… und der Home-Office-Herzinfarkt!

Ich bin ja immer wieder dankbar, dass meine Kinder sich lange und super alleine beschäftigen können, ABER … heute habe ich gemerkt, dass kann auch lebensgefährlich sein! Also ACHTUNG liebe Mitmütter!

Ich arbeite ja im Homeoffice und bin den gesamten Vormittag ganz alleine zuhause, was ich mit Verlaub auch sehr genieße, denn dann kann ich mich zu 100% auf meinen Schreibtisch konzentrieren! Was Nachmittags mit dreieinhalbminütigen Unterbrechungen á la „Mamaaaaaah….?“ in den unterschiedlichsten Stimmlagen und Tonfällen nun mal nicht drin ist!

Heute ist der Sonnenschein zwar nicht richtig krank, aber am Kinn wächst da was, was die Ärzte noch nicht so richtig zuordnen können, wogegen noch keine der am Wochenende ausprobierten Cremes so richtig anschlägt, und ich den Mitkindergartenkindern den Anblick einfach ersparen wollte. Außerdem haben wir mit dem Spanienkind sowieso einen Termin beim Doc und so durfte sie heute hier bei mir bleiben!
20150316_110311Ich machte also heute Morgen wie immer erstmal Wäsche, rödelte so herum und sie verschwand in Ihr Zimmer, kam nochmal kurz raus, fragte ob ich das Prinzessinnenzelt schnell aufhängen könnte, startete die Eiskönigin-CD und versank in den Weiten Ihrer Phantasie-Welt. Ich schloss die Tür, da Waschmaschine & Trockner im Flur für Kinder-CD-unkompatible-Gegenlautstärke sorgten und rödelte weiter.

Dann ging ich wieder runter, machte mir noch ein Käffchen, ging wie immer an den Schreibtisch, checkte private und geschäftliche E-Mails, sortierte den Kram der übers Wochenende immer auf meinem Schreibtisch landet, ein bisschen Twitter, ein bisschen Facebook und versank immer weiter hoch konzentriert in meinen Home-Office-Alltag. Im Hintergrund wie immer das Klopfen der Hosenknöpfe im Trockner, ein wenig Vogelgezwitscher draußen, beobachtete die Damen vom Büro gegenüber beim rauchen, sah die Post durch und BÄÄÄÄÄÄM!!!! …. steht plötzlich ein kleines verschleiertes Wesen hinter mir und fragt: „MAMAAAAAH, kann ich was Süßes!“ … *Herzstillstand*….. dieses unerwartete Auftauchen eines meiner Kinder außerhalb der Ich-bin-Mutter-Zeit war in meinem Unterbewusstsein nicht vorgesehen.

*herzrasenderallerfeinstensorte*

Nach einem kurzen schrillen Schrei meinerseits und einem mächtigen Zucken auf Seiten der kleinen Königin, fiel mir auch wieder ein, dass ich nicht vergessen hatte sie in den Kindergarten zu bringen (dieser Gedanke mit zeitgleichem Rabenmutter-schlechtem-Gewissen flammte kurz auf), und wir fielen uns in die Arme! 😀

Ich bin echt zu Alt für so´n ……! 😉

Ich mach dann jetzt mal Mittagessen und arbeite morgen weiter! Ob ich die Kinderärztin nachher um Herztropfen bitten sollte?

In diesem Sinne: Wann und wo hast Du Deine Kinder schon mal vergessen?

2 Gedanken zu „… und der Home-Office-Herzinfarkt!

  1. Es ist schon eine ganze Weile her, als ich noch im Angestelltenverhältnis gearbeitet habe. Ich habe den Junior, damals knapp 2, morgens auf dem Weg zur Arbeit immer in der 10 km von zuhause entfernten KiTa vorbei gebracht bevor ich mich in den morgendlichen Berufsverkehr auf der A5 gestürzt habe.

    Eines morgens fahre ich quasi noch im
    Halbschlaf auf die Autobahn auf als von hinten ganz zaghaft ein fragendes „Mama“ ertönt …. Hatte ich glatt vergessen den Kurzen bei der KiTa abzusetzen und hätte ihn versehentlich bis mit ins Büro genommen. 😉

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