Weihnachten 2016! RIESEN Enttäuschung? … oder … habe ich als Mutter versagt?

Weihnachten 2016 war so, wie das gesamte Jahr bis hierher! Ich sage nur:

Gehirnerschütterung

Backofen

und sonstige Ereignisse …

Aber zurück zum Thema! Die RIESIGE Enttäuschung!
Und wer war Schuld? Ich natürlich! Die Mutter!!! #wersonst

Ich betreibe den Anlass Weihnachten nun schon diverse Jahre. Es sind so ca. 26 Jahre als Kind/Tochter (bis ich dann mal „auswärts“ gefeiert habe), so ungefähr 20 Jahre als Hotelfachfrau/Eventmanagerin und inzwischen genau 14 Jahre als Ehefrau/Mutter. NEIN, spar dir die Mühe, das brauchst du nun NICHT zusammenzurechnen um mein Alter herauszubekommen, denn es überschneidet sich ja auch alles ein wenig. *frechgrins*

Man sollte also meinen, dass ich GENÜGEND Erfahrung für den hochheiligen Abend errungen, erhalten, erarbeitet, erfahren, erlebt, erwasweißich habe.

Schon seit ich denken kann ist immer pünktlich geschmückt. Schon seit JAHREN sind immer alle Zutaten für die besonderen selbstgemachten Fondue-Soßen im Haus. Schon seit Vierteljahrhunderten sind immer alle Kamera- & Handy-Akkus rechtzeitig geladen. Schon seit JAHRZENTEN sind natürlich genügend Batterien in allen Größen, Sorten, Farben, Arten und sonstnochwas vorrätig! Aber … in diesem Jahr … in dem ich mir mal wieder ALLE Mühe gegeben hatte, ging es schief!

Schon vor der Bescherung kam der erste Schreck! Der GG wurde vom Sicherheitsdienst angerufen, welcher alle paar Stunden das Grundstück kontrolliert. Er müsse sofort ins Werk kommen. Es stehe ein Fenster sperrangelweit offen. Einbruch? Diebstahl? Vandalismus? Ich sah mich schon mit den Kindern alleine Weihnachten feiern und wartete quasi auf den Anruf: „Ich bin hier noch ein bisschen mit der Polizei beschäftigt. Fangt schon mal ohne mich an!“
Wir hatten aber Glück, es hatte nur irgendein Dussel vergessen ein Fenster zu zumachen. *augenroll*

Dann also Bescherung! Friede Freude Eierkuchen! Fast alle Wünsche wurden erfüllt. Ja auch DAS habe ich seit über 10 Jahren im Griff! *glücklichlächel* Und alle Verwandten spielen mit. Wofür ich mich an dieser Stelle auch mal ganz herzlich bedanken möchte! 🙂 Anschließend Essen! Mit leckeren Fonduesoßen! Inkl. aller Zutaten! Mit genügend Fett und genügend Brennpaste im Haus (…alles schon mal erlebt vergessen!)

Und dann nahm das Drama seinen Lauf!

Nach dem Essen wurden natürlich im hektischen Wechsel alle Weihnachtsgeschenke gleichzeitig aus Ihren Umverpackungen geholt und bespielt. Das übliche: „Mama, wo ist denn…“ (ich reiche bevor der Satz beendet ist die Schere) und „Mama, ich brauche…“ (direkt zaubere ich die Batterien hinter den Familienbildern auf der Kommode hervor), bringt mich schon lange nicht mehr aus der Ruhe! I am prepared!

Und wie ich so alle noch ermahne doch bitte VORHER alle Gebrauchsanweisungen und Bauanleitungen wirklich zu lesen und nicht gleich in die Altpapierecke zu entsorgen, kommt das Spanienkind auf die Idee mit dem Experimentierkasten zu beginnen. Und noch bevor ich den Satz mit dem „erstmal liest du heute die Anleitung und dann machen wir das morgen bei Tageslicht in aller Ruhe im aufgeräumten Haus“ beenden kann, fragt er: „Wo ist denn das destillierte Wasser?“

Ich: „DAS WAS?“
*schreck*
*herzstillstand*
*ingedankenalleeinkaufszettelundwunschlistendurchgehend*

Er: „Das destillierte Wasser?“

Ich: „Wofür brauchst du denn destilliertes Wasser?“

Er: „Für die Krebse!“

Ich wusste es ist ein Fehler Ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Ich ekel mich ja schon bei dem Gedanken an die Viecher, aber nun das! Ich hatte mir extra alles angesehen und die Verpackungen genau angesehen. Denn normalerweise steht ja auf der Verpackung drauf wenn man noch etwas braucht. Nicht so hier. Und nun fehlte also destilliertes Wasser. Da erlaubt Mama nach Jahren des Wünschens endlich einen solch tollen Experimentierkasten (ja, ich gebe zu, ich bin da keine gute Jungs-Mutter, ich mag solche Sachen nicht) und dann DAS! Kannst Du dir die Enttäuschung vorstellen?

