… und die Medienerziehung meiner Kinder!

Die Lernplattform Scoyo & eine meiner Lieblingsbloggerinnen BerlinMitteMom, die ich sehr schätze, haben mit noch ein paar anderen Experten einen Online Elternabend zum Thema Medienerziehung abgehalten. Wer es verpasst hat, hier ist das Video!
Beide haben nun zur Blogparade Medienerziehung aufgerufen, und da mich das Thema immer wieder beschäftigt und wirklich interessiert, beteilige ich mich hiermit sehr gerne. 🙂20141016_135559

Während ich das hier schreibe sitzen meine Kids natürlich ?…….. passender Weise ?….. GENAU! …. vor der Glotze und genießen Lollywood! 😉 Wir sind derzeit auf Borkum zur Mutter-Kind-Kur und ich nutze die tägliche Medienzeit der Kinder zum Blog schreiben.

Bei uns gibt es Medientechnisch eine ganz klare Regelung! Die beiden Kleinen (4 & 7) dürfen täglich 30 Minuten und die Große (11) darf täglich 60 Minuten. Jeder darf entscheiden wann sie/er was machen möchte. Die Lütte immer (und im Normalfall auch die Großen) gucken Kinderstunde um 19:00 Uhr auf KiKa, die Große dann eben auch die Anschluss-Wissens-Sendungen und die „Kleenen“ gehen (zwar unter Protest), aber da bin ich wie so oft sehr konsequent, schon mal mit vorgelesener Gute-Nacht-Geschichte ins Bett. Hier gibt es ausschließlich KiKa, schon alleine wegen der fehlenden Werbung, aber auch weil hier um diese Zeit zuverlässig keine seltsamen Comics laufen. Es gibt da auf anderen Sendern so Sendungen, von denen bin ich überzeugt, dass Sie aus den Hirnen meiner Kinder Mus machen.
Medienzeit kann aber bei den beiden Großen auch heißen, dass Nintendo gespielt wird. Hierbei achte ich sehr, wie auch bei Film-DVD´s auf altersgerechtes Spielzeug.

Der Sohn guckt ab und zu sehr gerne Filme in der Mediathek der „Sendung mit der Maus“ oder Videos über Kaimare, Feuerwehr oder Flugzeuge auf YouTube.

Das Pubertier ist im Loom-Fieber und guckt derzeit nur noch Filme wie man diese Haushaltsgummi-Schlüsselanhänger und inzwischen sogar Duft-Armbänder mit hochkomplizierten Verknotungen. Wobei mir diese kreative Phase natürlich immer noch lieber ist, als die Horror-Filme die Sie sich (wie Sie mir kichernd mal gestanden hat) in der Schulpause mit Ihren Freundinnen auf einem Smartphone angesehen hat. Danach hatte sie nämlich viele Abende an denen sie panisch aufwachte und nicht nur nicht mehr kicherte, sondern vor Angst nicht mehr einschlafen konnte.

Es gibt in den Kinderzimmern weder Fernseher, noch PC und die Nintendos sind ebenfalls bei mir unter Kontrolle!

Ich muss gestehen das ich den Medienwunsch als Druckmittel nutze, wenn z.B. der Sohn gelangweilt ankommt und die Zweit-Lieblingsfrage stellt: „MAMAAAAH, kann ich Nintendo?“ ist meine klare Antwort-Frage: „Hast Du schon Gitarre geübt?“ 😉 … das macht er dann. Anschließend kommt die obligatorische halbe Stunde Wartezeit um dem Hirn die Chance zu geben das gerade geübte auch wirklich zu speichern (so´n Kinderhirn hat kein Intel inside!) und meistens klingelt dann ein Nachbarkind und der Nintendo ist vergessen. Diese halbe Stunde ist ECHT wichtig! Das sagten mir alle Lehrer wenn sie Erstklässler-Eltern die Sache mit den Hausaufgaben erklären, und auch der Gitarrenlehrer erklärte dem Sohn so schön: Wenn Du von einem Dauerlauf ausgepowert auf dem Sofa hängst, willst Du dann gleich nochmal die ganze Strecke laufen? … Siehste, und DAS schafft das Hirn eben mit der Flut an Informationen auch nicht!

Auch harmlose Spiele auf unserem Ultrabook (mit Touchscreen) werden ab und an nachgefragt, sind aber noch nicht der Renner! Meistens jedoch auch nur weil ich noch selber an der „Maschine“ arbeite, der Appell an das schöne Wetter draußen oder die Ansage: “Erst wird aufgeräumt!“ Ihre Wirkung zeigen und der Anlass der Nachfrage wie so oft doch einfach nur kurz aufsteigende Langeweile war!

Ich stelle immer wieder fest, dass die Kinder bei aufkommender Langeweile kurz mit der Erst-Lieblings-Frage: „MAMAAAAH? Kann ich Fernsehen?“ abchecken ob sie dürften, und wenn das mit Nein beantwortet wird, kommt kurzes Gemaule, aber da sie inzwischen wissen WIE konsequent ich bin, ist es damit meistens dann auch erledigt und sie ziehen wieder ab und suchen sich selber eine andere Beschäftigung! Für mich die beste Bestätigung das es eben auch ohne Medien gehen kann.

Ebenso stelle ich nämlich immer und immer wieder fest, dass das Kinderhirn an sich, oder vielleicht das meiner Kinder im Besonderen, völlig verblödet während sie sich berieseln lassen und im Anschluss an den Medienkonsum ist die Nörgel-Quote bei Allen einfach exorbitant hoch.
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Bevor Ihr mich allerdings jetzt für eine dieser penetranten Medien-Ablehnerinnen haltet, muss ich Euch aber erzählen, dass wir auch ab und an Familien-Fernseh-Abende machen. Da gucken wir mit viel Chips und Salzstangen gemeinsam unter Wolldecken kuschelnd „Frag doch mal die Maus“, „Wetten dass???“ oder diverse Kinder-Klassiker. Und wenn hier Jemand krank ist, dann gibt es auch schon mal ganze Fernseh-Vormittage, damit man kind sich auch wirklich schont und erholt – *flüstermodusan* und Mama trotzdem im Homeoffice arbeiten kann *flüstermodusaus* – *räusper* Aber ich habe wirklich noch NIE, ganz ehrlich, noch NIE meine Kinder vor dem Fernseher „geparkt“ um meine Ruhe zu haben. Da gibt es echt genügend andere Tricks! 😉

In diesem Sinne: Schluss mit lesen und surfen! Raus mit Euch! 🙂

Ein Gedanke zu „… und die Medienerziehung meiner Kinder!

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