So wäre die perfekte Woche!? #freitagslieblinge vom 26. Mai 2017

Die perfekte Woche für die #freitagslieblinge gibt es doch eigentlich gar nicht, oder?
Wäre die perfekte Woche eine Woche in der alles perfekt war, in der es nur Lieblingsmomente gab? Alles Friede, Freude, Eierkuchen?
Oder wäre die perfekte Woche für die #freitagslieblinge eine Woche in der alles schief gegangen ist was schief gehen konnte und man aber genau die 5 Lieblingsmomente hatte, über die wir Blogger am Freitag in dieser Rubrik berichten?

Egal! Ich habe mir für diese Woche einfach mal meine absoluten Freitagslieblinge überlegt. Denn diese Woche besteht nur aus 2 Tagen mit meiner Familie und ich schaffe es nicht diese vor der Abreise noch zu verbloggen. Ich bin seit Mittwoch in einem ultralangen Mädels-Wochenende mit meiner Freundin in Salzburg und mache bewusst eine Online-Pause.
Ein paar Fotos gibt es aber trotzdem auf Instagram und Facebook.

Perfektes Lieblingsessen

Mein absolutes Ober-Mega-Lieblingsessen ist Jägerschnitzel mit Kroketten und Gurkensalat. Ich weiß leider nicht mehr wo in meinem Leben ich die perfekte Version davon hatte, aber wenn ich daran denke oder es irgendwo esse, dann denke ich an eine der vielen Radtouren die ich als Kind mit meiner Familie an den Wochenenden im Münsterland gemacht habe. Wir sind ganze Tage herumgeradelt. Mittagessen gab es immer in einem typisch westfälischen Landgasthof an den Fahrradrouten, die mein Vater und seine Firma entweder eingerichtet hatte und wir den Chef kannten oder er hatte ein Kundengespräch mit Neukunden. 🙂 Und so ein Jägerschnitzel mit ganz viel Rahmsoße und Pilzen und leckeren Kroketten und dem erfrischenden Gurkensalat mit Joghurtdressing …… ein MUSS! *wasserimmundzusammenlauf*

Perfektes Lieblingsbuch

Mein absolutes Lieblingsbuch ist ein Buch aus meiner Kindheit. Geschenkt hat es mir eine meiner Tanten (davon habe ich sieben Stück), bei denen ich viele Schulferien verbracht und auf deren Kinder ich dann aufgepasst habe. Es handelt in wunderschönen Geschichten und detaillierten Beschreibungen vom Leben der Heinzelmännchen. Ich weiß gar nicht wie oft ich mir das alles durchgelesen habe. Ich war ab und an echt überzeugt, dass es sie DOCH gibt.
Heute könnte ich sie echt gebrauchen! 🙂

Perfekter Lieblingsmoment mit den Kindern

Den stelle ich mir so vor: Die Kinder kommen fröhlich und gut gelaunt aus der Schule. Alle haben eine Arbeit zurück und alle haben die Bestnote. Sie räumen sofort Ihre Brotdosen und Flaschen aus den Ranzen, gehen Hände waschen und decken den Tisch. Draußen scheint die Sonne, wir sitzen zum Essen auf der Terrasse. In totaler Harmonie haben wir Spaß, keine Hausaufgaben, nichts fällt herunter, keiner streitet, keine Sticheleien, Jeder lässt Jeden ausreden, kein Glas kippt um und ergießt sich über den Tisch, das Essen schmeckt allen und danach essen wir Schokolade und Kuchen, trinken Limonade (natürlich haben die in meiner Vorstellung alle NULL Kalorien). *träum* Anschließend verschwinden alle mit einem Buch in Ihre Zimmer lesen schlaue Sachen und lernen. Vorher haben sie natürlich den Tisch abgedeckt, alles in die Spülmaschine geräumt und den Tisch abgewischt.
Das gibt es nicht?
Siehste, deshalb hab ich an dieser Stelle auch kein FOTO für dich! *frechdiezungerausstreck*

Perfekter Lieblings-Mama-Moment für mich

Den gibt es manchmal für mich. Den gönne ich mir nämlich manchmal am Wochenende. Ich schnappe mir das Buch, das ich gerade lese, lege mich je nach Wetterlage auf das Sofa oder den Liegestuhl auf der Terrasse und lese! Und lese und lese und lese! Vorher habe ich dem Rest der Familie natürlich genügend Nahrung zur Verfügung gestellt, um den Satz: „Mamaaah, ich hab Hunger / ich hab Durst / darf ich was Süßes!“ zu verhindern. Im Haushalt und am Schreibtisch sind die wichtigsten Sachen erledigt, somit schreit auch nix im Hinterkopf. Und dann lasse ich den lieben Gott einen guten Mann sein und lese. I love it!

