieder aufgesaugt und wir durften für 15 Minuten zurück ins Wartezimmer. Dort beobachteten wir dann gespannt wie die Haut reagiert. Es bildeten sich nämlich an den Pieksstellen kleine und große Quaddeln, also dicke Stellen wie bei Insektenstichen.

20160502_152309Das „K“ steht für Kochsalzlösung, wenn der Körper auf diese Flüssigkeit reagiert, dann ist der gesamte Test hinfällig, weil der Körper dann eine Reaktion an allen Stellen zeigt. Denn dann ist der Auslöser nicht das Allergen, sondern die Kochsalzlösung in dem es gelöst ist.

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Das „H“ steht für Histamin, der Stoff im Körper der (unter vielen Anderem) für die Schwellung als Hautreaktion verantwortlich ist. (Extrem spannender Stoff für mich als Histamin-Intolerante *zwinker*)

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Pro Zahl gibt es dann einen anderen Auslöser (die vermutlich bei Jedem Hersteller dieser Tests anders sind und daher von mir hier nicht detailliert zugeordnet werden) und man kann anhand der Größe der Quaddel dann ablesen ob es sich um eine „echte“ Allergie handelt oder um eine „geringe“ Reaktion. Eine echte Allergie ist es erst ab einer gewissen Größe der Quaddel und dem Verhältnis, zur Größe der H-Quaddel. Wenn also die Quaddel an der 7 die Größe der H-Quaddel erreicht, dann IST es eine Allergie! Gelten tut die Größe, welche nach 15 Minuten vorhanden ist. Denn nach dem pieksen werden erst einmal alle Stellen dicker durch das pieken und nur bei allergischen Reaktionen wird es noch dicker und fängt meistens dann auch an zu jucken und eine Hautrötung tritt ein.

Wir wissen nun das der Sohn auf Beide Hausstaubmilben-Sorten extrem reagiert (was ja keine wirklich neue Erkenntnis ist), er reagiert ein klitzekleines bisschen auf Birke (was auch nicht verwunderlich ist, denn das mache ich auch) auf eine Schimmelpilzart (denen man sich aber allgemein ja nicht wirklich aussetzten sollte) und Katze (was auch nicht weiter schlimm ist, denn ich mag keine Katzen und wir kennen auch nicht viele die eine haben). Was aber bedeutet: Wir dürfen wahrscheinlich doch einen Hund haben! *freu* Das ist nämlich quasi fest geplant gewesen für nach dem nächsten Umzug, aber nach einem Asthma-Anfall nach Kontakt mit dem Hund meines Bruders erstmal gestrichen war!

Nun steht als nächstes eine Desensibilisierung (oder Hyposensibilisierung, oder Spezifische Immuntherapie – ist übrigens alles das Gleiche!) an. Ich werde weiter berichten!

In diesem Sinne: Ein Allergietest ist VOLL spannend! Hast Du auch eine Allergie?

… Ferien-Tagebuch geblogge … Tag 15 – 18 !

So Ihr Lieben, weiter geht es mit den Berichten aus 44 Tagen „VOLLZEITMAMA“! 😀

Unsere 6 Wochen Sommerferien teilen sich auf in:
2 Wochen Dresden -> @home mit weiterlaufendem Kindergarten für die Lütte
2 Wochen Münster, Dortmund, Köln -> Mama & Kids bei Familie & Freunden in NRW
2 Wochen (Ziel suchen wir noch) -> gemeinsame Familienferien mit Papa

Die ersten 2 Wochen sind nun rum!
Tag 15 & 16 verlaufen wie „normales“ Wochenenden!
§
Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass ich Samstags letzte Besorgungen für den Urlaub mache, KEINEN schönen Bikini finde, weite Strandkleider kaufe weil ich mich mal wieder fett finde und währenddessen in den Umkleiden zugegebenermaßen die „Ruhe“ ohne Kinder genieße. 🙂
§1
Sonntags fange ich mit Kofferpacken an, stelle zwischen Kleiderschrank und Koffer erleichtert fest, dass der Bikini vom Vorjahr doch noch passt. 😉
Und dass ALLE Kinder IMMER um mich und die Koffer geturnt sind muss ich wohl nicht extra erwähnen, oder? *augenroll*
ODER???

Tag 17
Montag, da heute der letzte Abend meines Yoga-Kurses ist, fahren wir erst Dienstag! Heute wollte ich noch in aller Ruhe das Haus aufräumen, die letzten Sachen einpacken und den Tag mit den Kindern genießen! Doch dann …. war es wieder einer dieser Tage!

