… und der K(r)ampf mit der Telekom!

Seit ich Yoga mache bin ich ein echt geduldiger Mensch, aber die Telekom hat es geschafft mich so aus der Fassung zu bringen, dass ich am Telefon zu einem Menschen, außerhalb unserer 4-Familien-Wände, mal ausnahmsweise echt böse geworden bin. Die Menschen innerhalb unserer 4 Wände kennen das schon. J

Schon seit Wochen ist immer mal wieder beim Fernsehen das Bild stehen geblieben, oder der Media-Festplatten-Dings-Receiver gleich ganz abgestürzt. Seit den Weihnachts-Feiertagen ist immer und immer wieder das Internet und die Telefonleitung gestört! Mir glaubte mein Göttergatte natürlich nicht, aber als er das nun im Urlaub selber erlebte fing er an sich zu kümmern. Er hing regelmäßig in der Warteschleife und wir bekamen Rückrufe.

Erst war es der Tatort den wir nicht ganz sehen konnten, dann wurde das Staffelfinale von Greys Anatomy nicht aufgenommen *weltuntergangstimmung*, beim bloggen verschwand der halbe Text im Nirwana zwischen Router und Blog-Server *katastrophenalarm*. Immer öfter kamen wir gar nicht mehr ins Internet! Meine Vermutung war ja, das wir mit 2 Ultrabooks, 2 Tablets & 3 Handys die Anzahl an zugelassenen Geräten die sich inzwischen in das WLAN einwählten überschritten hatten. Mein Göttergatte betrachtete mich als bräuchte ich die Männer mit der weißen Jacke, lächelte milde und steckte mich in die Schublade „Weibliches Technikunverständnis“!

Je mehr die Telekom aber nun die Leitungen prüfte, desto schlimmer wurden die Probleme. Bis wir quasi täglich mit denen telefonierten. Irgendwann gab es diese Woche nun nachmittags ein Problem, der GG wieder im Alltag, ich allein Zuhaus und rief die Hotline an. Nach dem üblichen Telekom-tüdüdüdüdh kam die Frage vom Band ob ich wegen Störung oder Umzug anrufe, ich hatte Zeit um zu Antworten per Spracheingabe und war angenehm überrascht, dass die Antwort SOFORT verstanden wurde. Die Technik hat sich echt gemacht seit ich das letzte Mal einen Kundendienst angerufen habe, vielleicht auch ein Zeichen für mein Alter, *seufz* aber ich schweife schon wieder ab. Sorry! Als nächstes musste ich unsere Telefonnummer einsprechen, und auch diese wurde gleich richtig verstanden, wie mir die Wiederholung der Nummer per Band vorgelesen wurde. Anschließend wurde ich darüber informiert, dass zu Schulungszwecken die Gespräche aufgenommen werden und ich dem bitte zustimmen soll, anschließen dann die Info alle Kundenberater seien im Gespräch und ich solle mich darauf einstellen, dass ich nun 20 Minuten warten müsse! … WHAT? … 20 Minuten? … *hektischumguck* Wie zum Teufel beschäftige ich nun die 3 Kinder, die sich den lieben langen Tag wunderbar alleine beschäftigen können, aber wie die Lemminge SOFORT um mich herumwuseln und ultrawichtige Fragen haben, sobald sich ein Telefon auch nur meinem Ohr nähert! *hmpf* Ich hörte also nun Minutenlang die übliche Warteschleifenmusik und wurde nach 16,5 Minuten von dem heimkommenden Ehemann informiert, dass die Damen und Herren Telekom sich mit Ihm in Verbindung gesetzt hatten. *hysterischkreisch* Kommunikation …. setzten, 6! Alle Geräte sollten vom Netz haben die gesagt, alles wieder neu verkabelt und neu gestartet. Half aber leider nicht! Mein Technik-Admin-Eheheld telefoniert also den gesamten Abend, die Kinder können Ihre täglichen 30 Minuten Medienzeit nicht mit Yakari oder am Tablet online verbringen und sind sauer! L DANKE TELEKOM!