Ich bin echt entsetzt. Am Anfang der Anleitung stehen alle Sachen, die man für dieses Experiment benötigt. Da ist noch keine Rede von dem besonderen Wasser. Auf Seite 4 kommt dann ein Hinweis, dass man bitte nur mit destilliertem Wasser aufbauen darf. Na toll. Gehen die davon aus, dass man das immer im Haus hat?

Ich durfte also am ersten Weihnachtsfeiertag direkt nach dem Frühstück zur Tanke um 5 Liter destilliertes Wasser für 5,00 Euro (statt 1,59 Euro im Baumarkt) kaufen fahren. DANKE, lieber Hersteller! *hmpf*

Mal ehrlich, hättest du sowas da?

In diesem Sinne: Was war denn bei Euch das Lieblingsgeschenk?

Noch sonne´ Anreise und ich bin reif für die Klapse! … oder … Warum immer ich???

Da war er wieder, einer DIESER Tage! *hmpf* …Wenn ein Urlaub SO anfängt! *aufreg*

Aber von Anfang an! An einem Ferien-Mittwochmorgen starte ich mit 3 Kids alleine in die Ferien, weil die Flüge am Mittwoch sehr viel günstiger waren. Der Urlaub des Göttergatten beginnt erst am Samstag, der kommt dann nach!

Ausgerechnet hatte ich mir: 10:00 Uhr Abflug Berlin-Tegel, also 08:00 Uhr am Parkplatz in Berlin, also eine Stunde Puffer für Stau & sonstige unvorhersehbare Ereignisse, also 06:00 Uhr Abfahrt in Dresden.

So weit, so gut!

Anreise Berlin

05:56 Uhr – Wir sitzen alle vier angeschnallt im Auto, kein Streit, kein Gezicke, Frühstück ist an Bord und alles Andere auch. Ich denke mir: Hä, dat war aber nu´ einfach! Muss die Vorfreude sein. Selbst der fiese Regen hat mich beim Koffer ins Auto wuchten nicht gestört. *staun*

06:02 Uhr – Auf der Autobahn wird mir schlagartig klar, dass es schneeregnet, draußen nur 0,5°C sind und wir auf Sommerreifen rumrutschen. *innerlichaugenroll* Ich hab ja an vieles gedacht, aber nicht, dass ich Mitte Oktober Winterreifen brauche. Also heißt es vorsichtig fahren! Schade eigentlich, ich dachte ich könnte noch ein bisschen Zeit rausfahren für den Berufsverkehr in Berlin.

06:25 Uhr – Wir sind an Dresden vorbei und der Regen bleibt, aber ohne Schnee! Das Navi kennt bei Eingabe von Berlin nur Berlin-Mitte. *ärger* Und die Postleitzahl des Parkplatzanbieters ist … NATÜRLICH! … im Kofferraum! *brummel* Das Pubertier erinnert sich aber an die Lage der Straße in der Nähe des Flughafens und der Flughafen sagt dem Navi was! *erleichtertseufz*

06:35 Uhr – Die beiden Kleenen frühstücken hinten und ich bin ruhig, denn das Navi sagt Ankunft um 08:05 Uhr an.

07:03 Uhr – Wir kommen gut durch und der Regen wird weniger.

07:13 Uhr – Der Regen hört auf und die Autobahn ist leer, es gibt ausnahmsweise mal weder Baustelle, noch Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich geb´ Gummi! Dem Pubertier ist schlecht! Nein, natürlich nicht wegen meiner Fahrweise! Ehre eine Mischung aus Reiseübelkeit (trotz Globuli) und Flugangst.

07:38 Uhr – der Berliner Berufsverkehr hat uns in seinen Klauen, aber es rollt!

