Oh what a week! Die 5 Freitagslieblinge! #freitags5 #34/16

Hast du mich vermisst letzten Freitag? *neugierigguck*

Wie du hast gar nicht gemerkt, dass ich bei den Freitags-Lieblingen letzte Woche gefehlt habe! *händeindiehüftestemmundböseguck*

Wie auch immer, hier sind meine 5 Freitags-Lieblinge für Dich! 🙂

Da ich eine ganz böse Kiefer-OP und tollen Besuch hatte, habe ich es einfach nicht geschafft, und daher gibt´s wieder die Zusammenfassung aus 2 Wochen.

Lieblingsessen der letzten 2 Wochen
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Wie du vielleicht weißt, bin ich nicht nur seit 13 Jahren begeisterte Thermomix-Nutzerin, sondern auch seit über einem Jahr Hobby-Repräsentantin. Und als solche darf ich seit 2 Wochen den neuen Cook-Key ausprobieren. Der verbindet den Thermomix per WLan mit dem Online-Rezeptportal und ich habe ganz neue Möglichkeiten um auch Wochenpläne und Einkaufslisten zu erstellen. Herrlich! Und da habe ich ein Rezept für Kasesouflé ausprobiert. Es war ein Traum! Dazu gab es einen Alibi-Gurkensalat und schon waren alle glücklich! Das Ganze dann auf dem Sofa während wir Olympia geguckt haben! *laolawellestart*

Lieblingsbuch der letzten 2 Wochen
20160814_193508Nach der Schnulzen-Trilogie im Urlaub habe ich mir dann doch noch wieder ein romantisches Buch aus der Bibliothek mitgebracht. Ein ganzes halbes Jahr. Die Verfilmung läuft aktuell im Kino, aber sowas lese ich lieber selber! 🙂 Und DAS war das mit Abstand romantischste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Es ist soooooo schön! Ich glaube kennen tut die Geschichte grad jeder, ansonsten hier der Trailer! Gut das ich die letzten 60 Seiten in der Hängematte „alleine“ und nicht im Urlaub am Strand oder so war. Ich habe durchgehend Rotz und Wasser geheult. Meine Familie hat sich erst kaputt gelacht und sich dann aber auch Sorgen gemacht. Ich habe überhaupt noch NIE so viel Tränen vergossen wie bei diesem Buch.
Absolut EMPFEHLENSWERT! *schonwiedertränchenwegwisch*

Lieblingsmoment mit den Kindern
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Letzte Woche war ich von der OP-schlapp oder mit meiner Besten Freundin unterwegs. Und diese Woche war die ersten drei Tage das Pubertier mit Fieber Zuhause und nächsten Tage dann das Spanienkind. Somit hat der Lieblingsmoment nur mit einem Kind zu tun. 🙂 Ich durfte nämlich die Ballettstunde des Sonnenscheins verfolgen. Das war so niedlich und ich bin wie jede gute Mutter fest davon überzeugt, das MEINE Tochter ECHT Talent hat! *frechgrins*

Lieblings-Mama-Moment für mich
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Meine allerbeste Lieblingsfreundin aus München hat mich vorletzte Woche besucht und wir haben Ihren Geburtstag gemeinsam in der sächsischen Schweiz verbracht. Nach dem Touristenprogramm auf der Bastei, wollten wir in Bad Schandau schnell noch ein Käffchen am Elbufer trinken, bevor wir die Rasselbande wieder einsammeln mussten. Als uns die erste Terrasse nicht zusagte flanierten wir etwas weiter und stießen auf das frisch wiedereröffnete Hotel Elbresidenz, was die letzten 3 Jahre nach der zweiten „Jahrhundertflut“ nochmals wieder hergerichtet und nun als großartiges 5 Sterne-Hotel wiedereröffnet wurde. Die Terrasse ist ein Traum (hier nur ein kleiner Ausschnitt von einem Riesenkomplex!) und bei chilliger Musik genossen wir Eierschecke und Latte Macchiato, wie sich das ohne Kinder gehört.
Und im Hotelprospekt, den ich dem Göttergatten als „Wink mit dem Zaunpfahl“ mitgebracht hatte, entdeckten wir, dass das Hotel in dem wir die Hochzeitsnacht verbracht haben zur gleichen Hotelkette gehört. *verliebtguck*

Lieblingsbesonderheit/Inspiration der letzten 2 Wochen
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Während wir die Bastei auf und im Elbsandsteingebirge besucht haben, wurde mir mal wieder schlagartig klar, wie klein und unscheinbar wir Menschen doch sind auf diesem wunderbaren Planeten mit seinen bizarren Naturwundern. Ebenso wurde mir aber auch wieder klar, dass wir mit unserem „Fortschritt“ auch jeden Tag ein kleines Stück davon zerstören. Warum hinterlassen wir soviel Müll, so viel Abgase, so viel Verwüstungen, so viel Spuren. Wir leben in unseren Ballungszentren und bekommen so wenig mit, was wir der Natur um uns herum antun. Ich habe mir mal wieder vorgenommen noch viel mehr Zeit in der Natur zu verbringen. In der Einsamkeit der Wälder, Täler und Gegenden außerhalb der Stadt. Um mich und auch das Leben mal wieder intensiver wahrzunehmen.

