… und ein Eigenlob das nicht stinkt!

Da meine Blogger-Kolleginnen zu so vielen tollen Bloggerparaden mit so vielen interessanten Themen aufrufen, kommt Ihr in diesen Tagen in den Genuss von regelmäßigen Beiträgen von mir! 🙂

Diesmal könnt Ihr Euch bei Lucie Marshall bedanken. Die hatte nämlich die großartige Idee uns Mütter dazu aufzufordern sich (oder eine andere tolle Mutter) mal so RICHTIG zu loben. Und da ich auch finde, das wir als Mütter im Allgemeinen und auch im Besonderen und ÜBERHAUPT viel zu wenig gelobt werden, machen wir das nun eben selbst! Was, wie ich zugebe, eher ungewöhnlich, also nicht gewöhnlich ist, aber „gewöhnlich“ wollte ich ja eh noch nie sein! *frechgrins*

header_momsrock-700x500[1]

Hier also mein Beitrag zu #momsrock der Blogparade zu dem Thema „Das habe ich in Bezug auf meine Kinder wirklich gut gemacht oder das hat eine Mutter in meinem Umfeld sensationell hingekriegt“

 

DAS EIGENLOB

Das ist für mich das, was ich in der Öffentlichkeit nie zugeben würde, weil ich nicht der Typ Mutter bin, die als Besserwisserin zu Allem und Jedem Ihren Senf dazugibt, nur weil sie 3 Kinder und all das schon durch hat. Ich gebe gerne Ratschläge wenn ich gefragt werde, oder im Gespräch erzähle ich mal wie das bei uns war um eine verzweifelte Mutter zu beruhigen, aber ich würde NIEMALS sagen: „Das musst du soundso machen!“ oder „Meinst du nicht, das es besser wäre wenn du Deinem Kind jetzt mal sagst, das es jetzt reicht!“. Ich bin da eher die, die hingeht, die Pflanze rettet die der kleine Lümmel da malträtiert und Ihm klipp und klar sagt: „Es reicht!“, nachdem seine Mutter leise und hilflos schon drei mal rief: „Hase, lass das doch bitte!“. Ich setze meinen Kindern ganz klare Grenzen, bin manchmal sehr streng und immer konsequent, aber ich sehe auch immer und immer wieder, dass ich das gut mache und meine Kinder Eigenschaften wie Respekt, Mitmenschlichkeit und Höflichkeit an den Tag legen, und dafür lobe ich mich manchmal eben still selber. Denn die Kinder, die wie dieser KleinkindHase eben nicht mit einem klaren NEIN gestoppt werden, sind später die Kinder die in der Grundschule die „verhaltensauffälligen“ Störenfriede sind, die wir als Elternrat gerade mithilfe der Jugendgerichtshilfe gemeinsam versuchen in die Klassengemeinschaft zu integrieren, damit einfach wieder normaler ungestörter Unterricht stattfinden kann.
Und das ich das mit der Erziehung hier ganz gut hin bekomme, hat mir meine Tante (seit 40 Jahren Erzieherin im Kindergarten) schon oft und eine Erzieherin aus dem hiesigen Kindergarten nun während eines Elternseminares bestätigt! „Sie machten echt viel richtig!“

Und auch ernährungs- und bewegungs- und förderungstechnisch muss ich mich loben. Alle Kinderärzte (wir wechseln ja alle paar Jahre nach dem Umzug auch die) bestätigen mir, dass alles in bester Ordnung ist. Einer sagte mal: „Da haben sie echt drei Prachtexemplare, ich sehe hier nämlich so Einiges!“ Das ging runter wie Öl! 🙂
Ich übertreibe es nicht mit dem Förderwahn, die Kinder können sich super alleine beschäftigen ohne bespasst zu werden, spielen viel und gerne draußen und das auch gerne mal ohne Aufsicht!

Familienmanagerin 1

Als ich mich nun mit KiKo selbständig gemacht habe, war es für meine Familie so auch keine große Umstellung, dass Mama auch mal keine Zeit hat!

 

DAS FALSCHE-KLISCHEE-LOB

Auf der Hochzeit meiner Schwägerin, zu der wir mit 10-Wochen-Säugling aus Spanien angereist sind, nehmen mich mehrfach Verwandte Senioren an die Seite und säuseln mir auf die Schulter tätschelnd zu: „Das ist ja echt toll wie Du das machst!“ Ich wundere mich, weil ich das nun nicht sooooo beeindruckend fand, denke mir aber schön das es Jemand merkt, als Neu-2-fach-Mama so eine Reise zu machen. DAS war zumindest meine Annahme! Als mich aber die dritte „Tante“ mit dem Lob zur Seite nimmt und den Zusatz „Das die hierher kommt! … toll wie Du damit umgehst!“ loslässt, frage ich was sie denn meint und muss dann echt mal was klarstellen.
Sie meinten alle eine Situation die es so gar nicht gab. Zur Erklärung: Meine Kinder haben einen Großen Bruder der bei seiner Mutter lebt. Und da wir in unserer Wir-leben-in-Spanien-Zeit nur selten in Deutschland waren und die Hochzeit in der Nähe der Familie der Grosser-Bruder-Mutter stattfand, hatten die Halbbruder-Mutter und ich mit der Braut (die sie ja auch kennt) ausgemacht, dass sie doch bitte gerne kommen soll. Nun gingen aber die Damen davon aus, dass wir uns natürlich nicht mögen können, und fanden es toll wie nett ich mit IHR umging. Das hat mich erst etwas entsetzt, denn wir verstehen uns super und mir war nicht bewusst, dass das nicht der Normalfall ist, weil ich aber auch noch nie darüber nachgedacht hatte. DAS habe ich dann aber getan und bin inzwischen sehr dankbar für das tolle Verhältnis was wir beiden Frauen haben, wessen wir uns sehr bewusst sind, und worüber wir auch schon gesprochen haben.

Was mich auch direkt zu meinem ANDERE-MAMA-LOB bringt. Diese Halbbruder-Mutter kann ich nämlich nur immer und immer wieder loben. Bei so vielen Höhen und Tiefen (die hier nun allerdings viel zu persönlich wären), echt großen Hindernissen und schrecklichen Vorkommnissen in Ihrem Leben, hat sie es geschafft aus Ihren insgesamt zwei Söhnen, als Alleinerziehende zwei supertolle Jungs gemacht zu haben.
Gäbe es einen #momsrock-Award, ich würde SIE nominieren! 🙂

In diesem Sinne: Für was würdest Du Dich in Bezug auf Deine Kinder selber loben?

 

 

Kommentar verfassen