07:46 Uhr – wir nähern uns dem Ziel, stecken aber im Stopp & Go auf der Stadtautobahn. Ich beruhige mich selber mit dem Mantra: Wir schaffen das, wir schaffen das, wir schaffen das.

08:02 Uhr – Ampel vor dem Flughafen. Weiter mit dem Mantra: es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, es reicht wenn wir in einer Stunde einchecken, nur noch das Auto parken und den Shuttle nutzen.

Am Flughafen-Parkplatz mit Shuttle

08:11 Uhr – nach vielen roten Ampeln stehen wir in der Warteschlange am Parkplatz, ich bin noch recht ruhig, denn wir müssen ja „NUR“ noch zum Flughafen gebracht werden.

08:16 Uhr – werde ich angewiesen wo das Gepäck hinkommt.

08:20 Uhr – darf ich endlich bezahlen und soll warten bis man mir einen Parkplatz zuweist. Ich weise meinerseits nett darauf hin, dass es dann für uns bald eng wird. -> „Ja, ja dit passt schon junge Frau!“

08:35 Uhr – haben wir endlich einen Parkplatz und warten in welchen Shuttle wir einsteigen sollen. Etwas unkoordiniert die janze Sache, wa?

08:40 Uhr – Auf Nachfragen: „Dit jeht jleich los!“ – Mmmmmhhhh, unser Flieger auch! *unjeduldischwerd* Wieso denkt ma eegentlich automatisch berlinerisch wemma in Bärlin is?

08:48 Uhr – hat endlich einer ´ne Liste und fragt nach unserm Namen, … „ach so, na denn ma´ rinn hier!“ Autoschlüssel wird jesucht. „Sven, wer kommt´n ´nu noch mit?“ *ichkriegpuls*

08:56 Uhr – kurven wir auf dem Parkplatz herum um die zweite Familie für den Shuttle zu suchen. Anstatt eine von den 5 anderen vorne Wartenden zu nehmen. Jetzt wird mir langsam auch schlecht.

09:08 Uhr – sind wa endlich aufm Damm Richtung Tegel. Und stehen … NATÜRLICH … prompt im Stau! Dass ich schon seit 30 Minuten aufs Klo muss hab ich zwischenzeitlich vergessen.

09:11 Uhr – Ampelschaltung mit 3 Autos pro Grünphase. Ich glaub ich muss mich übergeben! Die Kinder werden vorsorglich von mir angewiesen: „Wir bleiben zusammen, wir müssen uns gleich ECHT beeilen, Jeder nimmt seinen Koffer, Ihr stellt Euch an, ich geh schnell aufs Klo. Nebenbei google ich den Terminal und befrage den „freundlichen“ Fahrer.

09:15 Uhr – noch 8 Autos vor uns. *ichhabschweiß* Ich öffne lieber den Knopf der Hose, sonst garantiere ich hier gleich für nix mehr. Ich könnte AUSRASTEN! Das Pubertier wird von einer Welle Flugangst erfasst. Ich reiße mich zusammen und halte die Hand.

09:20 Uhr – noch 5 Autos vor uns. Fahrer: „Also ick darf nur vor A halten, abba dit ist hier auch nich Londn, oder so´n Riesnflughafn. Dit jeht hier schon schnell.“

09:25 Uhr – noch 2 Autos vor uns. Jetzt googlet auch der Fahrer. „Hörnsema, da jibbet jarkeen Flug um 10:00 nach Alicante!“ … DAS *hysterischinnerlichkreisch* is jenau dit wat isch nu´ma jragd JARNICH hörn´wollt! *einatmenausatmeneinatmenausatmen*

09:30 Uhr – vor uns hält ein Taxi MITTEN auf der Flughafenvorfahrt und mein Fahrer hupt sich tot. Laut meinem Boardingpass (ich hab vor 24 Stunden natürlich online eingecheckt) steht das wir JETZT boarding haben. *ichhabdoppeltpuls*

09:32 Uhr – aussteigen, Sonnenschein schnell vor Überfahren von Taxifahrern retten, die Mitfahrer ziehen sich dezent zurück, wir bekommen unsere Koffer rausgeschmissen und ich habe keine Ahnung wo ein höfliches Dankeschön aus meinen Mund für den Fahrer herkommt. Gute Erziehung, ist und bleibt vermutlich gute Erziehung. Danke, Mama! :-*

09:33 Uhr – schmeiße mich und den größten Koffer vor das nächste Taxi und scheuche meine Bande über die Straße

Im Flughafen

09:34 Uhr – rase ich zum nächstbesten freien Schalter im Terminal A der Fluggesellschaft und frage wo Alicante eincheckt. Der gelangweilte Mitarbeiter fällt fast vom Stuhl. Antwort: „In C!“ – kein Kommentar, wir rasen los! Sofern man in diesem völlig überlaufenen Flughafen von rasen sprechen kann.

