… und der Blick ins #Familienalbum für @FrauMutter!

Meine Blogger-Kollegin FrauMutter ruft alle die, die in den 70er- und 80er-Jahren aufgewachsen sind, auf mal einen Blick in das Familienalbum zu gewähren und zu beschreiben was denn Damals so anders war als Heute! 🙂

Und was glaubt Ihr an welcher Stelle im Fotoalbum mir natürlich die besten Erinnerungen kamen?
Röschtööööööösch … Thema Kindergeburtstag!


Einladungen – Damals

Es wurden im örtlichen „Schreibwarenlädchen“ oder „Krämerladen“ fertige Einladungen gekauft, Datum & Zeit der Party plus Name des Gastes & Geburtstagskindes eingetragen, im Kindergarten verteilt an die Freunde, die das Geburtstagskind dabei haben wollte!
Die, die keine Einladung bekamen waren beleidigt, aber das war ein Gefühl, das wir lernen durften auszuhalten.

Einladungen – Heute
Die auf das Motto abgestimmten Einladungen werden nach tagelanger Internetrecherche für Bastel-Ideen und anschließendem Zubehör-Online-Bestellvorgang oder der Komplettplünderung des ortsansässigen DIY-Kreativ-Marktes in filigraner Perfektion selber gebastelt und literarisch betextet. Diese werden nun an die 16 übrig gebliebenen Kandidaten des komplizierten Auswahlverfahrens (Kinder befreundeter Eltern, Kinder bei denen das Kind eingeladen war, Kinder von Geschäftskollegen, Nachbarkinder, andersaltrige Geschwisterkinder von Nachbarkindern mit denen das eigene Kind mal gespielt hat, Kinder von Menschen die man aus welchem Grund auch immer gerne näher kennenlernen möchte, Freunde des Kindes, …) privat überreicht oder im Kindergartenfach versteckt, um die Kids, die nicht eingeladen wurden (bzw. dessen Eltern) vor der Enttäuschung zu bewahren. Sowas ist heutzutage pädagogisch nicht mehr zumutbar.

Zwischen-Anmerkung der Redaktion:
Ich beschreibe das „Heute“ sehr überspitzt! 😉
Versteht das bitte nicht falsch! 🙂 Auch ich mache das heute teilweise so! 🙂 Wer das alles gerne macht, der/die soll das auch sehr gerne weiterhin so machen, ich möchte hier NIEMANDEN angreifen! Vieles davon liebe ich, mache es selber und biete es nach Absprache in meinen Konzepten natürlich gerne mit an. Aber ich erlebe eben in der täglichen KiKo-Praxis immer wieder Mütter die völlig überfordert verzweifelt alles RICHTIG machen wollen, leider kein DIY-Talent besitzen, den Wahnsinn aber unbedingt mitmachen möchten, weil Ihr Kind nicht ausgegrenzt werden weil der Druck der „perfekten Mütter“ so groß ist, weil ALLE es so machen!
Darum habe ich ja KiKo Kinderkonzepte erfunden! 🙂

 

Speisen & Getränke – Damals
Auf dem Esstisch standen: ein einfacher Kuchen mit Kerzen in der Anzahl der Jahre, Chips, Flips, Negerküsse (damals durften wir das noch so nennen!), Kekse, Smarties, Milch & ausnahmsweise Orangensaft

Speisen & Getränke – Heute
Die auf das Motto abgestimmte aufwändig eingefärbte und dekorierte Geburtstagstorte mit Fondant ziert selbstverständlich ein Podest auf dem extra eingerichteten Buffet. Essen tut sie keiner, denn Fondant schmeckt nicht und der bunt eingefärbte Teig macht den Kindern Angst. Zusätzlich befinden sich hier aber noch hochkomplizierte Muffin-Formationen auf farblich abgestimmten Etageren, in der Vor-Nacht selbstgemachte Cake-Pops, mottogerechte Süßigkeiten und ein kleine Auwahl an gluten-, laktose- und sonstigen Allergen-freien Lebensmitteln. UND selbstverständlich verschiedene Limonaden, Säfte, Smoothies, und diverse zuckerfreie Trinkpäckchen.

