… und die Begegnung mit 4 verschiedenen Ärzten an einem Tag!

Es fing ganz harmlos mit „normalen“ Terminen an. Na ja fast „normalen Terminen“, denn wir haben gerade ein gravierendes Problem. Unsere Kinderärztin ist seit November krank und man geht derzeit davon aus, dass sie erst im Sommer irgendwann wiederkommt. Es gibt keine direkte „Vertretung“ wie das sonst bei Urlaub der Fall ist, und ich versuche seit Wochen einen Kinderarzt für die nächste U-Untersuchung zu bekommen, werde aber überall abgewiesen. Keine Termine vor August und U leider gar nicht! Außer natürlich akute Sachen, aber allergisches Asthma, Untergewicht und U-Termine sind NICHT akut, musste ich lernen!

Mit viel Jammern und der Behauptung das wir neu hergezogen sind (frau ist ja lernfähig) hatte ich zumindest für die Große einen Termin zur Blutabnahme ergattert. Die isst so gut wie gar nichts mehr, wiegt sowieso viel zu wenig für Ihre Größe und ich tippe auf Eisenmangel, das hatten wir schon mal! Vorher schnell die Kleene in den Kindergarten gebracht, und den Mittleren zur Eile angetrieben, damit wir die ersten sind, die Große schnell da wieder raus konnte und pünktlich zur Schule. Doc 1 war also schnell abgearbeitet.

Bei Doc 2 hatte der Mittlere einen Allergologen-Termin bei unserer Homöopathin die auch Hautärztin und Allergologin ist. Diesen Termin hatte ich nur zwei Tage vorher erjammert. Einer von diesen „Ach ich sehe gerade das da was frei geworden ist!“-Terminen, von denen man ja eigentlich weiß, dass es die freigehaltenen aber nicht vergebenen Privat-Versicherten-Termine sind! Aber egal, beim Mittleren vermute ich schon länger eine Hausstaubmilben-Allergie die nun durch Heuschnupfen und toben im Elternbett zu einem Asthma-Anfall geführt hatte. Was für den Kinderarzt aber „immernochnich“  a.k.u.t. war. *augenroll* Woraufhin ich übrigens den Sächsischen Kinderschutz über den Schei… mal informiert habe, DIE erinnern uns nämlich schon seit Wochen an den U-Termin!

Zwischendurch hatten wir noch etwas Zeit und waren beim Doc des Göttergatten eine Überweisung abholen. Praxis 1-3 waren so geplant und es klappte auch alles so reibungslos, das der Mittlere dann, sehr zu seinem Unmut, doch noch die letzten 3 Stunden Unterricht mitmachen konnte, sollte, durfte, musste, …..!

Soweit, so gut! Ich nutzte die eigentlich abgeschriebenen Stunden, die Kinder gehen meiner Selbständigkeit vor allem bei Krankheit eben doch vor, für meine Homepage-Überarbeitung.

Die beiden Großen trudelten nach und nach ein, die Große holte überraschender Weise ohne pubertierende Maulerei die Kleene aus dem Kindergarten ab und der Mittlere wurde zum Chor abgeholt. L.ä.u.f.t.! ….. dachte ich!

Zu früh gefreut! Der Sohn kam heim und klagte über Ohrenschmerzen. Als ich dann mal nachguckte kam mir eine Blutkruste entgegen! Schock 1! Mit Taschenlampe und Ohrenstäbchen bewaffnet schmiss ich die Schwestern aus dem Bad um in Ruhe zu mamarieren (säubern, gut zureden, tränen trocknen). Die Blutkruste kam nur von einer kleinen Verletzung aber die Schmerzen saßen tiefer. Erneute Begutachtung mit Taschenlampe ergab: Was Weißes! Schock 2! Schnell vergleichen mit dem anderen Ohr, sah anders aus, also überlegen wie´s weiter geht! Nach einigen Minuten dann das Geständnis: Mamaaaaaah, mir ist da heute ein Stein reingefallen und den habe ich nicht rausgekriegt! Schock 3! WAAAAAAAAAAAAAS? Und das sagst Du mir erst JETZT??? – Sohn kleinlaut: Ich dachte der kommt wieder raus wenn ich größer und gewachsen bin?

Da der Stein eindeutig zu tief feststeckte, ab in die Klinik! Anmeldung im Eingangsbereich per Klingel: Unfreundliches „HALLO?“ – „Guten Tag, mein Sohn hat einen Stein im Ohr!“ – Noch unfreundlicheres „NA TOLL!, dann kommse ma hoch!“ KLICK!

Das macht Hoffnung! *grummel* Aber nach kurzer Überlegung sind wir dann doch geblieben. Oben im Wartezimmer zum Glück nur ein einzelner sehr gut aussehender Mann. *räusper* Also zum Glück nur einer und nicht 10 ….. also die vor uns dran ….. also Ihr wisst schon! *rotwerd*

Sohn natürlich wieder quietschfidel und laaaaaaaaaaaaaaangweilig, bekam mein Notizbuch und Stift: Hier, schreib mal auf was heute alles passiert ist!

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Wir wurden aufgerufen bevor er fertig war! 😉

Die Ärztin hat dann, unter großem Protest meines Sohnes, der auf meinem Schoß saß und den ich festhalten musste, im Ohr herumgepult und als sie kurz davor war uns zu erklären, dass sie wohl doch operieren müssen, hat das Ding sich gelöst und heraus kam ein kleiner superscharfer Kieselstein, den ich nun auf das Blatt mit dem Text kleben werde und Ihm dann mit genau DIESEM Blog-Bericht, vor versammelter Freundesschaar, zum 18. Geburtstag schenken werde!

In diesem Sinne, nicht nachmachen! 😉

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