Ich hatte gedacht, ich bringe die Lütte zum Kindergarten, anschließend kaufe ich für die Nachbarn, die am nächsten Wochenende wiederkommen, und dessen Haus & Katze wir hüten, ein paar Grundnahrungsmittel für das erste Frühstück. Und bringe noch 2 Pakete von verkauften ebay-Sachen zur Post. Und hole noch Bargeld. Und besorge noch Einschulungsgeschenke für die Einladung direkt nach dem Urlaub. Aber das lässt sich ja alles super verbinden!
Dachte ich …..!

Weil wir beim Frühstück getrödelt haben bringe ich die Lütte schnell alleine mit dem Auto in den Kindergarten (eigentlich gehen wir zu Fuß!) und hole anschließend die beiden Großen zuhause ab. Da ruft der Kindergarten an: „Kann es sein, dass Sie Ihr Portemonnaie hier vergessen haben!“ *hmpf* Ja, das hatte ich beim Einsteigen schon vermisst, aber vermutet, dass es Zuhause geblieben war. Die beiden Großen werden aufgescheucht und ins Auto geschickt. Während ich die Mülltüten einlade, die über Nacht leider draußen lagen, von Tieren zerrissen und halb ausgeräumt wurden. In der Zeit bekommen sich die Großen so in die Wolle, das sie aus dem Auto fliegen und ich alleine fahre!
Auf halbem Weg zum Supermarkt fällt mir auf, dass ich vergessen habe das Portemonnaie abzuholen, also drehen und zum KiGa. Von da aus fahre ich dann doch erst zum Drogeriemarkt um das Geschenk zu besorgen (in Gedanken schon weiter zur Post, ein Gedankenblitz bemerkt aber, dass ich noch immer ohne Bargeld bin). Egal, parken, Kofferraum aufmachen und Müll finden (vergessen am Mülleimer anzuhalten um wegzuschmeißen), kurz bleibt das arme Mama-Herz stehen als die Augen drei Nacktschnecken auf dem Müllsack entdecken *innerlichkreisch*. Mit Schnappatmung und einem auf dem Parkplatz gefundenen Beleg entferne ich angeekelt die Mistviecher aus meinem Kofferraum, stelle die Müllbeutel neben mein Auto (wer weiß was und welche Mengen da noch rauskommen?), und rechne jede Sekunde mit einer Anzeige beim Ordnungsamt wegen Müllentsorgung auf dem Parkplatz. Ist doch nur eine Zwischenlagerung, rede ich mir gut zu!
Geschenk besorgt, Müll wieder eingeladen, kurz überlegt eben Zuhause vorbeizufahren um Ihn wegzuwerfen, aber so ein Umweg wäre Blödsinn! An der Post vorbeifahren (innerlich winken), zum Supermarkt düsen, einkaufen (an der Kasse gefragt werden ob man Bargeld abheben möchte …. unbezahlbar!), heim fahren, feststellen das ich WIEDER an der Mülltonne vorbeigefahren bin, und dann eh nochmal losfahren müssen, weil die 2 Päckchen auch IMMERNOCH auf dem Beifahrersitz liegen! *lautvormichhinschimpf*

Der Vormittag also vorbei, Zuhause zwei schlecht gelaunte Kinder die nicht mitdurften um Ihr Taschengeld noch unter die Leute zu bringen und die Begrüßung: „Mama, was gibt’s zum Mittagessen?“ NOCH FRAGEN??? *provozierendguck*
Den Rest des Tages dann aufgeräumt, weitergepackt und die Dachbox schon mal beladen. Abends zum Yoga und entspannt ins Bett!

Tag 18
Dienstag, Abschied von Papa, gemütliches Frühstück, noch etwas Gekrame, 1000 + 1 mal die Frage: „Mamaaaaah, wann fahr´n wir?“, 1000 x die Antwort: „Wenn wir fertig sind! Helft mir dann geht’s schneller!“ ;-), Schlüsselübergabe an die Nachbarin die die Katze weiter füttert, Abschied, 1 x die Antwort: „Jäääääähäääääääätzt!“
Die Fahrt von knapp 600 km mit drei Kindern alleine war mit 2 Pausen und einem kleinen Stau zum Schluss echt mal wieder super o.k., und ich bedanke mich hiermit bei meiner echt tollen Kinder-Bande für die angenehme Reise! 🙂

Empfangen wurden wir von meiner Super-Schwägerin in meinem alten Zuhause mit Kaffee und Kuchen. Mein Bruder mit Frau und 2 Jungs wohnt unten und wir wohnen in der Zeit oben beim Opa. Und morgen kommt dann die andere Schwägerin mit Sohn & Tochter und wir machen uns wieder über Kaffee und Kuchen her! *genießerischgrins*

§2Abends dann noch Verwöhnprogramm vom Hobby-Koch-Opa und alle sind glücklich!

In diesem Sinne: Ich bin ZUHAUSE!!! *jubel*