… und der jährliche Weihnachtsbaum im Innenhof.

Wir wohnen in einem ehemaligen Schloss in Dresden. Klingt schon mal gut, oder? 😉

Wir, das sind über 30 Wohneinheiten mit Familien, Singles, Paaren, Rentnern, Alleinerziehenden & derzeit 25 Kinder, weitere werden erwartet. Klingt auch gut! Oder?
Wir, also meine Familie & ich (Ehepaar mit 3 Kindern), wohnen im ehemaligen Pferdestall im „Südflügel“ und fühlen uns sauwohl. 🙂

Wir sind so gut wie alle 2010 eingezogen und machen ab und an auch gemeinsame Feste. Es gab schon diverse Neujahrsumtrunke, Walpurgisnächte, Public-Viewings zu E- und WM´s, Martinsgans-Essen, Silvesterpartys und gemeinsames Grillen in großen und kleineren Kreisen. Und in jedem Jahr holen wir am Samstag vor dem 1. Advent einen 8-10 Meter großen Weihnachtsbaum (von Freunden, Nachbarn, Arbeitgebern, die den aus Ihren Gärten weg haben wollen und uns noch für die Adventszeit zur Verfügung stellen) und stellen Ihn gemeinsam auf. Im ersten Jahr buddelten wir, nach Rücksprache mit der Hausverwaltung und allen Bewohnern des Geländes, ein Loch im Innenhof und betonierten ein Stahlrohr als Ständer ein. Wie in jeder guten Nachbarschaft hatten wir natürlich auch Gegner (es gab sogar eine extra eine Eigentümer-Versammlung der Senioren! *staun*) Wir kauften Lichterketten, Zeitschaltuhr, Verlängerungskabel und Überfahrschutz. Wir fragten herum welcher Nachbar was machen könnte und es meldeten sich der Feuerwehrmann mit einem Baumfällerschein, eine Nachbarin mit Freundin inkl. Garten und einem perfekten Baum, die Eventagentur die die Lichterkette fast alleine gesponsert hat, die Nachbarn mit der längsten Leiter zum schmücken und viele viele starke Männer zum tragen und aufrichten. Der Mann mit der Motorsäge ist inzwischen leider weggezogen und ich konnte meinen Maschinen-Fetischisten von Ehemann überzeugen eine zu kaufen. Ein Jahr später haben wir uns allerdings von der Mega-Familien-Kutsche mit Anhängerkupplung getrennt, aber es gibt einen anderen Wagen mit Anhängerkupplung.

10409592_1565189027043998_6874504230583792351_n[1]Wir mieten nun also jährlich einen Anhänger, fahren zum jeweiligen Baum und legen Ihn um, die Männer natürlich, also … die Männer den Baum, also hin *räusper* … also die 8-10 Männer legen den 8-bis-10-Meter-Baum hin. Sie ziehen Ihn von Hand auf den Hänger und schleppen Ihn hierher, ins Schloss, in den gemeinsamen Innenhof!

201411291715 Wo natürlich Frauen und Kinder sehnsüchtig auf Ihn warten. Also … ich … ich warte immer sehnsüchtig und wenn er dann kommt, dann kommen auch die Frauen und Kinder alle zum gucken raus! 😀

In diesem Jahr war ER allerdings sehr schwer, sehr widerspenstig, sehr hässlich, ja … er war Grottenhässlich! Er stand direkt neben einem anderen Baum und hatte nur noch wenige Äste, diese wenigen Äste brachen beim fällen und beim immer wieder zurückfallen während des Aufstellens vermutlich ab. 201411291716 201411291717Als er nach vielen Versuchen, viel fachgesimpel diverser Helfer & Anwesender endlich mit Hilfe des Autos in seinem „Ständer“ steckte und auch stehen blieb, sahen wir das Außmaß des Grauens!

…………………………………Nämlich den Stamm!

201411301749Man konnte Ihn sehen! Da waren auf einer Seite keine Nadeln die die Sicht verhindern hätten sollten und schon mal gar keine Äste auf denen die Nadeln hätten sein sollen. Aber alle Beteiligten waren einfach zu geschafft und als ich von der Rückgabe des Hängers wiederkam, verschwunden!

Da aber mein Göttergatte schon die letzten Bäume „gerettet“ hatte, bei einem war z.B. nach einem Sturm der komplette Stamm von oben nach unten durchgerissen, machte er sich am 1. Advent gleich nach dem Frühstück mit sämtlichen bei uns vorhandenem Werkzeug am Baum zu schaffen. 201411301754Es tauchten einige Helfer auf und es wurde gesägt, beraten und gebastelt! Als ich die an dem Wochenende vorhandenen 5 Kinder alle zum anziehen und Zähne putzen überredet hatte und gucken wollte, waren sie fertig und die kahlen Äste hatten mit Kabelbindern einfach schöne Äste verpasst bekommen!
201411301753Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen! 🙂

 

Am schönsten war es aber die Schaulustigen zu beobachten. Es waren herrliche Szenen! *schmunzel*

Da gab es die Ingenieure beim fachsimpeln, den Bänker beim zuschauen, den Eventtechniker auf der Leiter ganz oben, den Raucher, den „Macher“ und den „Handwerker“ und Drumherum … die „Spielerfrauen“ die ratschend und kommentierend auf den Nachwuchs und dessen Abstand zum Baum achteten.
Das volle Klischee!!! 😉

201411301758Abends bei Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichterkette das aller erste mal erstrahlt, treffen wir uns dann zum gemeinsamen Glühweinumtrunk, und DEN und die von allen mitgebrachten Kekse, hatten wir uns in diesem Jahr ECHT verdient!

201411301761

 

 

In diesem Sinne,
auf weiterhin gute Nachbarschaft Ihr Lieben!

P.S.: Vermerk an die Hausverwaltung: Beim nächsten Mieterwechsel vielleicht mal auf einen Kranführer achten. Der fehlt uns hier. Ärzte für Verletzte hätten wir genug! *frechgrins*

P.P.S.: Bitte an Petrus: WIR WOLLEN SCHNEEEEEEEEE!!!

2 Gedanken zu „… und der jährliche Weihnachtsbaum im Innenhof.

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