Geb 70 & 80 erDeko – Damals
Luftschlangen an der Lampe und auf dem Tisch & vielleicht ein paar Luftballons und das normale Geschirr der Familie

Deko – Heute
Die auf das Motto abgestimmte Dekoration wird eigens für diesen Geburtstag angeschafft und vermutlich anschließend entsorgt. Dekoriert wird, selbstverständlich mottogerecht, die gesamte Wohnung, insbesondere das Buffet und die Geburtstagstafel! Bis 6 Jahre gibt es einen Zug (oder Ähnliches), der jedes Jahr einen weiteren Anhänger inklusive Kerze erhält. Ab 7 dann aufwändige Installationen mit Teelichtern, großen Kerzen oder geschnitzte Zahlen in Kerzenkränzen! Es gibt Luftballontrauben, farblich passende Girlanden, Papierblumeninstallationen, Wimpelketten, und farblich oder mottogerecht dazu passend Muffinförmchen, Strohalme, Pappteller, Pappbecher, Geschenkpapier und Tischdecke.

Geb 70 & 80er

Spiele – Damals
Obligatorisch war Topfschlagen! Ansonsten haben wir draußen im Garten mit allem vorhandenen Zeug gespielt, oder bekamen im Wohnzimmer den Karneval-Fundus zum verkleiden und hatten mit weiteren Süßigkeiten (die vor Ort sofort verzehrt wurden) sehr viel Spaß!

Spiele – Heute
Die auf das Motto abgestimmten Spiele, für die selbstverständlich eigens Utensilien, Bastelmaterialien und themengerechte Preise angeschafft werden, finden perfekt vorbereitet und moderiert durch die Mutter unter Aufsicht statt. Die erworbenen Preise, die wahlweise pädagogisch wertvoll, völlig unsinnig oder erbastelt (mindestens aber farblich abgestimmt) sind, werden in themengerechten Plastiktütchen (natürlich mit dem Motiv des Pappgeschirrs) gesammelt und zum Ende der Party jedem Gast zusammen mit den Gastgeschenken (die meistens den Wert des mitgebrachten Geburtstagsgeschenkes bei weitem übertreffen) nach Hause mitgegeben.

Es waren herrliche Zeiten! Aber das HEUTE macht eben auch Spaß! 😀

Und Ihr? Wie feiert Ihr?
Welche besonderen Eigenarten habe ich vergessen?

8 Gedanken zu “… und der Blick ins #Familienalbum für @FrauMutter!

  1. Pingback: Die Blogparade #Familienalbum und ein großes Danke von mir! Frau Mutter Blog

  2. Hier Luna, HIER sind die Frauen, die tun was sie selber wollen und es tut so gut zu lesen das es UNS noch gibt! 🙂

  3. Meine Tochter wollte ihre Einladungen selber basteln. Sie waren ein bisschen schief, das Motiv eben so gut, wie eine siebenjährige malen kann. Ich habe noch Einladung drauf geschrieben und den obligatorischen Text in die Karte. Ansonsten habe ich die Karten so gelassen. Diese Mottos gehen mir prinzipell auf den Senkel, aber man kommt ja nicht mehr drum herum, wenn einem die Kids selbst damit in den Ohren liegen. Wir spielen klassische Spiele wie Eierlaufen, Topfschlagen, Stuhltanz, Schokoladenessen und die Kids sind immer mit Feuereifer dabei. Das Essen könnte man sich eigentlich sparen, denn sie sind so mit Süßigkeiten übersättigt, dass mehr als ein oder zwei Happen nicht mehr reingehen. Und die wunderhübsche selbstgestaltete Eisköniginnentorte interssiert die Kids nicht die Bohne, die wollen lieber den alternativ angebotenen Schrumps aus der Tiefkühltruhe. Frauen sind Wesen des Gruppenzwanges. Genauso, wie es heutzutage kaum noch Frauen gibt, die sich nicht rasieren, gibt es kaum noch Frauen, die die Schultüten nicht selbst basteln, irgendwelche Backkunstwerke erzeugen und möglichst wirksam auf Facebook präsentieren. Ich habe leider den Eindruck, dass es oft nicht um die Kinder geht, sondern darum, sich selbst möglichst gut darzustellen und den Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen. Wo sind die Frauen, die tatsächlich das tun, was sie selber wollen und nicht das, was sie glauben, dass sie es wollen, weil alles es wollen?