Perfekte Lieblingsbesonderheit/Inspiration

Wenn doch endlich der Anruf käme, dass wir zurück nach NRW ziehen dürfen. Versteht mich nicht falsch, ich LIEBE Dresden. Wir fühlen uns sauwohl hier! EHRLICH! Aber ich vermisse unsere Familien und die Nähe zu Ihnen. Wir sehen die alle nur sporadisch und ich finde es so ultraschade, dass meine Kinder Ihre ganzen Cousinen und Cousins auch viel zu selten sehen. Ich bin ein absoluter Familienmensch und vermisse die Treffen mit allen. Wir haben nämlich eine Großfamilie! Das z.B. waren „nur“ unsere Eltern und Geschwister mit Anhang zur Taufe unserer beiden Jüngsten! In diesem Sinne: Wie wäre denn Deine perfekte Woche???

P.S.: Hier geht es zu Anna, die die Idee für diese wundervolle Blogparade hatte und zu den anderen Bloggern die sich an dieser Aktion beteiligen!

Mit der Familie wachsen

Die Dinge wachsen, die Mengen wachsen, aber auch ich bin mit meiner Familie gewachsen!

Beim vom Schnee freischaufeln und -kratzen der Familienkutsche ist mir vor ein paar Jahren was klar geworden: Mit jedem Kind und auch mit der Zeit in einer Familie wächst ja irgendwie verhältnismäßig ALLES mit!

Ich rede hier nicht nur von Wäschebergen und den Geschirrmengen die die Spülmaschine zu bewältigen hat. *zwinker* Auch nicht von Möbeln die mitwachsen und der Anzahl der vorhandenen Kuscheltiere. Das wächst natürlich auch alles mit. Genauso wie die Mengen an Kleidung (Vieles wird hier aufgetragen, also aufgehoben aber der Sohn findet rosa Kleider halt irgendwie doof, also kaufe ich dem Neues). Der Fuhrpark wächst, entweder in Größe (Fahrrad) oder in Menge (Laufrad, Dreirad, Roller, Rutschauto, etc.).

Es gibt auch Sachen die sind geblieben! Also, quasi! Wir haben z.B. immer noch nur EINE Waschmaschine (o.k. die Neue kann 3 kg mehr als die Alte und läuft JEDEN Tag!) und auch nur 1 Spülmaschine (gut, die läuft jetzt auch täglich und nicht mehr nur alle paar Tage mal). Es blieb auch bei EINEM Sofa (das jetzt allerdings doppelt so lang ist), EINEM Fernseher (der inzwischen Kino-Leinwand-Größe hat), einem Esstisch (o.k. da sind die Verlängerungen jetzt IMMER dran und nicht NUR wenn Besuch kommt), …. *hmpf*

Aber es gibt so Sachen, da dachte ich ernsthaft das kann doch so bleiben …. auch MIT KIDS! *träum*

ABER, erstens kommt es anders, und zweitens … !

Ich hatte z.B. immer schon ein eigenes Auto! Und ich habe auch JETZT nur EIN Auto! Aber … aus der kleinen Cabrio-Schüssel ist eben inzwischen dann doch ein Multifunktionaler-Extralanger-Kinderwagennichtzusammenlegmüssen-Großer-Sperriger-Familien-6-Sitzer-Bus geworden, bei dem ich in den letzten 3 Schneetagen eine mindestens 5 Quadratkilometer große Windschutzscheibe von Eis und Schnee befreien musste *schimpf* (von den restlichen 128 qkm an den Seitenscheiben spreche ich lieber nicht! Da vergnügen sich auch oft die Kinder). Früher konnte ich das an meinem Auto mit der Kassettenhülle schnell vor Abfahrt ins Büro machen, aber heute bin ich Eiskratzertechnisch ausgestattet als lebte ich in Alaska und hätte einen Job als Busfahrer des Jahres! Ich kann ja froh sein, dass ich so groß bin, eine Freundin von mir müsste immer so´n Tritthöckerchen im Auto haben um auch nur annähernd auf Augenhöhe ein Sichtfenster freikratzen zu können! *kicher*

Das Schönste ist aber …

…, und das ist es was ich hier eigentlich sagen wollte, auch die Erfahrung und die Liebe wächst und wächst und wächst.