So, das war´s schon wieder mit meinen 5 Freitagslieblingen.

Guck gerne auch mal bei Anna und den anderen Bloggern rein.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!!! *träller*

Für mein Patenkind zur Einschulung! … Eine Schultorte!

Mein Patenkind wird heute eingeschult! Er lebt in NRW und ich kann leider nicht bei Ihm sein. Denn meine eigenen Kinder gehen in Sachsen in die Schule und die praktische Einschulung am Samstag gibt es in den alten Bundesländern ja leider nicht. Ein Bericht über unsere Einschulung gibt es hier!

Ihm widme ich diesen Blogpost und hoffe, dass ich bald ein paar Fotos vom Erstklässler bekomme. 🙂

Da ich zur Geburt eine Windeltorte gemacht hatte, dachte ich mir, dass es zum ersten Schultag einfach wieder eine Torte geben sollte. Und so habe ich in den Ferientagen bei den Großeltern eine Torte gebastelt, die vielleicht auch eine Idee für Euch sein könnte.

Gekauft hatte ich Filzstifte, Malfarben, Stempelstifte, Pinselset, Scherenset, Klebestreifen-Abroller, große Büroklammern (alles von IKEA), eine Notizzettelbox mit bunten Blättern, Schleifenband und Geschenkfolie.

20160707_192009Erstmal habe ich als Unterlage ein Holzbrett organisiert (sehr praktisch wenn man grad beim Schreiner wohnt) und die Zettelbox in die Mitte gestellt. Im groben Kreis drum herum wurden dann die Farbflaschen und Stempelstifte aufgestellt, so dass keine gleichen Farben nebeneinander sind. Das ganze mit zwei großen Haushaltsgummis umschlungen. 20160707_181216

Dann habe ich die Filzstifte (oder Fasermaler, wie der Sachse sagt) farblich wieder bunt gemischt dazwischen gesteckt und die Scheren dahinter. Zum Schluss noch die Pinsel gleichmäßig so verteilt, das es wie Kerzen auf einer Torte aussah.

20160707_192009Um das ganze wirklich Tortenrund hinzubekommen, habe ich zwischen Malfarben und Stempelstiften an den geraden Seiten der Zettelbox ein wenig mit Zeitungspapier ausgestopft.

20160707_181212Nun noch den Klebestreifen-Abroller in die Mitte, und um das Zeitungspapier etwas abzudecken ein bisschen Stopfwatte (in der Polsterei geklaut 😉 ).

20160708_100204Den Kleberroller hab ich dann doch lieber auch ohne Verpackung draufgelegt, weil es einfach besser aussieht.

20160708_100211Mit dem Schleifenband nun die Torte von aussen umschlingen, damit auch weiterhin alles so schön rund und zusammen bleibt. Die Gummis können dann entfernt werden.

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Die extra großen Büroklammern kommen nun noch an das Schleifenband und schon ist die Einschulungstorte fertig!

In Geschenkfolie einfassen und oben mit dem gleichen Schleifenband nochmal eine Schleife machen!

FERTIG! … oder „FERTSCH“ wie der Sachse sagt

 

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In diesem Sinne: Wie findest du die?

Leserbrief zum Thema Schultüten

Auf meinen Schultüten-Beitrag von letzter Woche habe ich sehr viele Kommentare, Mails und Hinweise bekommen! 🙂

Manche Leser (aus allen Bundesländern) glauben ich übertreibe, manche haben sehr gelacht (auch aus allen Bundesländern) und viele Leser (meistens aus den neuen Bundesländern) bestätigen mir dass es genauso ist.

Meinen Lieblingskommentar veröffentliche ich Euch jetzt als Leserbrief, denn dadurch habe auch ich noch sehr viel gelernt. Das hätte ich mal als „Zugereiste“ in Sachsen vorher wissen sollen! 🙂

Anja T. schreibt:
„Ich verweise gern auf den Wikipedia-Eintrag zur Schultüte https://de.wikipedia.org/wiki/Schult%C3%BCte und dann sollte sich eigentlich keiner mehr wundern, dass gerade in Thüringen und Sachsen die Einschulung ein großes Ereignis für die Kinder und Familien ist. Dort gibt es die Tradition, den Schulanfang zu „versüßen“, nämlich bereits seit 1817. Die westlichen Bundesländer zogen erst nach 1950 wenigstens mit der Schultüte nach.

Nicht vergessen darf man auch, dass in den östlichen Bundesländern für gewöhnlich KEIN Gottesdienst zum Schulanfang dazugehört (dafür gibts die Feierstunde) und dass in Bayern und etlichen anderen Bundesländern dafür die Kommunion, die es im Osten eher selten gibt, als eben dieses große Brimborium zelebriert wird, wie im Osten die Einschulung.