09:36 Uhr – kommt eine Tür Richtung C, hinaus aus dem Gebäude also! AHA! „Is ja nich so wie in Londn, wa?“ *innerlichplatztmirdiehutschnur* Äußerlich nur der Reißverschluss. SCHEISSE!!!! Der Knopf ist ja noch offen. *schreck* Wir rennen, wir sind noch alle zusammen und meine Hose rutscht.

09:37 Uhr – Wir rennen über einen Baustellen-Tunnel. Kennst du auch solche Alpträume wo man rennt und rennt und rennt und nicht wirklich ankommt! Und man dann merkt, dass man vergessen hat eine Hose anzuziehen? L SO fühle ich mich gerade, denn SCHEISSE meine Hose rutscht bedenklich Richtung Hintern! *innerlichkreisch* Gut das ich eine lange Regenjacke anhabe.

09:38 Uhr Die Kinder sind schneller als ich und wir erreichen einen Aufzug. Die Kinder haben schon gedrückt. Aber mit 4 Koffern wäre meine Entscheidung auch FÜR den Aufzug und GEGEN die Treppe ausgefallen.

09:40 Uhr – im Aufzug ziehe ich die Hose hoch, mache sie zu, merke mal wieder kurz, dass ich ja eigentlich aufs Klo muss und höre die Menschen hinter uns murmeln „Na die habens ja eilig!“

09:42 Uhr – rasen wir zu den Schaltern, im Aufzug habe ich aber schnell geguckt, wir müssen zu C34 und hier ist alles nur C76 und so. UND hier warten gefühlte komplette 3 Maschinen auf Abfertigung. Also rasen wir weiter, vorbei an 3 Cafes und den Toiletten, und jeder Menge gaffender Leute und stellen uns bei C34 an. Ohne auf die Anzeige zu gucken fragen wir ob wir schnell vordürfen. Wir dürfen.

09:43 Uhr – Am Schalter: „Nein, da müssen sie zu C76, hier ist gar nicht Ihr Flug!“ *herzinhose* Wieder zurück? *panischguck* – Also alle wieder zurück!

09:44 Uhr – Am Sperrgepäckschalter der Fluggesellschaft presche ich an den wartenden Horden vorbei, von der Seite an den erstbesten Schalter! „BITTE können sie unser Gepäck schnell für Alicante einchecken?“ – geklipper auf der Tastatur – ein freundliches Lächeln – „Tut mir leid, der ist schon zu!“ – „WAS? NEIN? DAS GEHT DOCH NICHT!“ – „Doch, sie sind zu spät!“

09:45 Uhr – ich fasel hysterisch was von dem doofen Parkshuttle, dem falschen Terminal, dem falschen Schalter und sie guckt zu dem Kollegen von Sperrgepäck … „Kann ich noch für Alicante?“ – Er: „Dit is zu! Oder…?“ – Ich gucke gaaaaaaaaaaaaaaanz lieb! – Sie nochmal: „Genehmigt?“ – Er: „Hä?“ – Sie: „Kann ich Alicante noch?“ – Er: nickt!

Ich vermute wir haben zu VIERT wie bei einem Tennismatch hin und her geguckt, aber ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht. Beim Nicken hätte ich mich am liebsten dann wie so´n Tennisspieler mit Siegerfaust auf die Knie geschmissen, ABER … wir haben ja schließlich noch die Security vor uns. Also freue ich mich lieber nicht zu früh und reiße mich weiterhin zusammen.

09:48 Uhr – wir rasen zur Security, immer schön unter der Zickzack-Absperrung durch, um den Trödelnasen zuvorzukommen. Freundlich lächelnd erkläre ich immer wieder, dass wir schon aufgerufen sind und so lassen uns alle am Band auch direkt vor!