Alleine die Verantwortung die man als Eltern für diese tollen kleinen Wesen auf dem Weg in Ihr Leben übernimmt. Die Verantwortung was aus Ihnen wird. Die Verantwortung was sie erleben, erfahren, begreifen & lernen dürfen. Das Erziehen und weitergeben unserer Werte. Das Begleiten wenn sie auch die schrecklichen Seiten des Lebens kennenlernen. Auch das alles wächst und daran bin auch ich gewachsen.

In den ersten Jahren war ich „nur“ dafür verantwortlich, dass Ihnen nichts passiert. Heute aber bin ich dafür verantwortlich, dass auch niemand anderem was passiert. Wenn Du verstehst was ich meine. *frechgrins*

Es gibt so viele Sachen die ich ohne Kinder gar nicht oder zumindest mit anderen Augen gesehen hätte (Kindergärten, Schulen & Co. von innen, Aufführungen auf denen ich geplatzt bin vor Stolz, Skirennen an denen mein „eigen Fleisch & Blut“ teilgenommen haben, Indoor-Spielplätze, Kinderfilme, Familienhotels, Zoos, Freizeitparks, Museen, Krankenhäuser, Spielwarenläden, Wälder, Ämter, Städte, Babyfachgeschäfte, Kinderarztpraxen, … )

Egal ob positiv oder negativ. Es ist doch so: An den Positiven erfreut man sich und an den Negativen wächst man. Sowohl ich als auch die Kinder sind an Allem gewachsen!

Und es gibt sooooooo viele Situationen, Gespräche, Begegnungen, neue Freunde, Einsichten, das kann ich hier gar nicht alles im Details erzählen, die ich NICHT erlebt und kennengelernt hätte, hätte ich keine Kinder.

Ja, es gibt auch Vieles, das ich nicht mache und gemacht habe weil ich Kinder habe, aber Vieles habe ich entweder vorher bereits gemacht als ich noch Single war oder nehme es mir vor für die Zeit wenn die dann hier aus dem Haus sind.
Auch meine Geduld ist gewachsen.

Ich bin dankbar! Zutiefst dankbar! Dankbar dafür das alles erlebt zu haben und weiterhin erleben zu dürfen! Dankbar für das Leben, dass ich führen darf! Mit allen Höhen und Tiefen!
Auch die Dankbarkeit ist gewachsen.

Nur die ZEIT in meinem Leben, die hat das mir dem wachsen irgendwie verschlafen! *frechgrins*

In diesem Sinne: Was ist denn bei Euch alles gewachsen.

Der erste Patchwork-Familien-Urlaub … oder … das Bonuskind?

Wie ich mich im Urlaub auf Instagram schon geoutet hatte, bin ich nicht nur Mutter, sondern auch Stiefmutter!
Meine Kinder haben einen Halbbruder. Einen großen Halbbruder!

Genau eine Woche nach dem kennenlernen des Göttergatten erfuhr ich, das eine andere Frau von Ihm schwanger ist. Ich war enttäuscht und offen und ehrlich wie ich bin, sagte ich (wie immer) gleich was ich dachte: „Schade, ich wäre gerne die Erste gewesen die Dir ein Kind schenkt.“ Ja, das wollte ich schon nach einer Woche! *schmunzel*

Nichts des do trotz, habe ich mich auf die Beziehung mit dem werdenden Vater eingelassen. Die Trennung des Paares war bereits vollzogen bevor die Schwangerschaft festgestellt wurde und es gab keinerlei Ansprüche der Mutter an den Vater. (Bitte jetzt keine Diskussion bezüglich Verpflichtung & Co., darum geht es hier und heute bitte nicht. Es geht alles seinen Gang, aber Informationen dazu sind mir einfach zu privat. Ich bitte um Verständnis.)

Das Baby / Kind

Anfangs war der Lütte nach dem Abstillen einige wenige Wochenenden bei uns. Seine Mutter und ich verstanden uns von Anfang an sehr gut und das machte die Sache wesentlich einfacher. Uns Beiden bewusst, dass das nicht „normal“ ist, und wir sind Beide immer wieder dankbar dafür!

Dann sind wir für den Job des GG nach Süddeutschland gezogen, bekamen seine erste kleine Schwester und wir sahen uns leider nur noch einmal im Jahr. Dann zogen wir nach Spanien, bekamen seinen kleinen Bruder und sahen uns in der gesamten Zeit nur einmal während eines Besuchs in Deutschland ganz kurz.

