Ameisen und andere Überraschungen nach dem Urlaub!

Vor zwei Wochen fuhren wir mit einem mulmigen Gefühl in den Urlaub! Was wir aber nun nach der Rückkehr entdeckten übertrifft alle Vorstellungen.

Drei Wochen vor Abreise hatte man versucht bei uns einzubrechen.

Es blieb zum Glück bei dem Versuch. Nachdem in meiner Wohnung in Köln vor 14 Jahren die Einbrecher mal erfolgreich gewesen waren, ich das Gefühl also schon kannte, war ich nicht so aufgelöst wie meine Nachbarn.

Trotzdem trafen wir einige Vorbereitungen. Wie hier berichtet durften wir das COQON-System für das intelligente Zuhause testen und hatten nun also die Möglichkeit einen Bewegungssensor zu aktivieren, der uns per App jede Bewegung mitteilte. Außerdem hatten wir zum ersten Mal den Server mit all meinen Firmendaten in den Safe eingeschlossen. Was allerdings zur Folge hatte, dass ich wegen schlechtem WLAN in der Ferienwohnung die entsprechenden Meldungen erst viel später bekam und über die Nachbarschafts-Stammtisch-WhatsApp-Gruppe die Nachbarinnen in helle Aufregung versetzte und die im Anschluss reihenweise an unserer Wohnung vorbeipilgerten. UND eine aufgeregte SMS meiner Putzfee, die sich nicht traute das Fenster zum putzen zu öffnen, um eben keinen Alarm auszulösen.

Scheiß Technik, ich glaube ich schaffe das wieder ab.

Es machte mich WAHNSINNIG so hilflos in Norddeutschland zu sitzen und nicht zu wissen, was Zuhause passierte. Besser man weiß GAR NIX! *schmunzel*

Am Samstag nun kehrten wir zurück. Alles sauber, dank Putzfee und alles aufgeräumt, weil nämlich niemand anderes hier war. Nur eben zeitverzögert die Alarmmeldung kam wegen dem doofen WLAN. *erleichtertseufz*

ABER … kaum hatten wir die Bude mal für 2 Wochen alleine gelassen, hatte die Natur versucht die Raume zurückzubekommen. Zur Erklärung: Wir wohnen in einem Pferdestall eines Rittergutes, welches Jahrzehntelang verlassen und vergessen war. Die Fliegen in unserer Küche verdächtige immer, das die Mini-Hirnmasse noch immer nicht begriffen hat, dass hier eben KEINE Pferde mehr leben sondern wir.

Während des ersten Abendessens nach der Rückkehr, betraten nun frech grinsend Karawanen unserer neuen Mitbewohner den Esstisch. Sie packten Ihr Besteck aus, banden sich winzig kleine Lätzchen um den Hals (o.k. das entstammt meiner manchmal etwas mit mir durchgehenden Phantasie) und enterten unseren Lieblings-Familien-Küchenplatz. Die ersten Exemplare nahmen wir noch nicht Ernst und dachten das gibt sich wieder, aber inzwischen musste ich dann doch zu anderen Überredungskünsten greifen um Ihnen klar zu machen, das WIR hier die Miete zahlen.

Am Sonntag dann bin ich den wuchernden Pflanzen zu Leibe gerückt.

Die Bodendecker und die Randbepflanzung der Terasse hatten sich zusammengerottet und waren drauf und dran sich an den Terrassenmöbeln festzuschlingen. Ich konnte gerade noch dazwischengehen. *schweißvonderstirnwisch*

Um die explodierte Hecke muss der GG sich dann nächste Woche mal kümmern, damit der Rasen darunter auch mal wieder Licht und Regen abbekommt.


Vom Nachbargrundstück, ein antikes Steinlager eines Bauunternehmers, kommt ein toller Ast herüber, der Trägt ca. 11 Äpfel, der kann bleiben. *schmunzel*

 

Die Rose hat sich das Obergeschoss zum Ziel genommen, aber soll sie doch ruhig mal zeigen wie weit sie kommt. Dass sie das noch nie während meiner Anwesenheit und der meines Daumens versucht hat, sondern erst wenn sie unbeobachtet und von der Nachbarin versorgt ist, nehme ich jetzt mal großzügig NICHT persönlich. *arrogantguck*

 

Während ich also mit Heckenschere und Schaufel bewaffnet versuche die Möbel und die Bodenfliesen für uns zurückzuerobern entdecke ich auch welche Tierart sich hier einschleimen wollte. Allerdings nicht auf die verbale sondern eher auf die wortwörtliche Art. Aber, ich bin vorbereitet. (siehe weißes Überredungsbeutelchen im Hintergrund, und JA das weiße und durchsichtige vorne auf dem Stein ist frisch und genauso eklig wie es scheint).

Bitte jetzt keine Diskussion über Chemische Keulen und Co. Ich habe in den letzten Jahren wirklich ALLES versucht um Herr der Lage zu werden. Ich habe kapituliert und möchte doch auch mal was von der Terrasse haben ohne auszurutschen, täglich über 60 Nacktschnecken aus Biergläsern (NICHT ÜBERTRIEBEN) zu kippen und Krabbelviecher von meinem Teller fernhalten zu müssen. Schließlich zahlen WIR hier die Miete! 😉

Der Knaller aber sah mir mit zwei dunklen ängstlichen Augen aus meinem Margeriten-Topf entgegen als ich dort ebenfalls die kleinen blauen Körnchen verteilen wollte.

Nein, er, sie, es wurde nicht geküsst. (Auch nicht an die Wand geworfen, wie in einer der vielen Versionen des schönen Märchens.) Ihn / Sie / Es darf entweder bleiben, denn nach erneuter Google-Recherche weiß ich nun: die fressen Schnecken!!! Oder wir werden sie ordnungsgemäß und wie so oft, denn eigentlich fällt sie regelmäßig in unseren alten und feuchten Gewölbekeller und wird normalerweise von dort gerettet, im Sandeimerchen in den Wald zurückbringen.

In diesem Sinne: Die Bude gehört wieder uns!

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