09:50 Uhr – haben wir alle Jacken & Gürtel aus, alle Taschen in Boxen und gehen einzeln durch den Rahmen

09:52 Uhr – will der Zöllner in den Rucksack des Spanienkindes gucken *atemanhalt* – alles o.k. *aufatmen*

09:53 Uhr – will der Zöllner in meine Tasche gucken *scharfwiedereinatmen* und schickt die, nachdem ich die Tablets entfernt habe nochmal durch die Maschine *gezwungenruhigatmen* ich frag schon mal wo C34 ist, das ist nämlich das Gate und nicht der Schalter gewesen, was ich gelesen hatte.

09:55 Uhr – rasen wir zum Gate, alles irgendwie unterm Arm und das erste ist C67, also noch 23 to go, ich drängel alle nochmal zur Eile, als das Pubertier ruft: „Mama, hier steht aber Alicante!“ – ich halte an (im Comic hätten jetzt Reifen gequietscht), schreie den anderen Beiden ein saftiges STOP hinterher und … TATSACHE, da steht unser Flug, am allerersten Gate, und was soll ich sagen, 5 Minuten vor geplantem Abflug stehen noch ALLE Passagiere in der Reihe und warten auf Einlass.

Ich lasse erleichtert alles fallen, sammel meine Lieben um mich, bin den Tränen nahe und kann nicht glauben dass wir es geschafft haben. PROMPT meldet sich meine Blase und der Sonnenschein fängt auch an mit Mama-ich-muss-mal! Die Großen bekommen die Aufsicht fürs Handgepäck und wir verschwinden schnell. Ich bin schwindlig erleichtert und als ich zurück komme bricht das flugängstliche Pubertier in meinem Armen zusammen. Nun wird mir klar was das gerade für ein Film war.

NORMALERWEISE am Flughafen (wenn wir Zeit zum Koffer einchecken haben) geht in den ersten 10 Minuten ein Kind verloren weil es irgendwas guckt und nicht bei uns bleibt, fällt MINDESTENS ein Kind über seinen Koffer/seine Füße/andere Kinder, stirbt Einer vor Hunger, diskutiert mindestens Einer wer denn nun welchen Koffer ziehen darf, etc.

HEUTE, habe ich trotz Raserei -> Keinen verloren, Keiner ist hingefallen, kein Koffer hat sich beim Ziehen verdreht, kein Schuh wurde verloren, Keiner ist verhungert, Jeder hat sich super gekümmert und durchgehalten, mitgemacht, einfach funktioniert! In diesem Sinne: Ich bin SEHR stolz auf meine Süßen! Wenn es darauf ankommt ist eben DOCH Verlass auf Alle!

P.S.: Vom Mietwagen, den wir dann nach Ankunft NICHT bekommen haben, erzähle ich das nächste Mal! *breitgrins*

Mein Leben bringt mich an den Rand des WAHNSINNS!!!

Wo der Rand des Wahnsinns ist? Auf meinem Sofa! Manchmal sitze ich Abends völlig fertig da und denke „es ist JEDEN TAG einfach nur Glück das Alle wieder mal den Tag überlebt haben“.

Ich weiß ja das es so Tage gibt, aber frau hat ja auch gerne mal das Gefühl das „SOETWAS IMMER NUR MIR“ passiert, daher schreibe ich Euch nun zur Beruhigung mal meinen heutigen Tag auf, denn wenn Euch demnächst was missglückt, dann denkt an MICH, MEIN TAG, WAR GARANTIERT SCHLIMMER!

Er begann mit einem flauen Gefühl im Magen, was aber eher an einem Lebensmittel lag, das ich am Vorabend beim gemeinsamen Grillen mit Nachbarn nicht vertragen habe. Tolle Wurst (bitte beachte die Zweideutigkeit *kicher*), endlich mal wieder ein lustiger Abend mit Allen und ich verbringe Ihn im Bad! *augenroll* Sch …. Unverträglichkeit! *schimpf*