  4. Wir feiern tatsächlich wie „damals“!

    Es gibt Luftschlangen, einpaar Luftballons, einen Gabentisch und der Stubentisch trägt dann Mamorkuchen und Kekse, dazu einpaar Smarties und Flips. 😉

    Die Karten werden gekauft (das Kind darf aussuchen) und die engsten Freunde werden einladen die grad nicht doof zu einem sind, im Schnitt 4-5 Kinder. Diese werden offen in die Kisten der Kinder gesteckt, das andere gerne beleidigt sein dürfen. Da sehen wir gern drüber hinweg und meine Jungs sind auch sehr prakmatisch was das Thema angeht. „You don’t like me, I don’t care!“

    Der Jüngste hat letztes mal garkeinen Eingeladen und wollte lieber mit uns und seinem Bruder in einen Indoorspielpark. Ja dann bitteschön, wir hatten einen schönen Tag mit Pommes und (oh Schreck) ein Glas Cola.

    Was wir sonst gern machen sind Schnitzeljagten, hauptsächlich um das große Chaos von Zuhause fern zu halten. Dann gehts 1-2 Stunden um den Block bis die Jungs ausgepowert sind, zum Abendbrot Nudeln mit Soße und ab nach Hause.

    Wirklich celebrieren tun wir das dann mit der Familie, wenn Ruhe ist und die Jungs sich über ihre Geschenke wirklich freuen können.

    Ich bin ganz großer Fan von DIY und verdiene ehrlich gesagt auch mein Geld damit, man muss aber bei Kindergeburtstagen ja nicht jeden Hype mitmachen. Bewegung macht oftmals mehr Spaß, als ein verklebtes Kind, gepaart mit Glitzer und Pailletten.

  5. Ich muss grinsen 😀
    Grade kibdergeburtstag gefeiert. Es gab passenden kuchen und Servietten, und der erspielte Süßkram gabs in mottotütchen mit nach hause. Das klassische topfschlagen kam gut an und Gastgeschenke wurden nicht vermisst. Alles in allem eine bunte Mischung aus damals und heute 😉

  6. 🙂 WIr feiern nachwievor nach der alten Methode. Und vor allem nicht bereits mit 1 Jahr sondern erst ab dem 6. Geburtstag (Schule)

  7. Unbedingt erforderlich: eine Pinata. Entweder selbst gebastelt oder mottogerecht im Internet gejagt. Zweck der Pinata ist ja, sie kaputt zu kloppen, weswegen sowas schon gerne mal 20 € aufwärts kosten darf…

  8. Beim lesen des Beitrages musste ich sehr schmunzeln – ich bin dann auch so eine übertriebene Mama – aber mir macht es Spaß – gerade gestern ist meine Tochter 6 geworden und wir hatten eine Pferdeparty. Mit selbst gebastelten Einladungen (wozu haben wir einen Schneideplotter), 2 Pferdekuchen (die Kinder haben kaum was gegessen) und leckerem Mittagessen, wo auch fast nur die Erwachsenen von profitiert haben – denen hat es wenigstens geschmeckt 😉

    Topfschlagen haben wir auch gespielt – unter dem Topf lag eine Seifenblasenflasche mit selbstgemachten Etikett mit natürlich einem Pferd drauf :-p Wir haben keinen Holzlöffel zum schlagen verwendet, sonder eine Mohrrübe 😉

    Außerdem haben wir Steckenpferde gebastelt und im Garten ausprobiert mit Parcourhinternislauf und Hufeisenwerfen. Die Kinder waren begeistert und ich auch 😛

    Ich bastel gerne – und habe so wenigstens einen Anlass 🙂

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