Am folgenden Tag kann ich immer mal kurz arbeiten um wenige Minuten später dann mal wieder nicht ins Netz zu kommen. Aber es ist echt anstrengend immer und immer wieder auf dem Bildschirm mit dem gleichen „Die Seite kann nicht angezeigt werden“ begrüßt zu werden. 🙁

Also wieder … Telekom-tüdüdüdüdüh, die Frage ob ich wegen Störung oder Umzug anrufe, unsere Telefonnummer einsprechen, Wiederholung der Nummer per Vorlesung, Info zu Schulungszwecken die Gespräche aufgenommen werden, Info alle Kundenberater seien im Gespräch und ich solle mich darauf einstellen, dass ich nun 20 Minuten warten müsse! … Warteschleifenmusik … der Hals schwillt, die Frisur sitzt. Nach 30 Minuten habe ich einen Techniker-Termin für den nächsten Tag ergattert. Der kommt dann zwischen 8 und 12 Uhr.

Yeah! *künstlichfreu*

So sitze ich hier und warte und arbeite mal ein paar Minuten und dann eben wieder nicht mehr und dann mal kurz doch wieder und warte und warte und warte. So ab 11 Uhr ist dann ALLES tot! Kein Telefon, kein Internet, kein Fernsehen! Letzteres kommt besonders gut, weil hier zwei Fiebermädchen auf dem Sofa herumlümmeln und ausnahmsweise doch mal mehr als 30 Minuten hätten fernsehen dürfen! *hmpf* Mama arbeitet schließlich im Homeoffice.

Der nette Nachbar, ebenfalls Homeoffice, ebenfalls bei der Telekom, ebenfalls Probleme, ebenfalls Techniker dagehabt, steht vor der Tür und fragt ob wir auch ständig kein Internet haben. Supi, da hockt der Techniker vermutlich in irgendeinem Schaltkasten in dieser Stadt und steckt wild die Anschlüsse um. Wir warten bei einem gemeinsamen Kaffee auf seine Ankunft, die aber nicht erfolgt und beschließen irgendwann die offline-Aufgaben auf unseren Schreibtischen abzuarbeiten. Es kommt auch in den folgenden Stunden NIEMAND und um 15:00 platzt mir der Kragen, denn hier ist „rien ne va plus“ angesagt. NICHTS GEHT MEHR! Die Kinder nölen krank auf dem Sofa rum und mögen keine Hörspiele mehr hören, ich müsste dringend das Kongressticket fürs Wochenende bezahlen, Konzepte losschicken, einen Blogbeitrag veröffentlichen, etc. … Also wieder … Telekom-tüdüdüdüdüh, die Frage ob ich wegen Störung oder Umzug anrufe, unsere Telefonnummer einsprechen, Wiederholung der Nummer per Vorlesung, Info zu Schulungszwecken die Gespräche aufgenommen werden, Info alle Kundenberater seien im Gespräch und ich solle mich darauf einstellen, dass ich nun 20 Minuten warten müsse! … Warteschleifenmusik … der Hals schwillt, die Frisur wackelt. … und bumms fliege ich nach 12,6 Minuten aus der Leitung. *fassungsloshandyanstarr* Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen, …. Nochmal … Telekom-tüdüdüdüdüh, die Frage ob ich wegen Störung oder Umzug anrufe, unsere Telefonnummer einsprechen, Wiederholung der Nummer per Vorlesung, Info zu Schulungszwecken die Gespräche aufgenommen werden, Info alle Kundenberater seien im Gespräch und ich solle mich darauf einstellen, dass ich nun 20 Minuten warten müsse! … Warteschleifenmusik … der Hals schwillt, die Frisur kann mich mal, und nach 20 Minuten habe ich tatsächlich eine Dame dran.