Zurück in Deutschland, wohnten wir endlich wieder in NRW. Wir Mütter besuchten uns mit Kindern dann wieder häufiger gegenseitig und der GG verbrachte zu den Geburtstagen auch mal ganz alleine mit Ihm Zeit. Mehr aber wollte der inzwischen große Junge eigentlich auch gar nicht. Was ich voll und ganz verstehen konnte, da er schließlich streng genommen von seinem Vater allein gelassen worden war. Wir waren bei seiner Einschulung, wir hatten regelmäßig Kontakt und zogen dann aber nach Dresden. Nun sahen wir uns gar nicht mehr.

Der Teenager

Im letzten Jahr hatte der Bonussohn (ich bin noch auf der Suche nach dem passenden Titel, denn Stiefsohn klingt falsch in meinen Ohren) dann endlich Lust uns mal alleine besuchen zu kommen und verbrachte ein paar Tage seiner Sommerferien bei uns in Sachsens Hauptstadt.

Er ist genau 2 Jahre und 2 Tage älter als unsere Älteste. Und da wir uns nur wenig kennen, war ich schon damals sehr gespannt wie die Tage werden.

Man kann ihn nicht gerade als gesprächig beschreiben und ich bin vermutlich als Stiefmutter eh die Allerletzte, der er sich mitteilen möchte. Aber mit seinen drei Geschwistern hat er sich gut verstanden und mit seinem Vater war er dann noch alleine im militärhistorischen Museum. Auf die Frage wie es war, bekam seine Mutter nach der Reise die Antwort: „GUT!“ Kein Mann der vielen Worte! Ganz der Vater! *schmunzel* Damit war dann seinerseits alles gesagt. Mehr Informationen bekam ich über seinen Mum also auch nicht. 🙂

In diesem Frühjahr dann seine Konfirmation. Und als ich mich bei seiner Mutter erkundige über was er sich WIRKLICH freuen würde, erhalte ich die Auskunft, das er einem Freund anvertraut hat, dass er gerne mehr Zeit mit seinem Vater und Geschwistern verbringen möchte. DAS lassen wir uns nicht zweimal sagen und laden Ihr kurzerhand ein mit uns in die Sommerferien zu fahren.

2016-07-24 13.07.26Die Sommerferien

Die verbrachten wir dieses Jahr als Testurlauber im neuen Ferienhaus von Verwandten in Norddeutschland. Wir reisten am Wochende zwischen Nord- und Ostsee und richten uns ein paar Tage lang ein. Seine Mutter brachte Ihn auf dem Weg in Ihre Ferien bei uns vorbei und er hatte ein Zelt mitgebracht. Das hatte er von seinem Onkel zur Konfirmation bekommen uns sollte nun endlich getestet werden. Wir hatten zum Testen auch eines dabei, darüber berichte ich aber dann die nächsten Tage mal.

201607310645Wir machten viele gemeinsame Ausflüge, waren aber auch viel im und um das Haus herum. Einfach tolle entspannte Ferien mit viel lesen, nichts tun, Kinder auf dem Bauernhof nebenan. Meine zumindest. Der Bonussohn zog sich sehr sehr viel in sein Zelt zurück. Und gleich spielte mein Kopf verrückt. Ich wollte ja, dass es für alle Beteiligten perfekt wird. Es war mir vor allem wichtig, dass es für Ihn ein schöner Urlaub würde. Aber genau das ist schwer, denn wie bereitet man einem Kind schöne Tage, wenn man es so gar nicht kennt. Ich fragte also immer wieder nach ob er was braucht, ob alles o.k. ist, ob er Lust hätte mit uns dies und jenes zu machen, ob er sich was wünschen würde. Glucke halt. Ich kümmerte mich!*hiereinfügenwieichhühnchengleichgackernddurchdiegegendspaziere*
20160726_194702Bis ich das Gefühl hatte Ihm total auf die Nerven zu gehen. *lach* Irgendwann gab ich auf und lies Ihm einfach seine Ruhe und lehnte mich mit den Gedanken zurück, dass ich es mit einem Teenager zu tun habe, die wollen doch eh die meiste Zeit nur chillen, abhängen und am Handy daddeln. Außerdem hatte seine Mutter gesagt, das chillen zur Zeit eh seine Lieblingsbeschäftigung ist. Also entspannte ich mich, ich hatte ja schließlich auch Urlaub. Also, diesen Mutterurlaub, den man in Ferienwohnungen so hat. Verlegung des Arbeitsplatzes halt! Und ein paar Lesepausen!