Beim gemeinsamen Samstag-Frühstück ist dann, so im Nachhinein gesehen,  erstaunlicherweise auch noch gar nix passiert, das sollte sich aber beim Abräumen dann ändern. Da fiel mir natürlich das Besteck aus der Hand. Nun ja, noch nix ungewöhnliches. Schnell die Reste vom Boden wischen, Fertig. Auch dass auf der Fahrt zum Einkaufen mein Thermometer im Auto nur 21°C (bei gefühlten schwülen 28°C, die auch angesagt waren) anzeigte fand ich noch nicht so schlimm. Beim Einkaufen dann ging es los! Ich war mit der Großen im Großmarkt für die Großfamilie einkaufen …. (gemerkt? Wieder ein Wortspiel! *kicher*) … und beim rein gehen haben wir brav die Kundenkarte vorgezeigt. DIE braucht man dann ja an der Kasse als erstes, und DIE war natürlich an der Kasse verschwunden! Nach hektischer Suche dann endlich die Erlösung, aber spätestens zum Bezahlen am Kassenhäuschen braucht man DIE wieder und da war sie schon wieder verschollen! *böseguck* Wieder hektisches Suchen!

Zuhause angekommen wundert es auch nicht dass die Einkaufstaschen im Kofferraum Rumba getanzt haben und mir beim Öffnen der Heck-Klappe entgegen purzeln. Das genau DA die Eier drin waren muss ich glaube ich NICHT erwähnen, oder. Ist nur 1 angerissen, sonst nochmal gut gegangen! Die Kleine sollte unterdessen beim Papa Zuhause Mittagsschlaf machen, daraus ist aber irgendwie auch nix geworden. Na ja! *schulternzuck* Dann eben nich´!

Für den Wochenendkuchen schnell einen Boden mit Erdbeeren belegt, wobei der Tortenguss natürlich irgendwie komisch wird. Spontan kommt die verzweifelte Nachbarin und braucht dringend Sahne „Meine ist um und gleich kommen meine Gäste!“ … klar, kein Problem, „Ist doch klar an SO EINEM TAG! Beruhigend das es nicht nur mir so geht!“ *frechrüberlächel* Meine Sahne ist gut, aber nach dem Erlebnis gestern verkneife ich mir die Früchte und den Kuchen heute lieber! Kurz drauf kam natürlich die andere Nachbarin, die, bei der ich den Rest der Bande vermutete, und die wissen wollte wo eigentlich Ihr Kind ist ……. *schluck* ….. kurze panische Suche im Wald hinter dem Nachbargrundstück, aber …. Alles gut! Sie waren bei ganz anderen Nachbarn! *stirnwisch*

Dann versuchte ich endlich die Einkäufe wegzuräumen, Marmelade aus den restlichen Erdbeeren zu zaubern und das Abendessen vorzubereiten. Habe auch alles angefangen, aber nix richtig beendet! Denn die Kinder sollten einen einstudierten Zirkusauftritt bei Nachbarn nochmal vorführen und ich wollte Filmen. Dass die Kassette voll und Akku leer war, muss ich wahrscheinlich auch gar nicht erwähnen, oder! *kreisch*

Die Kleene hat in der Küche den Herd angestellt auf dem leider noch Plastiktüten lagen. *kreisch*

Für die fertige Erdbeermarmelade waren natürlich zu wenig Gläser da. *improviesier*

Das Abendessen ist Vulkanartig beim Pürieren aus meiner Wunderkessel-Kochmaschine heraus katapultiert worden. Ich tippe auf defekte Dichtung. *ärger*

Unser Toiletten-Training-Zwerg steht zwischendurch hinter mir und meint lässig „Mama, ich Tinker macht!“ Na und, denk´ich! Aber bei „Mama ich Untahose an!“ ist mir dann ALLES klar! *hysterischlachendunterhoseauswasch*

Um endlich zum Höhepunkt zu kommen: Beim leeren der Auffangschale der Kaffeemaschine fällt mir erst das Trockentuch in die Flüssigkeit, dann entleere ich ohne hinzugucken den Kaffeeprütt in den Mülleimer der grad ohne Müllbeutel ist. Beim umfüllen in die Tüte landet natürlich die Hälfte auf dem Boden und als ich das weggewischt habe, schwappt die Flüssigkeit direkt an die GLEICHE STELLE! *ungläubigstummstaun*

Beim Duschen der völlig verdreckten Kinder ist die Halterung für den Duschkopf abgebrochen. *wiederlautkreisch* Meine Nachbarn kennen ja meinen Kreischpegel *schäm*, aber deren Besuch wird sich seinen Teil denken! *imbodenversink*

Ich habe mich nun mit dem schreiben dieses Textes beruhigt, hinterlasse eine chaotische Küche und gehe lieber schlafen bevor NOCH IRGENDWAS passiert!

In diesem Sinne: Buenas Noches!