… Ferientagebuch! Ein herzlicher Zwischenton!

Die liebe Blogger-Kollegin Anna schreibt immer so wundervolle Urlaubsort-Sehnsuchtsbeiträge auf Ihrem Blog Berlinmittemom und hatte dort vor ein paar Wochen gefragt:
Und was sind Eure Sehnsuchtsorte, an die Ihr immer zurückkehren möchtet?

Ich bin immer sehr neidisch wenn ich das lese, denn wir führen ja eher so ein Nomaden-Leben! Nicht nur, dass wir jedes Jahr woanders Urlaub machen, wir wohnen auch alle 2 Jahre in Europa ganz woanders! Und da wir NIE sicher sein können im nächsten Jahr noch vom gleichen Standort aus starten zu können, buchen wir Urlaube nicht schon Monate im Voraus sondern erst ein paar Wochen zuvor! Bisher hatten wir zwar immer auch kurzfristig Glück, aber es gibt immer nichts Konkretes auf das wir uns freuen können! 🙁
Zur Zeit haben wir für Ende nächster Woche noch immer NICHTS gefunden! 🙁

Und als Anna nun nach den Sehnsuchtsorten fragte, kamen mir nur so Orte in den Sinn, die es schlicht und einfach gar nicht mehr gibt. Die Küche meiner Oma in der Eifel z.B. in der ich sehr sehr viele schöne & lustige Stunden in meinem Leben verbracht habe! Oder die Wohnung eines Mannes der mir viel bedeutet hat, und die mir vor langer Zeit immer ein sehr schöner Zufluchtsort war! *inerinnerungschwelg* Aber da wir ja im Alltag keinen konstanten Ort haben, vermisse ich so einen Sehnsuchtsort, an den ich „zurückkehren“ kann. Bei vielen Ereignissen die in der Zukunft passieren (Einschulung der Jüngsten, Schulwechsel des Mittleren, Schulabschluss der Großen, Sommerfest von XY im nächsten Jahr, …) kommt sofort immer der wehmütige Hintergedanke: „Wer weiß wo wir dann sind ….!“.

Ich suche also innerlich diesen Ort, und gestern ist mir klar geworden das es ihn in meinem Leben DOCH gibt, den ganz persönlichen Sehnsuchtsort!  Es ist mein altes Zuhause in Rinkerode! *glücklichseufz* Das ich zwar mit 16 für meine Ausbildung verlassen habe, wohin ich aber immer wieder gerne zurückkehre!!!
Seit gestern bin ich in diesem wirklich schönen kleinen Dort im Münsterland in Westfalen und spüre eine tiefe innere Zufriedenheit. Hier bin ich geboren und aufgewachsen, und obwohl meine Eltern sich getrennt haben (Nein *lach*, bin kein traumatisiertes Scheidungskind, ich war schon Jahre vorher ausgezogen und es war eine echt harmonische Trennung!) und hier im und am Haus inzwischen natürlich Einiges verändert wurde, es IST und BLEIBT mein Zuhause!

20140807_192108Ich verbringe mit den Kindern so oft es geht ein paar Ferien-Wochen im Jahr hier bei meinem Vater und Bruder, und dessen Familie. Es ist ein großes Grundstück außerhalb des Ortes und ein absolutes Kinder-Paradies. Die nächsten Nachbarn sind je ein Kuhfeld weiter, haben selbst kleine Kinder und meine Bande und Ihre Cousins können hier draußen so viel und so lange laut mit dem Hund herumtoben bis es MIR auf die Nerven geht. 😉 Da der Betrieb meiner Eltern (mein Bruder übernahm vor ein paar Jahren) hier auf jeden Fall mehr Lärm verursacht als meine Streithähne, ist auch Mittagsruhe kein großes Thema! Trampolin, Klettergerüst, Planschbecken, Sandkasten, Spielzeug in rauhen Mengen, große LKW´s die Waren liefern, Gabelstaplerverkehr, große Landmaschinen auf den Feldern, ….., UND eine Schaukel auf der unsere Jüngste nun heute endlich das „ganzelleinezaukeln“ für sich entdeckt hat!

§3Wir essen das was gerade da ist und worauf wir eben Lust haben!

Ich sitze im Schatten oder in der Küche, suche nach einer Ferienwohnung im Internet, pflege meine Füße, lackiere mir die Nägel so ausgiebig wie ich das nur einmal im Jahr schaffe, blogge in aller Ruhe! Und höre durch alle geöffneten Fenster der glücklichen Bande draußen zu! Ab und an tauchen durstige, schmutzige, manchmal auch nach Pflaster suchende Kinder auf und sind meistens nach ca. 16,5 Sekunden wieder verschwunden! Manchmal zieht sich auch eins in eines unserer Zimmer zurück und hört Geschichten oder Musik, aber alles ist easy! …. Nein, ich hatte bisher KEINEN Alkohol! …. Dafür aber viel zu viel Kuchen und Eis! *seeliggrins*

Abends schlemmen wir mit Opa, beobachten wilde Kaninchen auf dem Rasen und genießen den Sonnenuntergang am Küchenfenster.

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In diesem Sinne: Wo ist Eure „Heimat“?

 

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