Die Geschwister

Doch das mit der Entspannung hält natürlich nicht lange an, denn meine drei mitgebrachten Kinder sehen natürlich nicht ein, dass DER die ganz Zeit entspannt rumdaddeln darf, während Sie nur Wikingerschach spielen, Bücher lesen, Rasenmähertrecker fahren, Phase 10 zocken, Musik hören müssen dürfen. Ich war sooooo froh, dass es in den Ferienhaus noch keinen Fernseher gab und achte halt auch im Urlaub darauf, dass sie nur die kurzen „heimischen Medienzeiten“ auf Ihren Tabletts herumdaddeln.
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Mit den üblichen Mama-Begründungen hielt ich mich einige Tage über Wasser:

  • „Es ist mir egal was andere Mütter Ihren Kindern erlauben, WIR machen das anders!“ -> ich hatte vorab Rücksprache mit der Mutter, wie die das mit dem Handykonsum handhaben!
  • „Das Wetter ist viel zu schön, und ICH möchte jetzt mit Euch…“ -> damit haben wir Ihn dann oft aus dem Zelt gelockt!
  • „Er ist ja auch schon älter als Ihr!“ -> welche mir spätestens in 2 Jahren dann um die Ohren fliegt, wenn eines meiner Kinder so alt ist 🙂

So durfte er, zumindest aus der Sicht meiner Kinder, einfach so ALLES und sie nicht! Und zogen unter allgemeinem gebrummel ab. Ja *augenroll* ich habe dann natürlich auch die Medienzeiten an Schlechtwettertagen oder wenn auch mir nix mehr einfiel etwas gelockert, aber ich steckte echt in einer Zwickmühle. Ich wollte meinen nicht einfach so alles erlauben und dem Bonussohn wollte ich auch nicht den Urlaub vermiesen (es war schließlich der Erste und hoffentlich nicht der Letzte!). Und vor allem Ihn nicht ständig bevormunden, was mir doch gar nicht zusteht.

Natürlich musste er sich auch in unser Familienleben einfügen. Die ersten Tage haben wir noch viel beim Aufbau der Küche im Ferienhaus geholfen. Da musste er dann auch mal Hand anlegen. Und die Ausflüge die wir gemacht haben, hatte er auch keine Wahl. Ich hatte aber auch nicht das Gefühl das er mal was nicht wollte. Es gab auch Situationen wo ich Ihn gestoppt habe weil er so gar keine Erfahrung mit kleineren Kindern hatte. Aber auf gar keinen Fall wollte ich die doofe Stiefmutter geben.

20160728_175453Die Erziehungsmaßnahme

Bis auf eine Sache, da musste ich dann doch mal die Erziehungskeule schwingen. Nach 2 Tagen fiel mir zum allerersten Mal auf, das er seit der Ankunft noch immer das gleiche T-Shirt trug. Da er im Zelt auch sein gesamtes Gepäck verstaut hatte, mein Schlechtes Gewissen stieg bei diesem Anblick übrigens jedes Mal ins Unermessliche, schließlich hatten wir Ihn eingeladen bei uns zu wohnen, und nun schlief er DRAUSSEN! Wobei sich mir das Abenteuer zelten auch noch nie erschlossen hat! *frechgrins* Aber zurück zum Thema, wo war ich? Ach ja, das Gepäck im Zelt … also zog er sich dort auch Abends aus und morgens wieder an. Als er am 3. Tag allerdings noch immer das gleiche T-Shirt (inzwischen mehr als sehr ausgeleiert) trug, war mir eigentlich klar, der zieht sich gar nicht um! Ich hielt mich aber zurück.

Am 4. Tag mit gleichem T-Shirt bat ich den Vater, also meinen Göttergatten, doch vielleicht mal was zu sagen. Dem war das gleiche aufgefallen und er hatte bereits gesprochen. Der Grund: Ein Sonnenbrand! Ein unfassbar schmerzhafter Sonnenbrand. Am 1. Tag waren wir ohne Sonnencreme am Strand und er hatte sich einen Supersonnenbrand zugezogen, der unter jedem seiner sonst engeren T-Shirts höllisch weh tat. Nur dieses bequeme weite T-Shirt von der Anreise, das war zu ertragen.

Ich bot Ihm am 5. Tag unsere Sonnenbrandsalbe an, meine Globulis, Schmerzmittel, ein T-Shirt seines Vaters, aber er lehnte alles jeweils dankend ab. Als er aber am 6. Tag noch immer so rumlief, zwang ich Ihn Abends sich im Wohnzimmer auf den Bauch zu legen und klatschte Ihm eine Packung Quark auf Rücken und Nacken, die immer noch feuerrot waren. Ich denke er war recht dankbar, was er natürlich auf keinen Fall zugeben würde, aber da ist er GANZ der Papaah! *zwinker*

In diesem Sinne: Fortsetzung folgt! Hast du auch Patchwork-Erfahrung?