Ich selbst wurde vor ziemlich genau 40 Jahren in Jena/Thüringen eingeschult und kann mich heute noch daran erinnern, denn es war toll. Mein Sohn wurde ebenfalls in Thüringen eingeschult und es war toll. Die Schultüte war ein großes Geheimnis, denn auch das gehört zur Tradition (und nein, sie ist, auch wenn sie größer ist als im Westen, nicht nur mit Süßkram gefüllt, sondern mit allem, was in der Schule so gebraucht wird, Malzeug, Sportsachen usw., und das wiegt nunmal). Der Tradition nach bekommen die zukünftigen Schulanfänger bei einem Schulbesuch im Frühjahr vor der Einschulung den Zuckertütenbaum präsentiert, ein Bäumchen voll mit ganz kleinen Schultüten. Die Geschichte dazu ist, dass diese kleinen Tüten nun wachsen müssen bis zum Sommer/Herbst und wenn sie groß genug sind, ist Zeit für die Einschulung. Dann werden sie vom Lehrer „geerntet“ und an die Schulanfänger übergeben.

So geschehen bei mir und später auch beim Sohn, jedes Kind wurde von der Lehrerin persönlich in der Schule begrüßt und bekam die (von den Eltern heimlich befüllte und heimlich in die Schule geschaffte) Schultüte überreicht. Danach gabs Mittagessen im Lokal mit Eltern, Geschwistern, Großeltern. Danach zu Hause Grillfest mit dem Rest der Familie, Onkel, Tanten, Cousinen. Die engsten Nachbarn brachten kleine Aufmerksamkeiten mit Schulbezug vorbei, ein Buch, ein paar Stifte, nichts großes. Da die Einschulung Samstag war, gab es reichlich Zeit zum Bestaunen und Bespielen des Schultüteninhalts, zum Feiern und länger aufbleiben, und am Montag drauf begann dann „der Ernst des Lebens“.

Die jüngere Schwester wurde 5 Jahre später in Bayern eingeschult und es war gelinde gesagt ärmlich. Die Schultüte wurde gemeinsam mit dem Kind (soviel zu heimlich) im Kindergarten gebastelt und auch dort zum Kiga-Abschied bereits erstbefüllt. Zur eigentlichen Schuleinführung sollte die dann recycelt werden. Dann 1. Schultag, ein Tag mitten in der Woche, der Papa hatte mit Mühe frei bekommen. Der große Bruder musste selbst in die Schule, denn erster Tag nach den Ferien am Gymnasium, da sollte man allein wegen der Unmengen Organisatorischem besser nicht fehlen. Oma und Opa waren gekommen, weil sie schon Rentner waren, aber der Rest der Familie hätte extra Urlaub nehmen müssen, was dann doch unverhältnismäßig bis unmöglich gewesen wäre. Irgendwann zwischen Frühstück und Aufbruch drückte man der Schulanfängerin die Schultüte in die Hand, die erstmal garkeinen Sinn darin sah, warum sie das Trumm nun erst in die Schule und dann wieder nach Hause schleppen sollte und nicht gleich reinschauen durfte. In der Schule ein unpersönlicher, langweiliger, weil ewig langer, Gottesdienst. Danach alle Schulanfänger in ihre Klassen, ein gemeinsames Lied mit den Eltern, Eltern raus, jetzt ist Unterricht. Keine persönliche Begrüßung, keine Feierstunde, nichts!! Nach einer Stunde Fotosession für die örtliche Presse (Klassenfotos), das wars.

Zu Hause Mittagessen, der große Sohn kam mit nem Berg Papiere und ner langen Zu-besorgen-am-Besten-bis-gestern-Liste aus der Schule und forderte seinerseits Aufmerksamkeit. Die Schulanfängerin musste Hausaufgaben machen (Schultüte ausmalen ist für ein Kind, was nicht gern malt, keine tolle Hausaufgabe am Einschulungstag). Irgendwann zwischendurch fand sich Zeit, die Schultüte zu leeren, aber richtig Zeit, sie auch zu würdigen, war nicht. Und abends war zeitig Feierabend, denn am nächsten Tag war ja Schule.

Ich fand es sooo schade. Ich hätte meiner Kleinen auch so sehr gegönnt, wie der große Bruder mal einen Tag gefeiert zu werden und im Mittelpunkt zu stehen, denn es ist nun mal ein großer Schritt, so eine Einschulung. Aber das ist hier leider nicht üblich. Naja, wir haben das Beste drauß gemacht. Die Schultüte zur Einschulung war eine Überraschung, denn ich hatte noch eine neue gebastelt (ich bastle sehr gern, ganz ohne Wettbewerb mit anderen Müttern). Die Schultüte 2x zu befüllen, war mir einfach zuwider und wenns schon keine große Feier geben konnte, wollte ich doch wenigstens nicht auf die strahlenden Augen wegen der Schultüte verzichten. Die Schultüte ist auch das Einzige, an das sich meine Tochter noch erinnern kann, der Rest der Einschulung ist einfach so an ihr vorbeigeplätschert. Beim Sohn ist das anders, der spricht heute noch manchmal von unserer schönen Familienfeier.“

In diesem Sinne: Vielleicht sollte man beim Wechseln des Bundeslandes einfach einen Zu-Beachten-Ratgeber erhalten. Das würde das Leben echt vereinfachen! 😉