Ich erkläre kurz was bisher war und frage, in nicht mehr ganz so freundlichem Ton, was ich bitte tun müsse damit mir ENDLICH geholfen wird. Die Dame erklärt mir, im gut geschulten ruhigen Tonfall, dass der Techniker etwas ausgewechselt hat und uns aber anschließend nicht erreicht hat. Da platzt mir nun endgültig die Hutschnur und die Frisur gleich mit. „Ach!“ sage ich in sarkastischem Tonfall, „woran DAS wohl liegt! Das man UNS nicht erreicht!“ Fehlt es da an Intelligenz bei mir oder bei denen? *hektischrumfuchtel* Wenn ich als Service-Techniker der Telekom, einem TELEFON-Unternehmen, losziehe weil der Kunde eine Störung des TELEFONS meldet, es versuche zu reparieren und Ihn dann NICHT am TELEFON erreiche …. Na? …. klingelt da was? … also AUSSER dem Telefon? Ich lasse, nach einer kurzen Info, dass ich weiß das Sie persönlich nichts dafür kann (als ehemalige Verkaufsleiterin bin ich schließlich mindestens genauso gut geschult), meinen gesamten aufgestauten Frust bei der Dame ab und frage provozierend was wir jetzt machen? Auf jeden Ihrer Vorschläge kann ich leider nur Antworten: „Das haben Ihre Kollegen alles schon gemacht/Das haben Ihre Kollegen uns auch schon versprochen!“ Dann bot sie mir einen erneuten Techniker-Termin an. Der kommt dann morgen. Aber ich solle doch auch mal den Stecker am Router ziehen, einige Minuten warten und dann, wenn es geht, aber bitte den Termin mit dem Techniker wieder absagen. Die Frage ob es denn da eine Durchwahl gebe um dem Aufnahmeritual und der Warteschleife zu entgehen, verneinte sie. Als ich Ihr dann sagte, dass sie ja wohl nicht ernsthaft glaube, dass ich mir Telekom-tüdüdüdüdüh, die Frage Störung/Umzug, Telefonnummer einsprechen, Wiederholung der Nummer, Info zu Schulungszwecken, Info alle Kundenberater seien im Gespräch und 20 Minuten Warteschleifenmusik antue, beantwortete sie gar nicht mehr. Und die Erwähnung das der Techniker dann eben umsonst käme quittierte sie mit „KLICK“! *handywiederanstarr* Jawohl … sie hat einfach aufgelegt!

Mein Vater schickte dann abends eine genervte WhatsApp-Nachricht mit dem Text: „Wie kann man Euch auf dem Festnetz erreichen, ohne das eine Box die Nummer auswendig lernt, die ich grad gewählt habe.“ 😉 und mein Mobilfunkanbieter informierte mich per SMS das mein Datenvolumen für diesen Monat nun erschöpft sei! *innereshandgemenge*

Das du nun diesen Text lesen kannst, verdanken wir dem Techniker der nun soeben endlich auftauchte, sämtliche Verteilerkästen, -dosen und Kabel geprüft hat. Zum Glück liegt es nicht an unserer Technik (was nämlich eine Rechnung für uns bedeutet hätte) sondern ein massives Problem in der Hauptleitung, welche den Port, den der Techniker gestern angeblich ausgetauscht hat, direkt wieder zerstört hat. Heißt aber auch, das es jederzeit wieder vorbei sein kann! *augenroll* In diesem Sinne: DANKE TELEKOM! *ironieoff*

2 Gedanken zu „… und der K(r)ampf mit der Telekom!

  1. Hallo Küstenmami,

    das ist ja das ärgerliche! 😉 Wir haben gerade von zwei anderen Anbietern extra zur Telekom gewechselt! :-/
    Es lag wohl an einem Fehler in der Hauptleitung, den Nachbarn ging es nämlich ähnlich! 🙁

    Liebe Grüße
    Simone

  2. Hallo Simone,

    Du Arme, das kommt mir soooo bekannt vor… Es ist unglaublich, wieviel Lebenszeit man in Warteschleifen von Telefonanbietern vergeudet! Das ist doch echt ein Fall für den Verbraucherschutz. Halt durch, sei tapfer – und vielleicht hilft auf Dauer ein Anbieterwechsel?

    Mitfühlende Grüße

    Küstenmami

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